zur Navigation springen

Fussball : Histörchen ausgekramt und gekickt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ehemalige und aktuelle Güstrower Fußballer spielten zum sechsten Mal beim Gänsebratencup

Zum 6. Güstrower Gänsebraten-Cup trafen sich wieder zahlreiche aktuelle und ehemalige Fußballer, die die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester schon traditionell für einen lockeren Kick und netten Gesprächen unter alten Weggefährten nutzen. Gelost wurden die Teams erst unmittelbar vor Turnierbeginn, sodass sich sechs etwa gleichstarke Teams ein Stelldichein in der Kessinerstraße gaben.

„Die Idee kam vor sieben Jahren von Christoph Thurau, André Schubert und Maik Hempel: ehemalige Kicker von Dynamo, PSV oder VfL, die im Jugend- oder Herrenbereich in Güstrow kickten, zusammenzubringen. In dieser Zeit sind eh’ viele in der Heimat, sodass sich der Temin kurz nach den Weihnachtsfeiertagen förmlich anbot“, sagt Mitorganisator Jens Schweder. Angefangen bei etwa 25 Kickern, zeigten bei der 6. Auflage immerhin schon 48 Fußballer, was noch in ihnen steckt. Neben einigen Aktiven der GSC-Landesliga-Elf wie Tobias Schollmaier oder Sebastian Koß, zog es einige Ehemalige in die Kessinerstraße, die wesentlich mehr Anfahrtskilometer in die Barlachstadt hinter sich hatten. „Tim Schumacher kommt aus Hamburg, Stefan Jabs aus Lüneburg, Michael Otto aus Berlin oder Stefan Hoffmann aus Ingolstadt“, nennt Jens Schweder einige Beispiele.

Den Vogel in puncto Anreiseweg „abgeschossen“ hat jedoch eindeutig Holger Gau, der im Jugendbereich erst für Dynamo kickte und später zu jener VfL-A-Jugend gehörte, die in die Regionalliga aufstieg. Mittlerweile im 750 Kilometer entfernten München lebend, war es für den 37-Jährigen jedoch selbstverständlich, den Urlaub in der Heimat noch um ein paar Tage zu verlängern. „Zahlreiche Verwandte leben noch in Güstrow, sodass sich der Weihnachtsbesuch wunderbar mit dem Fußball verbinden ließ. Freunde treffen, Spaß haben und leicht und locker kicken – das verbinde ich mit diesem kleinen Turnier“, sagt Holger Gau, der erst einer Auflage des Gänsebraten-Cups fern blieb.

Ins Bild passte da auch die Geste von Horst Kurrasch, der im heimischen Archiv gekramt hatte und seinem ehemaligen Schützling Sandro Krywizniak, mit 41 Jahren der älteste Teilnehmer, ein Mannschaftsfoto aus Kindertagen überreichte. „Das muss so Ende der 1970er- bzw. Anfang der 1980er Jahre in der Altersklasse 9/10 gewesen sein“, mutmaßt Sandro Krywizniak beim Anblick des alten Schwarz-weiß-Fotos, das ihn gemeinsam mit Trainer Horst Kurrasch und seinen Mannschaftskollegen zeigt.

„Am Ende sind es doch diese Geschichte am Rande und eben das Wiedersehen alter Weggefährten, was beim Gänsebraten-Cup im Vordergrund steht“, unterstreicht Jens Schweder. Der Überschuss des kleinen Teilnehmergeldes für Hallengebühr und Getränke kommt zudem dem Fußballnachwuchs des Güstrower SC zu Gute.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen