Motorsport : Nicki Pedersen: „Vielen Dank für die Unterstanding!“

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Dreifacher Weltmeister begeistert von Atmosphäre bei Speedway-EM-Lauf in Güstrow

svz.de von
11. Juli 2014, 22:00 Uhr

Ein halbes Jahr Zeit hatten die Mitglieder des MC Güstrow, sich auf das Großereignis Speedway-Europameisterschaft in ihrem Stadion vorzubereiten. Doch als die Stars der Speedwayszene dann an der Plauer Chaussee auftauchten, war es noch einmal etwas ganz anderes. „Es ist“, bekannte der stark in die Organisation eingebundene Hannes Heider, „total unwirklich. Einerseits weiß ich natürlich, dass es unser Fahrerlager ist. Aber andererseits ist es unglaublich, jetzt hier diese bedeutenden Sportler zu sehen.“

Nun konnte man auch hautnah die Vorbereitung der Aktiven beobachten. Als Erster traf am Sonnabend schon gegen 10 Uhr der Russe Emil Sayfutdinov ein. Bereitwillig gab er Auskunft zu seinen Plänen, während er sich mit den ersten neugierigen Fans fotografieren ließ. „In der Saison wohne ich in Bydgoszcz, von dort komme ich jetzt gerade. Die Europameisterschaft ist für mich sehr wichtig, denn ich fahre weder im Grand Prix noch in der englischen Liga. So kann ich einem breitem Fernsehpublikum meine Sponsoren präsentieren. Von der Güstrower Bahn habe ich noch gar nichts gehört, ich bin gespannt, darauf zu fahren.“ Die Zeit bis zum Training am Abend vertrieb sich der zweifache Juniorenweltmeister mit Fußballspielen.

Kurze Zeit später stieß der Däne Nicki Pedersen in Güstrow dazu. Sofort wurde er von den Fans umlagert. Trotzdem nahm er sich genug Zeit, um die Bahn genau zu erkunden. „Vor etwa 15 Jahren bin ich das letzte Mal hier gefahren. Daran habe ich aber kaum noch eine Erinnerung. Für mich ist die Europameisterschaft sehr wichtig. Der Titel fehlt mir noch; letztes Jahr bin ich knapp gescheitert, nun möchte ich in diesem Jahr Europameister werden.“

Alle internationalen EM-Teilnehmer hatten ebenfalls die Trainingsmöglichkeit am Sonnabend genutzt, lediglich Martin Smolinski konnte wegen seines zeitgleichen Starts bei der Team-WM in Italien nicht anwesend sein. „Die Bahn in Güstrow ist sehr speziell, und dass ich kalt und ohne Training ins Rennen gehen musste, war mit Sicherheit kein Vorteil“, erklärt der 29-Jährige. Aber vor allem bedankte sich der Bayer nach dem Rennen für die Unterstützung durch das Publikum. „Wie ich hier angefeuert wurde, das war einfach grandios. Mit solchen Veranstaltungen bringen wir den Speedwaysport in Deutschland voran.“

Dank für die Unterstützung empfand auch Christian Hefenbrock, der dennoch nach dem Rennen gefühlsmäßig hin- und hergerissen war. „Den Laufsieg kann mir keiner mehr nehmen, das war einfach toll. Aber es ist ansonsten alles schief gegangen, was nur passieren kann.“

Total begeistert von der Güstrow-typischen Atmosphäre zeigte sich der Tagessieger, Nicki Pedersen. Bei der Siegerehrung versuchte er es auf Deutsch: „Vielen Dank für die Unterstanding.“ Den Journalisten diktierte er anschließend: „Ich bin von der Atmosphäre und der Anfeuerung total begeistert und komme gern wieder nach Güstrow.“
Das hörten auch die Clubmitglieder gern, denn so ein Lob ist der beste Dank für die viele Arbeit in Vorbereitung so eines großen Events.



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