Fussball-Landesliga : Laage bleibt Landesligastadt

Laages Schlussmann Christof Steinberg beendet seine sportliche Laufbahn.
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Laages Schlussmann Christof Steinberg beendet seine sportliche Laufbahn.

Fußball-Landesliga: Laager SV schaut auf eine sehr holperige Saison 2013/14 zurück

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10. Juli 2014, 06:00 Uhr

Eine Saison zum Vergessen mit einem geglückten Nichtabstieg ist das Fazit bei Landesligist Laager SV. Wichtigste Erkenntnis: Laage bleibt eine Landesligastadt. Die Saison 2013/14 begann schon etwas holperig. Gegen den FSV Kühlungsborn schied das Team des Trainergespanns Pieper/Jacob zum Auftakt im Landespokal mit 2:4 emotions- und kampflos aus. Das war aber auch ein Wachrüttler für die Punktspiele.

Es folgten drei sehr unterhaltsame Partien gegen den Bölkower SV (1:1), den TSV Graal-Müritz, den man mit 8:0 überrannte, und das zweite Kreisderby gegen den Güstrower SC. Da zog der LSV jedoch mit 1:2 den Kürzeren – wenn auch unverdient. Nach diesem emotionalen Spiel riss jedoch die Spiellust bei den Laagern. Drei Niederlagen und zwei trostlose Unentschieden waren die Bilanz aus den nächsten fünf Spielen, was die Laager zum ersten Mal in den Abstiegsstrudel schleuderte. Das aber brachte die Laager erneut zur Vernunft, sich auf das Läuferische und Kämpferische zu konzentrieren. Gegen Bützow und Neukloster erspielte man sich ungewohnt spielfreudig zwei erleichternde Siege gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt. Die letzten drei Spiele brachten zum Ende der Hinrunde jedoch wieder nur einen mickrigen Punkt ein. Tiefpunkt war dann der „krönende“ Abschluss einer Hinrunde die man in Laage schnell vergessen wollte: Ein 1:10 gegen das spielerisch, läuferisch, taktisch und kämpferisch überlegenen FC Förderkader René Schneider.


Im Winter Topp-Verstärkung


Zum Jahresbeginn ging eine freudige Nachricht beim Laager SV ein. Da bahnte sich nämlich eine spektakuläre Verpflichtung an: Jan Topp, zuvor als Oberligakicker beim FC Anker Wismar aktiv, kam an die Recknitz. Wie wichtig er für das Team wird, stellte er schon im ersten Rückrundenspiel unter Beweis. Er erzielte gegen den Bölkower SV sogleich das 1:0. Doch auch hier offenbarte die Mannschaft wieder einmal Undiszipliniertheiten. Christian Klein z.B. ließ sich zu einer Unsportlichkeit hinreißen. Nach vier Spielen Sperre setzte aber auch ein Umdenken beim Spieler ein, wie man sehen konnte. Doch war der Beginn der Rückrunde augenscheinlich ein Ebenbild der Hinrunde: Auf drei gute Spiele folgten etliche Niederlagen. Höhepunkt der Rückrunde war sicherlich das Heimspiel gegen den GSC. Vor über 250 Zuschauern schwebte ein Hauch von Derby á la Dortmund/Schalke, Real Madrid/Barcelona oder Inter/Milan über der Recknitz-Kampfbahn. LSV-Chef Andreas Knoch: „Die Spieler haben endlich mal wieder den Geist früherer Derbys nach Laage gebracht“. Wie schon beschrieben, folgten danach jedoch wieder Niederlagen gegen Kühlungsborn (0:5), Binz (0:1) und Ribnitz-Damgarten (0:2), wobei speziell die Ribnitzer wohl selbst nicht wussten, auf welche Weise sie gewonnen hatten – nach einem Chancenverhältnis von 2:10 für die Laager. Das Trostpflaster folgte am nächsten Spieltag mit einem 4:0-Sieg gegen Hafen Rostock. Der Klassenerhalt lag in greifbarer Nähe und war nach dem Spiel beim SV Prohner Wiek zwei Wochen später doch so weit weg, wie die gefühlte Anfahrt in den weit entfernten Spielort Prohn. Jetzt mussten Siege her – so die nachvollziehbare Marschroute von Andreas Pieper und Mirko Jacob. Gesagt getan, und die Mitkonkurrenten wurden mit 4:0 (Neukloster), 3:2 (Bergen) und 2:0 (Trinwillershagen) weggeputzt. Klassenerhalt geschafft! Blieb nur die Frage: Warum nicht über die gesamte Saison so? Spielwitz, Kampf und Leidenschaft – mit diesen Attributen stellte der Laager SV sogar das aufstrebende geförderte Team aus Rostock vor eine zumindest in der 1. Halbzeit kniffligen Aufgabe. Mit einer „Rumpftruppe“ unterlag der LSV letztlich mit 0:5 und verabschiedete sich in die Sommerpause.


Trainerduo und Spieler wechseln


In Anbetracht etlicher personeller Veränderungen beim Laager SV steht jetzt eine ausgesprochen spannende Saison bevor. Zum einen werden beide Trainer aus privaten Gründen vom Traineramt zurücktreten. Zudem werden der langjährige Torwart Christof Steinberg (Karriereende) und Christian Zinke (Wechsel zum SC Eilbek/Hamburg) den Verein verlassen. Auch Jens Beu, Christian Krause und Paul Gottschling werden die Töppen nicht mehr für den Laager Fußball schnüren.

Die Trainerfrage hat der Laager SV schon intern geklärt: Andreas Knoch und Heiko Seeger werden das Amt ausfüllen. Auch sollen noch zwei bis drei Spieler zum Team stoßen.

Trainingsauftakt ist in Laage am 14. und 18. Juli. Schon die Vorbereitung sollte aus Laager Sicht spannend werden. Am 26. Juli um 14 Uhr geht es Zuhause gegen die TSG Warin. Am 2. August veranstaltet der Laager SV ein Vorbereitungsturnier mit jeweils vier Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern sowie aus Berlin und Brandenburg, den Recknitz-Cup. Kurz vor Saisonstart, am 10. August , teste der LSV beim PSV Rostock.




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