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Segeln : Internationale Segelgäste erwartet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wassersport-Verein-Güstrow bittet am kommenden Wochenende zur 14. Auflage des „Nebelbeils“ und zur 7. Auflage der „Nebelwelle“

Die Segelsaison neigt sich dem Ende. Schon am übernächsten Wochenende findet das traditionelle Absegeln statt, doch den Abschluss der Segelsaison auf dem Güstrower Inselsee werden noch einmal zwei hochrangige Regatten bilden: Unter der Regie des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 (WVG) finden die 14. Auflage des „Nebelbeils“ der Klasse Pirat und die 7. Auflage der „Nebelwelle“ der olympischen Finn-Dinghys statt.

Wenige Tage vor dem ersten Startschuss stehen 21 Meldungen bei den Piraten und acht Meldungen bei den Finn-Dinghys zu Buche. Die eine oder andere Crew ist noch unentschlossen. Insgesamt werden bis zu 60 Segler nach Güstrow kommen. „In beiden Klassen sind die Meldezahlen sehr ordentlich. Die Saison war lang. Die Piraten haben die Europameisterschaft im September gerade hinter sich und die Finn-Dinghys eine Saison mit Europameisterschaft und World Cup. Wir wissen, wie anstrengend das ist und das auch Zeit für Familien bleiben muss“, erklärt der WVG-Vorsitzende Peter Anders.

Dennoch lässt es sich der frisch gebackene Deutsche Vizemeister und Masterseuropameister, André Budzien, vom Schweriner Yachtclub e. V. nicht nehmen, in Güstrow zu starten. „Eine Stunde von der Heimat entfernt ist diese Regatta von einem besonderen Flair geprägt. Ich komme gerne her“, erzählt Budzien, der auch Rekordsieger der Nebelwelle ist, die seit 2011 auf dem Güstrower Inselsee ausgetragen wird und die die Finn-WM-Revanche ersetzt hat. Auch wenn André Budzien als Favorit an den Start geht, wollen ihm Erik Schmidt (Sternberg) und Altmeister Carsten Niehusen (Schwerin), der das Segeln in Güstrow erlernte, das Leben so schwer wie möglich machen. Zudem wird mit Jochen Bülow (Rostock), Vater von Ex-Hansaprofi Kai Bülow, zu rechnen sein.

Bei den Piraten winkt eine kleine Meisterschaft der Meister: Mit Bernd Höft/Burkhard Rieck (Rostock) werden die amtierenden Deutschen Meister erwartet. Die nunmehr fünffachen nationalen Titelträger gehören gemeinsam mit Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow), Deutsche Meister der Jahre 2014 und 2015, zu den Topfavoriten. Die Teterower lagen bei den Deutschen Meisterschaften nur einen Punkt hinter Höft/Rieck und wurden Vizemeister. Bei Abwesenheit der Rostocker gewannen sie zudem EM-Bronze in Röbel/Müritz.
Neben Höft/Rieck und Pingel-Heldt/Heldt, Nebelbeilsieger von 2015 und 2016, wird vor allem mit Peter Merten (Schwerin) und Jörgen Mohns (WVG) zu rechnen sein, die im letzten Jahr punktgleich Platz zwei belegten. Aber auch Gunter Edinger/Oliver Bajon (Berlin) und Benjamin Schnepf/Fabian Jäckel (Teterow) werden in vorderer Platzierung erwartet. Ein echter Insidertipp sind die Berliner Donald und Phyllis Lippert. In der O-Jolle gewann Donald Lippert in diesem Jahr zum vierten Mal die Europameisterschaft.

Die Güstrower Hoffnungen ruhen auf den amtierenden Österreichischen Staatsmeistern Peter Anders/Peter Bark (beide WVG), die gerade beim 68. Holsteiner Ausklang in Eutin Platz zwei belegten. Aber auch Jens Bauditz und Susanne Thiel (beide WVG) werden Siegchancen eingeräumt. „Die Saison war durchwachsen. Beim Nebelbeil 2015 waren wir schon mal Zweiter. Jetzt greifen wir wieder vorne an“, so Jens Bauditz. Mit Andreas Ebel/Martin Schlichting (beide WVG) startet eine hoffnungsvolle Crew nun erstmals gemeinsam für den WVG, die dabei ist, ihre erste Saison im Pirat abzuschließen und die liest sich ganz ordentlich: Platz 14 bei den Deutschen Meisterschaften und Platz 19 bei der Europameisterschaft stehen zu Buche. Mit Magnus Hillenberg/Johannes Hain (WVG/Einheit Güstrow) und Marko Monegel/Ludger Jacobs (Teterow/WVG) sind zudem weitere vielversprechende Segler des Landkreises am Start. Auch Magnus Hillenberg (Platz 13 mit Ulf Lorenz) und Jens Bauditz/Susanne Thiel (Platz 21) sind die Europameisterschaft gesegelt.

„Aus vier verschiedenen Bundesländern werden Segler nach Güstrow kommen, um hier ein Wochenende im Herbst zu segeln. Das macht uns sehr stolz. Wir bemühen uns, gute Gastgeber zu sein“, so Peter Anders (WVG). Doch die weiteste Anreise haben internationale Gäste. Offenbar auf den Geschmack gekommen, in Mecklenburg zu segeln, ist das tschechische Team Zdeněk Rychtr und Pavel Moucha vom Yachtclub Doksy, Bronzemedaillengewinner bei der diesjährigen Tschechischen Staatsmeisterschaft. Nach der Europameisterschaft auf der Müritz, die sie als zweitbestes tschechisches Team im Mittelfeld beendeten, werden die beiden erneut rund 600 Kilometer fahren, um nun in Güstrow zu segeln. „Es ist für uns eine Ehre, wenn wir internationale Gäste begrüßen dürfen“, freut sich Peter Anders (WVG). Deshalb wird auch die tschechische Nationalflagge am Wochenende am Fahnenmast des WVG wehen. Sowohl bei den Finn-Dinghys als auch bei den Piraten sind fünf Wettfahrten am Sonnabend und Sonntag geplant, die von Andreas Möller (WVG) geleitet werden.





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