Faustball : Lebenszeichen im Abstiegskampf

Ulrike Mertens streckt sich nach dem Ball, Diana Freiknecht (l.) beobachtet die Szene.
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Ulrike Mertens streckt sich nach dem Ball, Diana Freiknecht (l.) beobachtet die Szene.

Güstrower Faustball-Frauen und -Männer haben weiterhin die Chance, die 2. Bundesliga zu halten

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29. Juni 2015, 15:06 Uhr

Die Männermannschaft des Güstrower SC 09 bestritt in der 2. Faustball-Bundesliga eine Doppelrunde und spielte dabei sowohl am Sonnabend in Berlin als auch am Sonntag im Güstrower Jahnstadion je einmal gegen den Bredstedter TSV aus Schleswig-Holstein und gegen den VfK 1901 Berlin.

In Berlin stand mit Angabenspezialist Heiko Otto aufgrund personeller Probleme lediglich ein etatmäßiger Angriffsspieler zur Verfügung, so dass Abwehrspieler Tom Dabbert den Rückschlag übernahm. Beide Spiele des GSC wurden aus einer sicheren Abwehr heraus bestritten, doch die Harmlosigkeit im Angriff konnte naturgemäß unter diesen Voraussetzungen nur schwer kompensiert werden. So gingen beide Spiele dann folgerichtig verloren, wobei besonders das 1:3 gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Bredstedt schmerzte. Der Vergleich mit den Berlinern endete deutlicher als es der Spielverlauf vermuten ließ mit 0:3 aus Güstrower Sicht.


Veränderte Vorzeichen im Jahnstadion


Am Sonntag sollten sich dann auf heimischem Platz die Vorzeichen ändern. Mit Marco Schröder, Dennis Mohns und Philipp Nawroth standen im Gegensatz zum Vortag zwei weitere Angreifer und der Mannschaftskapitän wieder zur Verfügung, so dass ein Punktgewinn wesentlich wahrscheinlicher wurde. Gegen Bredstedt fand der GSC dennoch bei schwierigen Windverhältnissen nur langsam ins Spiel. Heiko Otto konnte seine stabile Leistung vom Vortag in der Angabe nicht halten und somit bekam Bredstedt kaum Probleme im Spielaufbau. Nach dem knappen Satzverlust (9:11) stellte der GSC um und Marco Schröder sollte für mehr Ruhe im Spiel sorgen. Dies fruchtete direkt und die Güstrower dominierten das Geschehen von nun an. Mit 11:4 und 11:9 wurden die folgenden Durchgänge durch starke Abwehraktionen und zielstrebige Angriffe gewonnen. Bis zum Spielstand von 8:8 konnte der GSC diese kompakte Mannschaftsleistung halten, bis die Bredstedter im Anschluss an eine Auszeit von drei Eigenfehlern der Gastgeber profitierten und der Entscheidungssatz schließlich den Sieger ermitteln sollte. Der GSC startete mit einem Kabinettstückchen von Marco Schröder an der Leine furios und nahm diesen Schwung mit durch den ganzen letzten Durchgang. Auf der vorgezogenen Mitte konnten nun einige Angriffe des Gegners entschärft und zu eigenen Punkten umgesetzt werden, so dass es schließlich Dennis Mohns vorbehalten war, den Matchball mit einer langen Angabe zu versenken.

Nach diesen wichtigen Punkten im Abstiegskampf stellte der GSC gegen die Berliner um, was sich schnell als Fehler herausstellte. Nach einigen Minuten war der erste Satz bereits mit 3:11 verloren und der GSC begab sich wieder in die zuvor siegreiche Formation. Der VfK präsentierte sich jedoch sehr ballsicher, so dass auch die folgenden Durchgänge trotz engagierter Leistung und tollen Aktionen von den Güstrowern nicht siegreich gestaltet wurden. Das Spiel endete mit 0:3 für die Hauptstädter, die damit vorläufig Tabellenführer sind.

Für den Güstrower SC gilt es nun, am nächsten Spieltag am 18. Juli in Berlin nochmals mindestens 2 Punkte einzufahren, um den Klassenerhalt dann am letzten Spieltag zu Hause in eigener Hand zu haben. In der derzeitigen Form ist das durchaus zu schaffen, das Team präsentiert sich kampfstark und ist gegen Mannschaften abseits der Tabellenspitze siegfähig.


GSC-Frauen geben Rote Laterne ab


Am 5. Spieltag hatten die Faustballerinnen des GSC 09 in der 2. Liga Heimrecht. Mit dem TSV Bardowick und auch mit Stern Kaulsdorf waren aber zwei Mannschaften zu Gast, für die es noch um den Aufstieg in die 1. Liga geht.

Nach dem Düdenbüttel im ersten Spiel Kaulsdorf keine Chance gelassen hatte, wurde Spiel Nummer 2 eine wesentlich engere Angelegenheit. Die Güstrowerinnen wehrten sich gegen Bardowick mit großem Kampfgeist und auch mit beachtlicher Angriffswirkung. In allen drei Sätzen spielten die GSC-Damen absolut auf Augenhöhe gegen den Staffelersten. Keiner Mannschaft gelang es, frühzeitig eine Vorentscheidung zu erzwingen. Die Entscheidung fiel immer in den Schlussphasen der Sätze. Der Unterschied: Aus einem 10:10 im ersten Satz, aus einem 11:10 und 12:11 im zweiten Satz und aus einem 9:8 im dritten Satz wurde schließlich nur ein 0:3 (10:12, 12:14, 9:11), weil die entscheidenden Punkte Bardowick zugeschrieben werden mussten, ohne dass die Niedersachsen dafür etwas getan hätten. Es waren alle samt Güstrower Fehler.

Das wurde im zweiten Spiel des GSC dann anders. Allerdings gab es im ersten Satz gegen Kaulsdorf doch wieder die bekannten Mängel in dieser Feldsaison: unnötige Eigenfehler. Aber im zweiten Satz nahm der GSC den Kampf auf und stemmte sich gegen die Niederlage. Vornehmlich Ulrike Martens und Kathleen Keinert in der Abwehr brachten viele Berliner Angriffe ins Spiel zurück und im Angriff sorgte Diana Freiknecht für viel Wirkung. Aber nach dem 11:11 unterliefen dem GSC wie im ersten Spiel wieder zwei Fehler, was das 2:0 für Kaulsdorf bedeutete. Dennoch, die Güstrowerinnen gaben nicht nach. Der dritte Satz wurde hart umkämpft. Am Ende hatte der GSC und Kaulsdorf je dreimal Satzball. Das 15:14 fiel dann etwas glücklich für den GSC. Der nutzte den Schwung gleich für den vierten Satz und gewann diesen recht klar mit 11:6. Wie in vielen Spielen zwischen Kaulsdorf und Güstrow zuvor musste auch diesmal der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Bis zum 5:6 blieb diesmal alles offen. Dann unterliefen dem Güstrower Angriff gleich drei Fehler nacheinander und damit war der eigene Siegeswille gebrochen. Nach 1:45 Stunden gewann Kaulsdorf das Spiel mit 3:2 (11:7, 13:11, 14:15, 6:11, 11:6).

Immerhin konnte der GSC zwei Sätze gewinnen, die reichten, um die Rote Laterne abzugeben und den Abstiegsplatz zu verlassen. In jedem Falle fällt die Entscheidung über den Klassenerhalt nun am letzten Spieltag in Hagenah in den Vergleichen der drei letzten Mannschaften untereinander.

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