Handball : Mit richtiger Taktik eine Runde weiter

Handball-Landespokal Achtelfinale: Güstrower HV – TSG Wismar 28:22 (13:9)

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08. Januar 2018, 05:00 Uhr

Die Handball-Männer des Güstrower HV stehen im Viertelfinale des Landespokals. Im Achtelfinale schaltete der MV-Ligist den Ligarivalen TSG Wismar überraschend deutlich mit 28:22 aus. Mit den Gästen aus Wismar stand nämlich ein „harter Brocken“ auf der Gegenseite.

Mit dem ersten Tor von Till Mallach eröffneten die Hausherren den Torreigen und auch Treffer zwei versenkte Pascal Burke im Tor der Gäste. Wismar fand nicht den richtigen Draht, um erfolgreich abzuschließen. In der fünften Spielminute fiel dann auch ein Tor für Wismar, verwandelt vom ehemaligen Güstrower Handballer Florian Maske. Dieser ist ein in der Barlachstadt ausgebildeter Linkshänder, den es im Erwachsenenbereich in die Ferne verschlug und der in den vergangenen Jahren häufig in gegnerischen Teams auf die GHV-Männer traf. Unbeeindruckt setzten die Hausherren ihre Strategie fort und konnten auf 6:2 enteilen. Mit dem taktischen Mittel, die beiden Güstrower Halben, Till Mallach und Tim Dethloff unter persönliche Bewachung zu stellen und damit den Torfluss zu stoppen, versuchten die Gäste, das Spielgeschehen zu drehen. Aber auch das fruchtete nicht. Die Güstrower Männer zogen ihre Bahnen und leisteten sich nur minimale Fehler. Die Abwehrreihe stand sicher und im Angriff konnte Tor um Tor erzielt werden. So wuchs der Abstand auf 13:9 an, bevor beide Teams sich in die Halbzeitpause verabschiedeten.

Durchgang zwei startete mit Ballbesitz für die Heimsieben, die zum 14:9 erhöhten. Die Spielweise der Gäste wurde zunehmend robuster und die Schiedsrichter entschieden ein ums andere Mal auf Siebenmeter. Auch diese Strafwürfe wurden sicher verwandelt und ließen den Abstand weiter wachsen. Angetrieben vom erfahrenen Paul Golatowski spielten die Jüngsten, wie Tom Golatowski und Moritz Langer, geduldig und suchten die sich bietenden Lücken in der Abwehr der Gäste. Es lief aber anscheinend zu glatt für die Gastgeber. Fehler und kleine Unsicherheiten schlichen sich ein und die TSG konnte so etwas für ihr Torkonto tun. Nach und nach holte sie auf und in der 48. Minute glichen die Gäste aus (19:19). Der GHV-Coach stellte die Abwehr um und konnte so auch die Manngedeckten wieder ins Spiel einbinden. Erfolgreich netzte Tim Dethloff den 20. Ball im Gästegehäuse ein und die beiden nachfolgenden Strafwüfe verwandelte er ebenfalls souverän. Nun wieder mit drei Toren vorne, brachte die notwendige Sicherheit ins GHV-Spiel zurück. Güstrow musste aber auf der Hut sein. Fehler wurden vom Gegner und den Unparteiischen konsequent bestraft. Güstrow setzte die Gäste unter Druck. Tom Golatowski erhöhte auf 24:20, bevor dann Treffer 21 zu Gunsten der TSG durch die Hände von GHV-Keeper Oliver Mayer flutschte. Ein weiterer verwandelter Strafwurf ließ die Güstrower auf die Siegstraße einbiegen. Mit 28:22 verdiente sich die Heimsieben den Einzug in die nächste Pokalrunde Dank einer gut ausgeklügelten Taktik und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegen starke Wismaraner.

Im Viertelfinale trifft der GHV auf die Männer vom TSV Bützow, die sich gegen den Schwaaner SV erfolgreich qualifizierten. Es wird ein Derby erwartet, welches sicher wieder viel Spannung verspricht. Der GHV möchte sich mit einem Sieg für das Final-Four 2018 qualifizieren, welches am ersten Aprilwochenende in der Güstrower Sport- und Kongresshalle stattfindet.

Güstrower HV: Oliver Mayer, Peter Ritzrau, Felix Meyer, Clemens Golatowski, Pascal Burke (4), Paul Golatowski (2), Thomas Kahl (1), Tom Golatowski (5), Lukas Dombrowski, Till Mallach (5), Tim Dethloff (9), Moritz Langer (2), Johannes Karl




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