Handball-Landespokal : Kaputtes Tor sorgt für Abbruch

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Handball-Landespokal, Männer: Viertelfinal-Duell zwischen dem SV Warnemünde und Güstrower HV endete in der 22. Spielminute

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18. Februar 2019, 05:00 Uhr

Das hat es in Mecklenburg-Vorpommern beim Handball noch nicht gegeben: Im Viertelfinal-Spiel des Güstrower HV beim SV Warnemünde verweigerte das Torgestänge ab der 22. Minute seinen Dienst, sodass das Pokal-Duell erst unter- und dann aus sicherheitstechnischen Gründen abgebrochen werden musste. Auslöser war der Treffer zum 7:8 aus Warnemünder Sicht durch Arne Reister. Dabei brach die hintere Halterung des Tores. Alle Bemühungen, das Gehäuse wieder zu „flicken“, schlugen fehl. Ein Ersatztor war auf die Schnelle auch nicht aufzutreiben. „Wir haben uns dafür entschieden, nicht weiterzuspielen. Warnemünde wollte das zwar unbedingt, doch wenn dann noch was passiert wäre, wäre das umso schlimmer gewesen“, erklärt Güstrows Torhüter Oliver Mayer. Übrigens: In dieser Woche sollen die neuen Tore für die Sporthalle am Gerüstbauring kommen, die schon bestellt waren. Als ob man es geahnt hätte. „Bis dahin ist die Halle für den Spielbetrieb nicht mehr zugelassen“, erklärt Thomas Schweder, verantwortlich für den Spielbetrieb des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV).

Bis dato waren die Gäste auf einem guten Weg, das Spiel sportlich für sich zu entscheiden. Es war zwar das erwartete Spiel auf Augenhöhe, doch die Güstrower ließen aus dem Spiel heraus kaum etwas zu. Vier der sieben SVW-Treffer waren Siebenmeter, bis das Tor von Reister dem Spiel ein vorzeitiges Ende setzte. „Schade, dass das Spiel nicht normal zu Ende gegangen ist. Das ist auch nicht das, was wir wollten. Aber auch für die Schiedsrichter stand die Sicherheit im Vordergrund. Man hätte dann mit einem unguten Gefühl weitergespielt“, sagt Oliver Mayer. Dem musste sich dann auch der SV Warnemünde beugen. Wie das Spiel nun gewertet oder ob es wiederholt wird, entscheidet nun der HVMV. „Beide Vereine sind aber erst einmal in der Pflicht, einen neuen Termin zu finden“, erklärt Schweder. Und da liegt schon das Problem. Die Wochenenden bis zum Final-Four am 7. April in Güstrow sind mit Punktspielen belegt. „Ein Doppelspieltag kommt für uns nicht in Frage. Für die Ziele, die wir haben, wäre die Belastung zu hoch“, sagt Oliver Mayer. Immerhin fällt mit Alex Wirt (Meniskus) schon ein Leistungsträger verletzungsbedingt bis zum Saisonende aus. Ein Spiel unter der Woche wäre für den SV Warnemünde schwierig, weil er dann nicht alle Mann an Bord hätte. „Eine Entscheidung am grünen Tisch wäre für uns auch nicht das, was wir wollen“, sagt Mayer. Thomas Schweder hat den Teams daher schon einen Vorschlag unterbreitet. „Das Punktspiel der beiden Mannschaften am 16. März könnte als Pokalspiel stattfinden. Das Ligaspiel dann zu einem späteren Zeitpunkt ausgetragen werden. Dafür haben wir noch einen Ersatzspieltag in der Hinterhand“, erklärt der 50-Jährige. Dafür würden sogar die Statuten außer Kraft gesetzt. „Normalerweise muss ein ausgefallenes Pokalspiel innerhalb von 14 Tagen nachgeholt werden. Doch in diesem Falle war es höhere Gewalt“, sagt Schweder. Die Entscheidung, das Spiel abzubrechen, hält er für vollkommen richtig: „Die Verantwortung kann doch keiner übernehmen, wenn da etwas passiert. Die Stabilität des Tores war doch gar nicht mehr gegeben.“

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