Leichtathletik : „Oh! Ich bin ja Erster!“

Kraftvoll und scheinbar federleicht zugleich, vor allem aber voll konzentriert: Jan Kawelke bei seinem Siegsprung.
Kraftvoll und scheinbar federleicht zugleich, vor allem aber voll konzentriert: Jan Kawelke bei seinem Siegsprung.

Leichtathletik: Senior Jan Kawelke gewinnt ersten Deutschen Meistertitel für den LAC Mühl Rosin

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06. März 2014, 06:00 Uhr

Kaum zehn Tage war es her, dass Jan Kawelke von den Lesern der SVZ zum Seniorensportler des Jahres 2013 gewählt wurde. Wie zur Bestätigung dieser hohen Ehre machte der für den LAC Mühl Rosin startende Güstrower bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren (ab 35) sein Meisterstück: Mit 3,80m gewann der 41-Jährige den Stabhochsprung-Wettbewerb der Altersklasse M40. Der erste Deutsche Meistertitel, den ein Leichtathlet im Trikot des LAC Mühl Rosin gewann!

Zugleich ist das auch für Jan Kawelke persönlich das erste Gold bei einer Deutschen Meisterschaft. „Das ahnte ich aber vorher nicht, dass das was wird“, gesteht der Seniorensportler. Der Allrounder, der bei den Weltspielen der Alterssportler im Zehnkampf Silber gewann, hat schließlich jahrelange Wettkampferfahrung und weiß: „Ich hatte nur meine eigene Höhe im Visier und auf die anderen gar nicht geachtet. Mit 3,80m wird man in dieser Altersklasse eigentlich nicht Deutscher Meister. Aber die Konkurrenz wollte wohl nicht…“ Zum Vergleich: In der Altersklasse ab 45 Jahre ging der Titel erst bei 4,10m weg, wäre Kawelke mit seiner Höhe nur Dritter geworden.

Die Konkurrenten in der M40 wollten vermutlich schon, konnten aber offenbar nicht mehr kontern, als der Mühl Rosiner im ersten Versuch die 3,80m bewältigte. Die Favoriten blieben so bei 3,70m hängen. Nur Kawelke musste, besser durfte weiter springen und sollte selbst seine nächste Höhe bestimmen. „Da merkte ich erst: ,Oh! Ich bin ja Erster!’“, berichtet er nach seiner Rückkehr aus Erfurt. 4 Meter ließ der Sieger dann auflegen. Kawelke: „3,90m sind meine Bestleistung, und die 4 Meter reizen mich immer noch, deshalb bin ich die gleich ohne weiteren Zwischenwert angegangen. Doch beim zweiten Versuch habe ich mich dann leider leicht gezerrt und es ging nicht mehr.“

So ist denn auch am zweiten Wettkampftag, beim Hochsprung, nicht mehr drin gewesen als die übersprungenen 1,74m. Das reichte „nur“ zum 4. Platz. Doch das Gold mit dem Stab wog alles auf.


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