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Laufsport : Marathon beliebt wie eh und je

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mit 42 Langestrecken-Läuferinnen und Läufern aus der Region bleibt die Zahl in den letzten Jahren relativ konstant

von
erstellt am 09.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Inzwischen ist es zu einer guten Tradition geworden, zur Jahreswende einen Blick auf die Matadoren der längsten olympischen Laufdistanz, die Marathonläufer der Region Güstrow-Bützow-Teterow, und deren Erfolge im abgelaufenen Jahr zu werfen. Mit 42 Läuferinnen und Läufern, die der Statistiker für 2016 ermitteln konnte, blieb deren Zahl in den letzten Jahren relativ konstant. Geht man davon aus, dass es immer einige gibt, die unentdeckt bleiben oder auch ganz bewusst anonym bleiben möchten, so ist das doch schon eine erkleckliche Zahl von Sportlern, die sich diese Strapaze antun.

Natürlich wird auch immer recht schnell die Frage gestellt: „Wie schnell warst du?“ Dabei sind die Bedingungen bei den Läufen sehr unterschiedlich. Das betrifft das Wetter, das Profil der Strecke oder auch die Untergrundbeschaffenheit der Straßen und Wege, auf denen die 42,195 Kilometer zu bewältigen sind. Außerdem sind natürlich Alter und Geschlecht der Athleten bei der Einordnung der Leistung zu beachten.

Trotzdem spielt die Zeit für die Marathonis neben dem Erlebnis, den ein Marathon an sich schon darstellt – sei es das Bad in der Menge, wie bei den großen Cityevents in Berlin, New York und anderswo oder aber das Naturerlebnis bei einem Lauf mit manchmal nur wenigen Dutzend Teilnehmern – eine nicht unbeträchtliche Rolle. Und gerade die „magischen Marken“ der vollen Stunden sind dabei oftmals das Ziel all der Schinderei im Training und dann natürlich am großen Tag des Wettlaufes selbst.

Wer also als Mann die 3-Stunden-Marke knackt, kann sich schon zu einer „Amateur-Elite“ zählen, die weniger als 5 Prozent aller in Deutschland erfassten Zieleinläufer umfasst. Zu ihnen gehörten wieder Nils Schmiedeberg (Tri Fun Güstrow) mit der Bestzeit von 2:56:56 Stunden, die er in Berlin erreichte, und der inzwischen 57-jährige „Dauer(b)renner“ Frank Schütz vom LSV Güstrow mit 2:59:35 Stunden (Ueckermünde).

24 weitere Marathonis bewältigten die Distanz in Zeiten unter vier Stunden, die für die meisten Läufer das Traumziel ist. Sieben Läufer benötigten zwischen 4 und 5 Stunden und legten so immer noch um die 10 Kilometer in der Stunde zurück.

Diese Leistung lieferten auch die sechs erfassten Damen ab. Schnellste von ihnen war wie schon im Vorjahr Stefanie Gewiese vom SC Laage. Die 34-Jährige kam nach 4:09:18 Stunden ins Ziel des Hamburg-Marathons. Ihre Clubkameradinnen Michaela Gießler (4:26:27 h) und Jana Fischer (4:31:41/beide Berlin) sowie die Tri-Fun-Athletin Cornelia Neumann (4:48:35 h/Darß) waren erstmals erfolgreich auf der Marathonstrecke unterwegs.

Während sich die meisten Läufer auf ein bis zwei Marathons im Jahr beschränken, gibt es auch „Marathonsammler“. Zu ihnen gehört der SCL-er Olaf Schulz-Nieber. Seine Jahresbestzeit von 4:24:29 Stunden stellte er auf der Ostseeinsel Fehmarn auf, daneben absolvierte der Feuerwehrmann aber auch Marathons in Ueckermünde, Hamburg, Lübeck und Rostock.

Den Vogel in dieser Hinsicht aber schießt ganz sicher Arnold Fuchs ab. Seit 2002 ist der promovierte Geologe auf den Marathonstrecken dieser Welt unterwegs. Lief weit jenseits des Polarkreises in Tromsö genauso Marathon wie am Kilimandscharo in Afrika oder unter Tage in einem ehemaligen Salzbergwerk. So um die 50 offizielle Marathons hat Arnold Fuchs in dieser Zeit absolviert. Zählt man die noch „nebenbei“ gelaufenen langen Trainingsstrecken hinzu, wird er inzwischen wohl an die einhundert mal die 42,195 Kilometer bewältigt haben. Was macht solch ein Laufverrückter an seinem 60. Geburtstag? Na klar, er läuft einen Marathon! Bei einem der kleinsten offiziellen Marathons Deutschlands im wendländischen Liepe hatte Fuchs gerade einmal 20 „Konkurrenten“. Trotzdem wird der Lauf, den er nach 4:36:37 Stunden beendete, für ihn unvergesslich bleiben. Begleitete ihn doch auf den letzten Metern seine 12-jährige Enkeltochter Celina über die Ziellinie.

Bekanntlich wird der gute Marathonläufer im Winter gemacht. Der war den Athleten mit seinem Wetter bisher recht freundlich gesinnt. Man darf also gespannt darauf sein, wie die Bilanz für das Marathon-Jahr 2017 aussehen wird.

Die weiteren Marathonläufer(-innen) der Region 2016 in alphabetischer Reihenfolge:

Frauen: N. Fischer (Krakow a. S.) 4:23:51; P. Grobbecker (SC Laage) 4:29:14;
Männer: F. Bauske (LSV Güstrow) 3:27:33, P. Bentzel (Schwaan) 3:47:46, A. Berndt (Tri Fun Güstrow) 3:14:39, L. Bever (LAC Mühl Rosin) 3:28:12, M. Boden (LSV Teterow) 3:23:27, V. Buddenhagen (LRT Bützow) 4:15:59, St. Grobbecker 3:22:43, B. Jänike (beide SCL) 3:16:57, R. Kähler (LSV) 3:15:05, U. Kalinowski (Vietgest) 3:44:13, B. Kienappel (Warnow) 4:50:08, I. Koch (KV Lohmen) 3:57:11, A. Koula 3:57:10, R. Krüger (bd. Tri Fun) 4:40:24, A. Kühn (Teterow) 3:41:34, S. Lindhorst (LSV Teterow) 3:00:15, Dr. Frank Mäß (Tri Fun) 5:05:37, K.-D. Mauck (SCL) 3:56:14, A. Mayer 3:32:05, T. Meier (bd. Tri Fun) 3:56:03, J. Mellenthin (LAC) 4:10:19, F. Pillasch (Tri Fun) 5:14:27, K. Rambow (Bützow) 3:34:38, St. Rambow (Tri Fun) 3:58:24, L. Scholz (LRT) 3:32:49, K. Schwarzenberg (73 Jahre!/LSV) 4:19:20, N.-S. Utke (LSV Teterow) 3:28:22, M. Vietzke (Bützow) 3:44:50, M. v. d. Werth 3:22:28, G. Wehrle (bd. Tri Fun) 6:11:10, M. Wolschon 3:29:15, M. Zabel (bd. LRT) 3:32:09

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