Reiten : Nerv der älteren Reiter getroffen

Turnierleiter Enrico Finck schrammte im Hauptspringen beim Senioren in Plaaz knapp am Sieg vorbei und wurde mit Cronau Zweiter.
Turnierleiter Enrico Finck schrammte im Hauptspringen beim Senioren in Plaaz knapp am Sieg vorbei und wurde mit Cronau Zweiter.

Silvio Stövhase siegt beim Senioren-Turnier in Plaaz, Enrico Finck in der L-Tour und Hennig Osterloh in der A-Tour Zweiter

svz.de von
12. September 2018, 05:00 Uhr

Zur 3. Station im Senioren-Cup für Amateurspringreiter ab 40 Jahre hatte Enrico Finck (Zehlendorf) als Turnierleiter und Initiator des Cup’s nach Plaaz eingeladen. 78 Reiter-Pferd-Paare gingen in der A- und L-Tour mit je zwei Wertungsprüfungen an den Start.

Der Turnierleiter saß selbst im Sattel und erreichte mit sieben weiteren Teilnehmern das Stechen im L-Springen, der Hauptprüfung des Turniers. Vier blieben erneut strafpunktfrei und Enrico Finck war mit seiner zwölfjährigen Stute Cronau unter ihnen. Zum Sieg reichte es zwar nicht ganz, aber mit 40,82 Sekunden wurde der 45-Jährige Zweiter und ließ Harald Heiden (Klein Labenz) hinter sich, mit 68 Jahren ältester Teilnehmer, der auf Ladina 41,44 Sekunden benötigte. Vier Sekunden schneller war jedoch Silvio Stövhase vom RFV Crivitz. Der 49-Jährige saß im Sattel der neunjährigen Schimmelstute Clarima B, mit der er in diesem Jahr schon sechs Springen gewann.

Im Zwei-Phasen-Springen ging es ebenfalls rasant zu. Die Bestzeiten purzelten in der zweiten Phase reihenweise und schließlich gewann Falk Zeller aus Lüdershagen das Springen auf seiner neunjährigen Stute Calistha, mit 42 Jahren einer der jüngsten Teilnehmer im Senioren-Cup. Der älteste (Harald Heiden) folgte ihm mit einer Sekunde Rückstand auf Ladina. Zwei hundertstel Sekunden langsamer war der ebenfalls 42-jährige Daniel Grawe aus Elmenhorst bei Grimmen auf Lister. Turnierleiter Enrico Finck wurde in diesem Springen Siebter. Die meisten Punkte in der Cupwertung gingen an Harald Heiden, der mit einem 2. und 3. Platz die gleichmäßigsten Leistungen ablieferte.

In der A-Tour gaben diesmal zwei Neubrandenburger Reiter den Ton an. Frank Schmidt gewann das Zwei-Phasen-Springen Klasse A auf der neunjährigen Stute Jazz Dance. Sein Teamkollege Frank Siebeck wurde auf der zwölfjährigen Wanda Dritter. Zwischen die Beiden schob sich Hennig Osterloh (Vietgest) mit seiner erst sechs Jahre alten Erfolgsstute Cesana. Das ist umso erstaunlicher, weil der 65-jährige Hennig Osterloh wenige Tage zuvor noch starke gesundheitliche Probleme hatte.

Im A-Punktespringen ging der Sieg erneut nach Neubrandenburg. Diesmal siegte der 52-jährige Frank Siebeck mit Wanda, der damit auch Sieger der A-Tour in Plaaz wurde. Der „Altinternationale“ Norbert Schwedt (61), zu DDR-Zeiten Mitglied im Nationalkader, wurde auf dem achtjährigen Diego de Mingu Zweiter. „Es war ein gelungener Seniorentag, da geht es gar nicht in erster Linie um den Sieg. Die Idee zu dem Cup, der zum fünften Mal ausgetragen wird, hat den Nerv meiner älteren Reiterkollegen getroffen, die gern unter ihres Gleichen reiten. Das nächste Mal treffen wir uns am 20. Oktober in Gadebusch in der Reithalle der Familie Makowei“, sagt Finck.





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