Handball : MV-Liga hat in der Spitze zugelegt

Vorfreude: Die Handball-Männer des Güstrower HV können es kaum erwarten, dass die Saison bald wieder losgeht. Zusammen mit ihren treuen Fans wollen sie wieder eine erfolgreiche Einheit bilden.
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Vorfreude: Die Handball-Männer des Güstrower HV können es kaum erwarten, dass die Saison bald wieder losgeht. Zusammen mit ihren treuen Fans wollen sie wieder eine erfolgreiche Einheit bilden.

Handball: Titelverteidiger Güstrower HV freut sich auf den Saisonstart, Aufstiegsfavoriten sind jedoch Bad Doberan und Neubrandenburg

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22. August 2019, 05:00 Uhr

Nach den Abstiegen den TSV Bützow und Schwaaner SV ist der Güstrower HV in der kommenden Handball-Saison die einzige Männermannschaft der Region, die noch in der höchsten Spielklasse des Landes – der MV-Liga – verblieben ist. Als amtierender Landesmeister hätten die Barlachstädter die Messlatte für die neue Spielzeit nicht höher legen können, zumal die Liga durch die Abstiege der Ostsee-Spree-Ligisten Bad Doberaner SV und SV Fortuna Neubrandenburg deutlich an Qualität dazugewonnen hat. „Eine Titelverteidigung wäre der Wahnsinn. Das ist auch nicht unser primäres Ziel. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir wieder oben mitspielen können“, sagt Güstrows Spieler-Trainer Oliver Mayer.

Optimistisch stimmen den Torhüter dabei die Neuzugänge: Til Granholm, Tim Stubbe (beide HSV Peenetal Loitz), Carl-Jonas Tschirschwitz (HSV Grimmen), Kai Niehörster, Marc Bloch (beide (Mecklenburger Stiere Schwerin II) sowie die beiden Eigengewächse Even Klein und Oscar Golatowski stoßen zum Team. „Das sind alles Verstärkungen“, so das Fazit des 36-Jährigen nach den bisherigen Erkenntnissen der Vorbereitung. Vor allem die menschliche Komponente stimme, sodass das Team enger zusammengerückt sei. „Es passt schon viel zusammen“, freut sich Oliver Mayer. Einen Vorteil zur Vorsaison hat er auch schon ausgemacht: „Wir sind variabler geworden.“

Das bedeutet aber nicht, dass es wieder so gut läuft für die Güstrower, die das Spieljahr 2018/19 ohne Punktspielniederlage beendeten. Die MV-Liga rückt nämlich in der Spitze enger zusammen. So haben sich einige Mannschaften sehr gut verstärkt und wollen es den beiden Aufstiegsfavoriten aus Bad Doberan und Neubrandenburg so schwer wie möglich machen. Eine Mannschaft davon ist der Ribnitzer HV, den der GHV zum Saisonauftakt am 7. September (19 Uhr) in der Sporthalle Kessiner Straße empfängt. Für Oliver Mayer zählt aber auch in diesem Spiel nur ein Sieg. „Das ist unser Anspruch“, erklärt er. Ein Erfolgserlebnis kann sich positiv auf den weiteren Verlauf auswirken und zeigen, in welche Richtung es geht. „Es kommt halt darauf an, wie wir den Schwung aus der Vorbereitung mitnehmen“, sagt Mayer. Die Vorfreude auf den Saisonstart ist jedenfalls groß. „Wir können es kaum erwarten, dass es losgeht“, so der Keeper.

Am Sonnabend (ab 10 Uhr) nehmen die Güstrower an einem Turnier in Wittstock teil und wollen sich dort den letzten Feinschliff holen. Für die GHV-Spieler ist es nochmal die Möglichkeit, sich in den Vordergrund zu spielen. „Der Konkurrenzkampf hat zugenommen, das merkt man schon im Training. Das ist aber positiv, denn die Entwicklung der jungen Spieler geht in die richtige Richtung“, sagt Oliver Mayer. Ein Extra-Lob verteilt er an Johannes Karl, der die Vorbereitung dazu nutzte, Eindruck zu hinterlassen. „Er hat einen Riesensprung gemacht. Von ihm werden wir noch profitieren. Ihn zeichnet auch aus, dass er nichts fordert, sondern alles mitnimmt und genießt“, gerät Oliver Mayer beim 22-Jährigen förmlich ins Schwärmen.

Doch genau diese Entwicklungssprünge sind es, die der GHV benötigt, denn nicht nur sportlich kommt auf die Nachwuchs-Talente einiges zu. „Die Hierachie ist so, dass die jungen Spieler bei uns auch mündig sind und Verantwortung übernehmen sollen. Auch dadurch wächst bei uns was zusammen“, erklärt Oliver Mayer. Klar ist ihm aber auch: „Die Saisonziele stehen und fallen mit der Verletzungsfreiheit.“ Doch auch genau dafür haben die Güstrower in der Breite zugelegt, weshalb sie optimistisch in die Saison gehen können, ohne irgendwelche Titel-Ansprüche zu stellen.

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