Hallenfussball : Hammergruppe für Gastgeber GSC

Duell an der Bande: Sebastian Koß (r.) im vorigen Jahr gegen den Malchower SV, Schiedsrichter Frank Hübner im Hintergrund
Duell an der Bande: Sebastian Koß (r.) im vorigen Jahr gegen den Malchower SV, Schiedsrichter Frank Hübner im Hintergrund

Fußball: 40. Hans-Scheidemann-Gedenkturnier am 11. Januar / Wieder Doppelveranstaltung mit Lübzer-Pils-Cup

svz.de von
17. Dezember 2013, 02:00 Uhr

Ruhig ist es geworden um den Fußball in der Barlachstadt, denn spätestens seit den letzten Punktspielen am ersten Dezemberwochenende ruht das Leder auf den Plätzen in der Region. Gleich mit zwei wahren Leckerbissen wartet dafür der Güstrower SC zu Beginn des neuen Jahres auf. In den letzten beiden Jahren bereits als Doppelveranstaltung ausgetragen, finden das 40. Hans-Scheidemann-Gedenkturnier und der 2. Lübzer-Pils-Cup auch 2014 wieder an einem Wochenende statt. Während letztere Veranstaltung am Freitag, 10. Dezember, ab 18 Uhr als Mitternachtsturnier über die Bühne geht, fällt der Startschuss für die Jubiläumsausgabe des Scheidemann-Turniers am Sonnabend, 11. Januar, wie gewohnt um 14 Uhr.


Zwei Turniere, aber keine interne Konkurrenz


„Die Doppelveranstaltung hat sich in den beiden vergangenen Jahren absolut bewährt. Am Freitagabend zieht es eher das junge, regional bezogene Publikum in die Sport- und Kongresshalle. Am Sonnabend ist dann eher der Opa mit dem Enkel anzutreffen, der als fachkundiger Zuschauer hochklassigen Hallenfußball sehen möchte“, unterstreicht GSC-Sportdirektor Jens Schweder. Entkräften möchte Schweder damit auch die bereits im Vorjahr aufkommende Kritik, dass beide Wettbewerbe in Konkurrenz zueinander stehen würden.

Abermals im Werbeauftritt des Turniers der II. Männermannschaft ersetzt ist die Lübzer Brauerei den ursprünglichen Namensgeber Winkelhausen. Das Augenmerk liegt hier vor allem auf Mannschaften aus der Region, die als Zuschauermagnet attraktiven Hallenfußball bieten. Neben dem gastgebenden Landesklasse-Team des Güstrower SC II duellieren sich in der Staffel A der Gnoiener SV (Landesliga), VfB Traktor Hohen Sprenz (Kreisoberliga) sowie traditionell auch der ehemalige DDR-Oberligist FC Stahl Brandenburg. Die Favoriten der Staffel B dürften mit Verbandsliga-Aufsteiger SV Pastow und -Absteiger TSV Bützow schnell ausgemacht sein. Doch auch der TSV Goldberg sowie der SV Teterow (beide Landesklasse) wollen sicherlich ein Wörtchen um den Halbfinaleinzug mitreden. Gespielt wird im Gegensatz zum Vorjahr wieder mit einer umlaufenden Bande, die Spielzeit beträgt 12 Minuten pro Partie.


Acht Nachwende-Gewinner geben sich ein Stelldichein


Nicht mehr wegzudenken ist das durch eine Bande eingefasste Spielfeld auch beim Hans-Scheidemann-Gedenkturnier, zu dem sich die Organisatoren in diesem Jahr etwas Besonderes haben einfallen lassen. „Zur 40. Ausgabe haben wir uns vorgenommen, alle Gewinner der Nachwendezeit einzuladen. Mit Ausnahme von Hafen Rostock, des Parchimer FC und Anker Wismar konnten wir dies auch umsetzen“, freut sich Mitorganisator Jens Schweder. Das Teilnehmerfeld komplettieren das in der Vergangenheit immer stark auftrumpfende Team des MSV Pampow sowie erstmals der SV Waren. „Tabellenführer Waren und Pampow als Sechster der Verbandsliga sind zwei Teams, die das Turnier absolut bereichern“, erläutert Schweder die Entscheidung, eben diese Teams zur 40. Turnierauflage einzuladen.

Eine „Hammer-Gruppe“ hat dabei der gastgebende Güstrower SC erwischt, der nach dem sensationellen Pokalgewinn des Vorjahres als Titelverteidiger an den Start geht. In der Gruppe A treffen die Barlachstädter gleich im Auftaktspiel auf Verbandsligist Rostocker FC. Die weiteren Staffelgegner des erstmals vom neuen Trainer Sven Lange betreuten Teams: SV Waren, FC Aufbau Sternberg (Landesklasse) sowie der vorjährige Verbandsligameister Sievershäger SV.

Um die Halbfinaltickets der anderen Staffel kämpfen hingegen der FSV Bentwisch, der FC Mecklenburg Schwerin, der MSV Pampow (alle Verbandsliga), Oberligist Malchower SV sowie das Landesklasseteam des SV Warnemünde.

Neu: Die Plätze fünf bis zehn werden wegen der hohen Teilnehmerzahl nicht mehr ausgespielt, sondern das Ergebnis hier im Neunmeterschießen herbeigeführt. Auch die Spielzeit weicht von den sonst üblichen 15 Minuten ab, wurde auf 12:40 Minuten herunter gesetzt.

Jens Schweder: „Rückblickend waren natürlich gerade die letzten beiden Jahre aus Güstrower Sicht sehr erfolgreich. Aber auch generell hat sich das Hans-Scheidemann-Turnier im Hallenfußballkalender Mecklenburg-Vorpommerns als eine feste Größe etabliert. Und auch das Feedback ist immer wieder positiv, sodass wir als Verein stolz auf die vergangenen 40 Jahre sein können.“ Angesprochen auf die Chancen des Gastgebers, bei dem mit Siegtorschütze Aaron Lehsten der umjubelte Finalheld des Vorjahres nach Kreuzbandriss fehlt, bleibt der Fußball-Sportdirektor des GSC realistisch: „Wir versuchen, so lange wie möglich im Turnier zu bleiben. Schön wäre es, wenn es erneut mit dem Halbfinale klappt.“

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