Haken hinter die Saison machen

Plädiert für einen Abbruch der Saison: Holger Scherz, Trainer von Fußball-Verbandsligist Güstrower SC, würde am liebsten einen Haken hinter die aktuelle Spielzeit machen.
Plädiert für einen Abbruch der Saison: Holger Scherz, Trainer von Fußball-Verbandsligist Güstrower SC, würde am liebsten einen Haken hinter die aktuelle Spielzeit machen.

Güstrows Trainer Holger Scherz plädiert für ein vorzeitiges Ende der laufenden Fußball-Verbandsliga-Spielzeit

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07. April 2020, 05:00 Uhr

„Wenn ich Trainer von Liverpool wäre, würde ich die Saison mit aller Macht zu Ende kriegen wollen. Das bin ich aber nicht“, sagt Holger Scherz, Trainer von Fußball-Verbandsligist Güstrower SC. Im Amateurbereich dagegen plädiert er für einen Abbruch der laufenden Saison. „Keiner weiß, wann es weitergeht. So kann man nicht planen. Man soll die Saison so sein lassen, wie sie ist“, sagt der 50-Jährige. Dass die Meinungen darüber auseinandergehen, ist für den Kühlungsborner aber auch verständlich. „Mannschaften wie Anker Wismar oder der Rostocker FC, die bisher eine tolle Saison gespielt haben, sehen das sicherlich anders.“

Das kann der Güstrower SC nicht von sich behaupten. Mit 30 Zählern nach 18 Spieltagen rangiert er auf Platz sieben – und damit im Niemandsland der Tabelle. Insofern ist es dem GSC eher egal, wie und ob die Saison fortgesetzt wird. „Es gibt sicherlich mehrere Szenarien. Für mich wäre es sinnvoll, einen dicken Haken hinter die Saison zu machen“, gibt Holger Scherz zu. Sollte es nämlich doch weitergehen, müsste er seine Mannschaft erst einmal wieder auf Vordermann bringen. „Anfangs hatte ich den Jungs noch Hausaufgaben mitgegeben. Als sich dann abzeichnete, dass keiner weiß, wann es weitergeht, habe ich es jedem selbst überlassen, sich fitzuhalten. Der Fußball stehe sowieso ganz hinten an, so der GSC-Coach. Er selbst nutzt die freie (Fußball)-Zeit, um sich noch mehr seiner beruflichen Tätigkeit als Handwerker zu widmen.

Andererseits laufen beim GSC nebenbei auch schon die Planungen für die neue Saison. Eines ist schon jetzt klar, es wird einen personellen Umbruch geben. „Das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern. Wer weiß, ob das gut oder schlecht ist“, sagt Holger Scherz.

Dass Kapitän Björn Plate die Barlachstädter verlassen wird, steht schon etwas länger fest (SVZ berichtete). Des Weiteren hat auch Routinier Björn Boy seinen Abschied angekündigt. Es werden aber nicht die beiden einzigen Abgänge sein. Doch zu viel verraten will der Güstrower Trainer noch nicht. „Ich will nicht vorgreifen, es laufen noch Gespräche“, erklärt er.

Der GSC verzeichnet aber auch schon 15 bis 16 Zusagen. Erst kürzlich haben die beiden Eigengewächse Tim Peters und Jonas Reister ihr Bleiben signalisiert. „Wir werden den Weg weitergehen, A-Jugendliche einzubinden“, sagt Holger Scherz.

Es wird aber auch externe Neuzugänge geben. Namen werden aber auch hier erst dann genannt, wenn alles unter Dach und Fach ist. „Wir werden eine gute Truppe präsentieren können, mir ist überhaupt nicht angst und bange“, ist der GSC-Coach optimistisch, auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe am Start zu haben.

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