Mit Platz sechs sehr gut bedient

Im heimischen Jahnstadion holte der Güstrower SC um Aaron Lehsten 17 Punkte.
Im heimischen Jahnstadion holte der Güstrower SC um Aaron Lehsten 17 Punkte.

Fußball-Landesklasse III: Güstrower SC II steht sieben Punkte vor den Abstiegsrängen, offenbarte bislang aber eine Auswärtsschwäche

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07. Februar 2020, 05:00 Uhr

Der Start in die Rückrunde der Fußball-Landesklasse III ist schon in Sichtweite. Heute in 14 Tagen geht es auch für den Güstrower SC II wieder um Punkte, wenn er unter Flutlicht beim Sievershäger SV gefordert ist. Bis dahin gilt es für die Mannen um Trainer Tom Hagemann, sich die nötige Fitness und Ballsicherheit wieder zu holen. Insofern ist es wohl gar nicht so verkehrt, dass die Güstrower heute bei einem Hallenturnier des FSV Rühn in der Bützower Wilhelm-Schröder-Sporthalle teilnehmen (ab 18.45 Uhr) und morgen Nachmittag (13 Uhr) gegen den FSV Bentwisch II testen.

Als Tabellensechster hat sich der GSC II vor der Winterpause in eine recht komfortable Ausgangssituation für die Restsaison gebracht, liegt schon sieben Zähler vor den Abstiegsrängen. Trotzdem muss Trainer Hagemann bei der bisherigen Bilanz Abstriche machen. „Soweit ist alles super, aber nur von den Heimspielen her“, legt der 33-Jährige den Finger in die Wunde. 17 der insgesamt 23 Zähler holten die Barlachstädter im heimischen Jahnstadion. Dementsprechend mager ist die Bilanz in der Fremde. „Auswärts haben wir bisher einen großen Erfolg am ersten Spieltag in Mirow gelandet, danach leider nachgelassen“, sagt Hagemann. Zum Saisonstart Anfang August siegten die Güstrower beim Landesliga-Absteiger mit 3:1. Der zweite Erfolg gelang beim Tabellenletzten, FC Seenland Warin (8:1).

Umso besser lief es in heimischen Gefilden. Höhepunkt war das Derby gegen den TSV Bützow II, dass die Güstrower mit 5:1 gewannen. Im zweiten Lokalduell beim Bölkower SV in Krakow am See waren sie drauf und dran, ähnlich erfolgreich zu sein, doch diesmal wusste der GSC II nur eine Halbzeit zu überzeugen, belohnte sich aber nicht mit Toren. „Am Ende haben wir nicht unverdient durch die Cleverness des Gegners mit 3:0 verloren“, blickt Hagemann zurück. Genau diese Partie offenbarte ein großes Manko der Güstrower. „Physisch müssen wir was machen, technisch sind die Jungs alle hochbegabt. Wir müssen auf jeden Fall an der Körperlichkeit arbeiten beziehungsweise den Kampf mehr annehmen“, gesteht Hagemann. Doch dazu bedarf es erst einmal einer besseren Trainingsbeteiligung. „Es ist ganz wichtig, dass sich die Mannschaft nicht jede Woche von alleine aufstellt. Wenn alle ein paar Prozente mehr aus sich herauskitzeln, könnte die Rückrunde noch besser werden“, erklärt der GSC-Coach.

Die verbesserungswürdige Trainingsbeteiligung ist auch ein Grund dafür, warum die Barlachstädter bislang so unbeständig auftreten. Zudem hatten die Güstrower Verletzungspech. Mit Patrick Salow und Andy Süß zogen sich gleich zwei Stammkräfte einen Kreuzbandriss zu, außerdem laboriert Tim Behrens an einer Mittelfußverletzung. Insofern kann Hagemann mit dem bisherigen Abschneiden absolut leben. „Wir sind mit Tabellenplatz sechs sehr gut bedient. Unser primäres Ziel ist es, nicht abzusteigen“, sagt Hagemann.

Und dafür sind die Güstrower bislang auf einem sehr guten Weg. Für den Güstrower Trainer ist das Auftaktprogramm gegen Sievershagen, Warin, PSV Rostock und Goldberg von enormer Bedeutung. „Das sind richtungweisende und eminent wichtige Spiele. Da wird sich zeigen, ob wir langfristig im Abstiegskampf mitmischen werden“, blickt Tom Hagemann voraus.


Neuzugang hilft nicht nur sportlich

Für die Restrunde hat der GSC-Coach auch ein wenig Verstärkung aus den eigenen Reihen erhalten. Kajetan Goluch aus der Dritten und Niklas Köster aus Ersten stoßen zum Kader dazu und bieten Hagemann weitere Optionen. Für einen Paukenschlag sorgte die Verbandsliga-Reserve allerdings mit der Verpflichtung von Michael Hintze (Bölkower SV), der auch schon für die Güstrower Verbandsliga-Truppe aktiv war. „Das ist natürlich ein Riesending. Wir kennen uns schon länger, auch aus der Schulzeit, dadurch ist der Kontakt zustande gekommen. Er wird die Abwehr stabilisieren und soll vorangehen“, freut sich Hagemann. Michael Hintze soll den Güstrower SC aber nicht nur als Spieler helfen, sondern auch als Sponsorenbeauftragter im Verein. Es wird also nicht nur die GSC-Reserve von ihm profitieren.


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