Fußball-Verbandsliga : Notelf siegt beim Schlusslicht

Durchgesetzt: Tony Lübke (r.) gewann mit dem TSV Bützow gestern beim SV Hanse Neubrandenburg mit 4:3.
Durchgesetzt: Tony Lübke (r.) gewann mit dem TSV Bützow gestern beim SV Hanse Neubrandenburg mit 4:3.

Fußball-Verbandsliga, 22. Spieltag: SV Hanse Neubrandenburg – TSV Bützow 3:4 (2:2)

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08. April 2019, 05:00 Uhr

Personell arg gebeutelt entführte Fußball-Verbandsligist TSV Bützow gestern Nachmittag drei Punkte aus Neubrandenburg. Beim Schlusslicht SV Hanse siegten die Mannen um Trainer Helge Marquardt mit 4:3, wobei der Chefcoach gerade noch so um einen eigenen Einsatz auf dem Platz herum kam. Neben dem reaktivierten Tommy Bladek war der 44-Jährige nämlich einer von nur zwei Wechselspielern auf der TSV-Bank, weil urlaubs- und verletzungsbedingt zahlreiche Spieler nicht zur Verfügung standen. Dank Steve Bärmlich, dem Kapitän der zweiten Männermannschaft (Kreisoberliga), konnte Marquardt eine Startelf aufbieten, die auch im „Saft“ steht. „Die Vorzeichen waren natürlich unheimlich schwierig, aber dafür haben wir das relativ souverän gemacht, auch wenn es das Ergebnis nicht widerspiegelt“, erklärt der Bützower Trainer. Bei allen Umständen monierte er vor allem das Rückzugsverhalten seiner Mannschaft, die im Abwehrverhalten einfach zu sorglos agierte. „Ich denke, dass es eine kleine Einstellungssache war, denn die Gegentore war völlig unnötig“, so Marquardt. Das Schlusslicht, das nun schon die 18. Niederlage in Folge kassierte, ging nach 13 Minuten in Führung. Doch die Bützower hatten die richtige Antwort parat. Sebastian Synwoldt wuchtete einen Rückraumabpraller in die Neubrandenburger Maschen (17.). Der TSV blieb anschließend am Drücker und belohnte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde mit dem 2:1 – Tony Lübke (36.). Der Jubel war aber schnell verfolgen, denn der SV Hanse erzielte postwendend den Ausgleich (38.). Mit dem 2:2 zur Pause konnten die Warnowstädter keineswegs zufrieden sein, dafür rissen sie sich aber in Hälfte zwei insbesondere in der Defensivarbeit am Riemen. „Neubrandenburg hat nicht einmal auf unser Tor geschossen.

Die Bützower hingegen waren nach vorne immer wieder gefährlich. Das 3:2 durch Maik Wießmann war längst überfällig (57.). Dann passierte lange Zeit nichts, ehe Defensivmann Steve Bärmlich zum Sturmlauf ansetzte. Nachdem sich der 35-Jährige den Ball an der Mittellinie eroberte, tauchte er nach einem Zusammenspiel mit Kevin Kleindorff frei vor dem Neubrandenburger Tor auf und schob das Leder gekonnt mit der Innenseite aus zwölf Metern ins kurze Eck (80.). In der letzten Spielminute leisteten sich die Gäste aber doch noch eine Unaufmerksamkeit und kassierten aus dem Nichts das 3:4, was aber ohne Folgen blieb. „Insgesamt haben wir das gut gelöst. Wir hätten drei, vier Tore mehr machen müssen. Jetzt fokussieren wir uns voll auf Güstrow“, sagt Helge Marquardt. Am kommenden Freitag, 19.30 Uhr gastiert der TSV im prestigeträchtigen Duell beim GSC.

TSV Bützow: Wesley Zorzan – Steve Bärmlich, Rei Oami, Max Körting, Maik Wießmann (85. Tommy Bladek), Marcel Papenhagen, Lucas Torres, Philipp Schönbrunn, Kevin Kleindorff, Tony Lübke, Sebastian Synwoldt

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