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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 22:28 Uhr

Segeln : Meisterliches Segelfinale

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wassersport-Verein-Güstrow (WVG) veranstaltete hochrangige Wettkämpfe auf dem Inselsee

Der Wassersport-Verein-Güstrow (WVG) hatte zu den letzten großen Regatten der Segelsaison 2017 geladen. Aufgerufen waren die Klassen Pirat in der 14. Auflage des Nebelbeils sowie die olympische Finn-Dinghy-Klasse zur 7. Nebelwelle. 20 Boote mit 40 Seglern in der Klasse Pirat und acht Boote und Segler in der Einhandklasse der Finn-Dinghys konnte der WVG-Vorsitzende Peter Anders stellvertretend für den Gastgeber begrüßen:

Bei Wind um 3 und in Böen um 4 Beaufort aus südwestlicher Richtung schickte Wettfahrtleiter Andreas Möller (WVG) die Piraten auf einen zweifachen Up-an-Down-Kurs: Auf der zweiten Kreuz zeigten Pingel-Heldt/Heldt ihre ganze Klasse, segelten einen enormen Vorsprung heraus, den sie bis ins Ziel trugen. Schnepf/Jäckel komplettierten den Teterower Doppelsieg.

Nach einem sehr guten Start führten Merten/Mohns in der 2. Wettfahrt das Feld an. Noch besser waren nur Schnepf/Jäckel gestartet, die aber trotzdem an der ersten Luvbahnmarke dahinter lagen. Erst auf Platz sieben folgten Pingel-Heldt/Heldt, wiederum gefolgt von Hillenberg/Hain (WVG). Schon an der ersten Leebahnmarke hatte sich der Schlag für Pingel-Heldt/Heldt ganz nach links ausgezahlt. Sie überholten Boot um Boot und lagen schon auf Platz drei, während Merten/Mohns vor Höft/Rieck führten. Auf der zweiten Kreuz zauberten die Teterower erneut und führten an der 2. Luvbahnmarke schon wieder. Obgleich Merten/Mohns die Verfolgung aufnahmen, konnten sie den Vorsprung der Teterower nicht mehr aufholen.

Licht und Schatten für die Güstrower: Während es für Bauditz/Thiel (7.) nun besser lief, fielen Ebel/Schlichting einer Frühstartdisqualifikation zum Opfer.

Wie entfesselt starteten Pingel-Heldt/Heldt auch zur 3. Wettfahrt und gingen folgerichtig erneut in Führung. Letztlich ungefährdet fuhren die Teterower ihren dritten Tagessieg ein und legten den Grundstein für die Titelverteidigung.

Bei den Finn-Dinghys glückte der erste Start und schon an der Luvbahnmarke konnte sich André Budzien absetzen. Beinahe wie erwartet segelte André Budzien so dem ersten Tagessieg recht ungefährdet entgegen. Erik Schmidt und Jochen Bülow kamen auf die Plätze zwei und drei.

Wer mehr Spannung in der 2. Wettfahrt erhofft hatte, wurde beinahe enttäuscht. Während André Budzien wieder deutlich führte, wechselten dahinter ein ums andere Mal die Positionen. Platz eins und zwei gingen erneut an André Budzien und Erik Schmidt. Dritter wurde nun Birger Laue, gefolgt von Carsten Niehusen (Schwerin) und Jochen Bülow (Rostock).

Erneut war es André Budzien, der das Feld zu Beginn der dritten und letzten Tageswettfahrt dominierte. Mit gut 50 Metern Vorsprung führte er schon an der zweiten Bahnmarke. Spannender war der Kampf dahinter. Während André Budzien letztlich ungefährdet seinen dritten Tagessieg einfuhr, sicherte sich Jochen Bülow nun den 2. Platz vor Erik Schmidt.

Trotz dreier Tagessiege für Pingel-Heldt/Heldt im Pirat und Budzien im Finn-Dinghy, war der Gesamtsieg nicht vergeben. Fünf Wettfahrten waren ausgeschrieben und nur die schlechteste konnte gestrichen werden. Gleich zwei Fehler konnten sich also auch die Führenden nicht erlauben.

Wer zu „Nebelbeil“ und „Nebelwelle“ einlädt, muss den Teilnehmern auch Nebel bieten und so begann der zweite Wettkampftag. Dichter Nebel und praktisch kein Wind prägten den Inselsee, sodass die Wettfahrtleitung Startverschiebung auf unbestimmte Zeit setzte.

Nervös war die Piratenklasse. Zwei Startversuche waren notwendig, ehe es losgehen konnte. Auf der zweiten Kreuz schoben sich Pingel-Heldt/Heldt und etwas zurück Höft/Rieck irgendwie an die Spitze und übernahmen die Plätze eins und zwei mit großem Abstand. Pingel-Heldt/Heldt verwalteten den Vorsprung auch bei abnehmendem Wind bis ins Ziel. Höft/Rieck folgten. Weil es aufgrund des Zeitlimits keine 5. Wettfahrt mehr geben konnte, hatten Pingel-Heldt/Heldt mit dem vierten Gesamtsieg seit 2014 ihren Titel souverän verteidigt. Höft/Rieck auf dem zweiten Gesamtplatz und Edinger/Bajon (7. in der 4. Wettfahrt) als glückliche Gesamtdritte folgten.

Bei den Finn-Dinghys machte es André Budzien etwas spannender und führte zwischenzeitlich mal nicht. Nach drei Up-and-Downs lag er aber doch wieder vorne und wieder folgten Erik Schmidt und Jochen Bülow auf den Plätzen zwei und drei. Genau diese Reihenfolge sollte auch die Gesamtwertung haben. Damit hat sich Budzien bei der 7. Auflage der „Nebelwelle“ schon seinen sechsten Gesamtsieg seit 2011 gesichert. Einzig 2014 gewann er nicht – er war nicht am Start.


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