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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 23:24 Uhr

Handball : Jubel pur nach spannendem Krimi

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Handball-Bezirksliga: Güstrower HV III schlägt die SG Handball Schwerin in allerletzter Sekunde mit 30:29 (15:19)

Was für ein Krimi in der Sporthalle Kessiner Straße: Im Bezirksliga-Duell zwischen der dritten Handball-Männermannschaft des Güstrower HV und der SG Handball Schwerin war die Spielzeit schon abgelaufen, als Thilo Severin einen Freiwurf durch die Mauer ins Tor warf und den Güstrowern somit einen glücklichen 30:29-Heimerfolg bescherte.

Die Partie begann recht ausgeglichen. Nur die Torausbeute ließ auf GHV-Seite etwas zu Wünschen übrig. Da es diesbezüglich bei den Gästen effektiver verlief, ging die SG früh in Führung. Der GHV mühte sich redlich, schaffte es aber in der ersten Spielhälfte nicht, druckvoll und gefährlich vor dem Gästetor zu agieren. Zu viele Angriffe verliefen im Nichts. Als Boche in der 16. Spielminute nach einem Torwurf unglücklich landete und sich den Knöchel ausrenkte, gab es eine Schockstarre. Da konnten nur noch die herbei gerufenen Rettungssanitäter helfen und ihn ins Krankenhaus transportieren. Mit einem Rückstand von vier Toren (15:19) ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel war keine große Änderung im Spielverhalten der Gastgeber zu erkennen. Tore, die erzielt wurden, waren mehr Zufallstreffer, als zielgenaue Abschlüsse. Der GHV versuchte, durch Schnelligkeit die Oberhand zu bekommen, aber die überwiegend jungen Schweriner konterten. Doch so langsam schlichen sich die Gastgeber heran. Maßgebend hierfür war Torwart Michael Tessenow, der nicht nur den einen oder anderen Ball parierte, sondern auch seine Abwehr lautstark organisierte. Trotzdem war es einfach zum Haare raufen, zuzusehen, wie der GHV seine Chancen leichtsinnig vergab. Die Güstrower hätten längst das Blatt wenden können, aber sie vermochten es einfach nicht. Eine Minute vor Spielende schafften sie wenigstens den Ausgleich. Im Gegenzug parierte Tessenow erneut. Der letzte Güstrower Angriff endete mit einem Freiwurf, die Spielzeit war abgelaufen. Schwerin postierte seine größten Spieler als Mauer vor Severin, der trotzdem eine Lücke fand und den Ball zum 30:29 versenkte. Danach war von Severin nichts mehr zu sehen, seine jubelnden Mannschaftskameraden begruben ihn im Freudentaumel unter sich.

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