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Güstrow : Leserdiskussion gute Hilfe bei Suche nach Namen für Sporthalle

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lob bekam am Montagabend unsere Zeitung vom Ausschuss für Jugend, Schule, Kultur und Sport der Stadtvertretung Güstrow für die Berichterstattung zum Thema Rückbenennung der Sport- und Kongresshalle in Verbindung mit dem Namen Rudolf Harbig, das auf der Tagung der Stadtvertretung am 13. Februar diskutiert wird. Ausschussvorsitzender Hans-Georg Kleinschmidt (SPD) meinte dann auch, dass die SVZ-Recherche bzw. die zahlreichen Wortmeldungen in unserer Lokalausgabe eine gute Hilfe zur Entscheidungsfindung seien. „Das Problem bzw. das Ansinnen lässt sich daher in jede Richtung schnell beheben“, so Kleinschmidt. Der Ausschussvorsitzende bemerkte für sich, dass ihm, der 1978 nach Güstrow gekommen sei, nur der Name Rudolf-Harbig-Sporthalle in Erinnerung geblieben sei.

Axel Wulff (CDU) verwies auf die Arbeitsgruppe der Güstrower Sportchronisten, die dieses Thema recherchiert hat. Wulff meinte, ohne alle Verwaltungsvorgänge zu kennen, dass es Bürgermeister Hans-Erich Höpner gewesen sei, der die Abnahme des Schriftzuges mit dem Namen Rudolf Harbig an der Halle veranlasst habe. Für Wulff steht fest, dass sich nur der Name Sport- und Kongresshalle am besten für Güstrow vermarkten lasse. Die CDU-Fraktion wolle einen Antrag stellen, in der Halle eine Gedenktafel anzubringen, um an Rudolf Harbig zu erinnern.

Karen Larisch (Die Linke) erklärte, dass sie gegen den Antrag, den ihr Fraktionsvorsitzender Burkhard Bauer gestellt hat, ist. Larisch begründet das mit ihrer Einschätzung über Rudolf Harbigs Rolle, die er während des Zweiten Weltkriegs als Soldat der Wehrmacht spielte. Nach ihrer Kenntnis habe sich Harbig von den Nazis intrumentalisieren lassen. Die Namensgebung für die Güstrower Sport- und Kongresshalle sei daher für sie unzumutbar.

Steffen Geufkes (FDP) Wortmeldung führte zur Empfehlung, die der Ausschuss bei dem Thema abgab (wir berichteten gestern). Der Name Sport- und Kongresshalle soll bleiben, weil er in den vergangenen Jahren als Aushängeschild für Güstrow anerkannt ist. Ein Zusatz mit dem Namen Rudolf Harbig sei jedoch statthaft und in Ordnung, könne aber aus Budgetgründen im Haushalt nicht dazu führen, dass z.B. das Schild an der Halle verändert wird. Geufke folgte ebenfalls der Idee, in der Halle eine Tafel zum Leben Harbigs anzubringen.

Weitere Wortmeldungen bitte an Domstraße 9, 18273 Güstrow, oder per Mail an guestrow@svz.de

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