2. Faustball-Bundesliga : Klassenverbleib weiterhin offen

2. Faustball-Bundesliga: Güstrower Männer kassieren zwei weitere Niederlagen / Frauenteam feiert ersten Saisonsieg

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08. Dezember 2014, 12:08 Uhr

Am fünften Spieltag der 2. Faustball-Bundesliga blieben die erhofften Punktgewinne für die GSC-Männer auch unter Heimspielbedingungen aus.

Insbesondere die Niederlage gegen Kellinghusen ist mehr als ärgerlich, denn die Schleswig-Holsteiner traten nur stark ersatzgeschwächt in Güstrow an. Gegen diese Mannschaft hätte der GSC nie und nimmer verlieren dürfen. Doch die Güstrower verstolperten ihre guten Möglichkeiten und verteilten reichlich Weihnachtsgeschenke.

Immerhin kam der GSC in den ersten Satz gut hinein, führte schließlich 9:5. Ohne jede gegnerische Leistung machten dann die Güstrower aus diesen guten Voraussetzungen ein 10:11, hielten den Satz dann zwar noch bis zum 14:14 offen, um dann aber aus einer günstigen Angriffsposition den entscheidenden Fehler zu machen. Nach dem zweiten Satz (11:5 für Güstrow) sorgte der GSC mit schwachen Annahmen und vielen schlechten Zuspielen für zwei unverständliche Satzverluste (7:11 und 8:11). Dabei erzielte Kellinghusen pro Satz höchstens zwei oder drei Punkte. Der Rest waren Güstrower Fehler.

Wie harmlos Kellinghusen an diesem Spieltag wirklich war, zeigte sich dann im Spiel gegen Bademeusel, das Kellinghusen glatt mit 0:3 (4:11, 6:11, 4:11) verlor.

Im dritten Spiel waren die Rollen klar verteilt. Bademeusel war hoher Favorit. Satz eins machte das dann auch sehr deutlich. Beim 4:11 hatte der GSC keine Chance. Vor allem die beiden guten Angreifer der Lausitzer stellten den GSC vor große Probleme. Das änderte sich im zweiten Satz, weil Güstrow befreiter aufspielte und resoluter die eigenen Chancen suchte. Aber mehr als für ein 6:11 reichte es nicht. Für den dritten Satz stellte der GSC noch einmal um. Marco Schröder im Hauptschlag fand mit seiner Spielübersicht auch Lücken bei Bademeusel. Und Dennis Mohns sorgte mit seinen Angaben für weitere Güstrower Punkte. Beim 12:11 gab es sogar einen Satzball für Güstrow. Bezeichnend aber für die Tagesleistung waren dann doch wieder die letzten Punkte. Mit zwei Eigenfehlern beendete der GSC den Satz und damit auch das Spiel für Bademeusel (12:14).

Damit sind die Aussichten für den GSC, die zweite Liga noch zu halten, wieder geringer geworden. Zum Glück verloren auch die anderen Abstiegskandidaten. Aber schwer wird es in jedem Fall.

Zu ihrem dritten Spieltag der 2. Faustball-Bundesliga reisten die Damen des Güstrower SC I nach Bad Bramstedt. Der TSV Wiemersdorf richtet dort seinen Heimspieltag aus. Die Güstrowerinnen hatten es aber von den Ansetzungen her nur mit dem VfL Kellinghusen II und dem VfK Berlin zu tun.

Trotz personeller Probleme brachten die Güstrowerinnen eine gute Qualität auf den Platz. Das bekam im ersten Spiel der VfL Kellinghusen zu spüren. Ehe er überhaupt im Spiel war, stand es im ersten Satz 7:0 für den GSC, denn auf Güstrower Seite klappte bis dahin alles. Und ohne größere Schwierigkeiten brachte Güstrow die Sätze durch.


Dem Favoriten Paroli geboten


Nur im zweiten Satz wurde es nach einem 9:3 noch einmal ein wenig eng, weil Güstrow ein paar Schwierigkeiten mit Kurzbällen bekam. Aber gefährdet war das 3:0 (11:2, 11:8, 11:6) in keiner Weise.

Damit erkämpfte der GSC seine ersten beiden Punkte der Saison, was Mut machte, um den haushohen Staffelfavoriten aus Berlin anzugreifen. Und wie die Mannschaft das umsetzte, war bemerkenswert. Es entwickelte sich das bisher beste Spiel der Hallensaison. Beide Mannschaften griffen flexibel an. Viele schwierige Kurzbälle waren auf beiden Seiten abzuwehren. Aber auch lange Schläge auf die Grundlinie waren zu sehen. Güstrow ging im ersten Satz 8:4 in Führung, musste aber noch ein wenig zittern, um ihn schließlich mit 13:11 durchzubringen. Der VfK drehte im zweiten Satz (11:8) den Spieß um. Güstrow ließ nicht locker und spielte einen hervorragenden dritten Satz. Die beiden Angreiferinnen Diana Freiknecht und Alina Renk spielten weiterhin diszipliniert und sammelten Punkt um Punkt. Die Abwehr an der Grundlinie wehrte nahezu alle Bälle ab, wobei Debütantin Maxi Müller mit ihrem riesigen Aktionsradius und starkem Einsatz noch besonders auffiel. Der GSC ging nach diesem 11:4 mit 2:1 in Führung. Die Sieg-Hoffnung bekam im vierten Satz allerdings einen Dämpfer, weil der VfK deutlich zulegte und sehr konzentriert spielte. Güstrow kam kaum zu Chancen. Das änderte sich dann im Entscheidungssatz noch einmal: Beim Stand von 6:5 wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt und alles war damit offen. Dann folgten drei sehr lange Ballwechsel mit tollen Aktionen von beiden Mannschaften. Ärgerlich aus Güstrower Sicht, dass diese Ballwechsel am Ende immer den Punkt für den VfK brachten. Das war dann die Entscheidung zum letztlich verdienten 3:2 (13:11, 8:11, 11:4, 8:11, 6:11) für Berlin. Aber der GSC hatte sich teuer verkauft.


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