Fußball-Landespokal : Hansa löst die Pflichtaufgabe

Besorgt in dieser Szene die frühe Hansa-Führung in Güstrow: Pascal Breier (l.) hält nach einer flachen Hereingabe von Mirnes Pepic die linke Innenseite hin und gibt dem Ball damit die entscheidende Richtung zum Tor. GSC-Kicker Sven Bildhauer (r.) und Paul Mazarin (Mitte) können es nicht verhindern.
Besorgt in dieser Szene die frühe Hansa-Führung in Güstrow: Pascal Breier (l.) hält nach einer flachen Hereingabe von Mirnes Pepic die linke Innenseite hin und gibt dem Ball damit die entscheidende Richtung zum Tor. GSC-Kicker Sven Bildhauer (r.) und Paul Mazarin (Mitte) können es nicht verhindern.

Lübzer Pils-Cup, 3. Runde: Fußball-Verbandsligist Güstrower SC verliert gegen den Drittligisten FC Hansa Rostock mit 0:6 (0:3)

Kopf Robert Grabowski.JPG von
14. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Und täglich grüßt das Murmeltier: Fußball-Verbandsligist Güstrower SC ist zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren gegen den FC Hansa Rostock im Lübzer Pils-Cup ausgeschieden. Der Drittligist setzte sich diesmal in Runde 3 des Pokal-Wettbewerbes bei den Barlachstädtern mit 6:0 (3:0) durch.

Güstrows Trainer Holger Scherz ließ in der letzten Defensivreihe mit einer Fünferkette agieren, um nicht nur das Zentrum zu stärken, sondern auch auf den Flügeln mehr Zugriff zu bekommen. Der Schlachtplan war aber schon nach fünf Minuten über den Haufen geworfen, als Mirnes Pepic von der rechten Angriffsseite in die Mitte zu Pascal Breier passte, der dann nur noch die linke Innenseite hinhielt – 0:1. Dem FC Hansa tat dieser frühe Brustlöser sichtlich gut, er ließ den Ball auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz im Jahnstadion trotzdem recht passabel laufen. Die GSC-Kicker liefen deshalb oftmals nur hinterher, was auf dem tiefen Geläuf enorm Kraft kostete. Einen Schritt zu spät kam dann Sven Bildhauer in der zwölften Minute im eigenen Strafraum – Elfmeter. Ahlschwede versenkte das Leder platziert im rechten Torwarteck zum 0:2. GSC-Schlussmann Florian Kirsch hatte die Ecke zwar geahnt, kam aber nicht mehr an den Ball. Der Torschütze war auch am dritten Rostocker Treffer beteiligt, als er von der rechten Seite Pascal Breier bediente, der keine Mühe hatte einzuschieben (19.). Erst in der letzten Viertelstunde vor der Pause wurden die Güstrower plötzlich etwas mutiger und kamen durch Sava-André Mihajlovic zu einer guten Torchance. Der Angreifer scheiterte aber an Alexander Sebald im Rostocker Tor. So blieb es zur Pause beim 0:3.

Für den GSC ging es im zweiten Durchgang dann nur noch um Schadensbegrenzung. Bei Hansa blieb Doppeltorschütze Breier in der Kabine, ihn ersetzte Elsamed Ramaj. Der GSC verteidigte weiterhin aufopferungsvoll, auch wenn das Spielgerät nach Ballgewinn meistens schnell wieder weg war. Hansa blieb seiner Linie treu und sorgte immer wieder über die Flügel für Gefahr. In der 62. Minute stand dann Joker Ramaj goldrichtig und schloss mit Links ins kurze Ecke ab – 0:4. Der einzige Treffer, den die Gäste nicht über Außen herausspielten, war das 0:5 durch Marco Königs. Der Stürmer nahm aus zentraler Position 18 Meter vor dem Tor Maß und ließ dabei Florian Kirsch das Nachsehen (66.). Für ein Raunen im weiten Rund des Jahnstadions, das offiziell 1200 Zuschauer füllten, sorgte Königs in der 75. Minute, in dem er eine flache Hereingabe von der rechten Seite per Hacke zum 0:6 vollendete. Die letzte Viertelstunde überstanden die Gastgeber dann schadlos, wobei sie im zweiten Durchgang sogar einen eigenen Treffer verdient hatten. Zweimal Sava-André Mihajlovic sowie einmal Enrico Karg vergaben aber die besten Gelegenheit auf den Güstrower Ehrentreffer.


Güstrower Trainer lobt sein Team

„Ich glaube, dass wir uns nicht hätten beschweren dürfen, wenn Güstrow ein Treffer gelungen wäre. Sie hatten schon drei gute Chancen“, gibt Hansa-Coach Jens Härtel zu. Das erkennt auch Trainer-Kollege Holger Scherz an, der seine Güstrower Mannschaft nach dem Spiel für den Auftritt lobte: „Wenn man verliert, ist man nicht zufrieden, aber ich denke, man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wir wissen, gegen wen wir gespielt haben. Man kann natürlich gegen so eine Mannschaft wie Hansa nicht mitspielen, das hat man auch gesehen. Wir haben in der ersten Halbzeit nur vier Chancen zugelassen, davon waren drei drin. Dann hatten wir eine Phase, da haben wir Hansa ein bisschen geärgert mit zwei, drei Nadelstichen. Kurz nach der Halbzeit war das ähnlich und dann kam nachher wieder die Klasse durch. Man ist halt gegen so eine Mannschaft nicht konkurrenzfähig, deshalb sind wir jetzt aus dem Pokal ausgeschieden. Es gibt Schlimmeres, aber im Endeffekt muss ich der Mannschaft ein Kompliment aussprechen“, sagt der 49-Jährige.

Güstrower SC: Florian Kirsch – Marvin Bartelt, Paul Mazarin, Sven Bildhauer, Enrico Karg (81. Tim Peters), Fabian Weidmann, Rico Keil (87. Philipp Möller), Jonas Reister, Sava-André Mihajlovic (89. Marvin Mihajlovic), Björn Plate, Björn Boy

FC Hansa Rostock: Alexander Sebald – Julian Riedel, Mirnes Pepic (56. Korbinian Vollmann), Nico Neidhart (73. Kai Bülow), Marco Königs, John Adam Straith, Rasmus Pedersen, Jonas Hildebrandt, Tanju Öztürk, Maximilian Ahlschwede, Pascal Breier (46. Elsamed Ramaj)

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