Güstrow : Gut geschlagen – drin war mehr

Szene mit Güstrower Mädchen der U14, fast schon wie bei den Großen: Zuspiel (Amelie Döscher) und Angriffsvorbereitung (Luise Jahnke)
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Szene mit Güstrower Mädchen der U14, fast schon wie bei den Großen: Zuspiel (Amelie Döscher) und Angriffsvorbereitung (Luise Jahnke)

Faustball: von den Ostdeutschen Meisterschaften in den Altersklassen U14 und U18

svz.de von
09. Juli 2014, 06:00 Uhr

Ostdeutsche Meisterschaften sind für die Nachwuchs-Faustballer des Güstrower SC seit Jahren eine erste Standortbestimmung ihrer Leistungsfähigkeit. Die Landesmeisterschaften können dies kaum leisten, weil es leistungsorientierten Nachwuchs-Faustball in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nur in Güstrow gibt. Da war es in der Vergangenheit immer ein Erfolgserlebnis, wenn sich bei den ODM eine Güstrower Mannschaft für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft qualifizieren konnte. Das gelang in diesem Jahr in der Feldsaison nicht. Aber immerhin war der GSC in allen vier Spielklassen vertreten, was nur noch die Faustball-Hochburg Kellinghusen schaffte.

Die Schülerinnen des GSC reisten mit einer sehr jungen Mannschaft zur U14-ODM nach Kellinghusen. Die Güstrower Mädchen können alle noch zwei Jahre in dieser Altersklasse spielen und konnten dennoch gegen die oftmals körperlich stärkeren Gegner gut mithalten. Eine Reihe von nur knapp verlorenen Sätzen und auch zwei Satzgewinne gegen Kellinghusen und Bademeusel belegen das, auch wenn es am Ende nur der 7. Platz wurde.

Auch die Schüler des GSC sind noch recht jung in der U14, können aber ihre körperlichen Nachteile oftmals sehr gut durch spielerische Klasse wett machen. Zusammen mit einem ausgeprägten Kampfgeist spielten sie ein großes Turnier und waren oft nur knapp unterlegen, wie beim 1:2 (9:11, 11:8, 14:15) gegen den VfL Pinneberg. Mit Platz 5 mussten sie sich am Ende zufrieden geben, hatten sich aber teuer verkauft.

Die weibliche Jugend U18 des GSC besteht ausschließlich aus Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch in der U14 spielten. So ganz waren sie aus diesem „Schülermodus“ noch nicht herausgewachsen. Ihre Gegenüber dagegen besaßen oft schon internationale oder Bundesligaerfahrung und demonstrierten in punkto Bewegungsspiel, Angriffsdynamik und taktischer Reife, wo die Reise hingehen muss. Mit ihren derzeitigen Möglichkeiten wehrten sich die Güstrower Mädchen aber tapfer. Insbesondere Lena Vogelsang – der erste Bundesligaerfahrung deutlich anzusehen war – war der Fels in der Brandung. Und so lange wie die Kraft reichte, waren auch Hanna-Martje Koepcke und Antonia-Elin Brockmann in der Lage, Angriffspunkte zu erzwingen. Das sollte Mut machen, auch wenn es diesmal mit lediglich einem Sieg gegen den TSV Schülp nur zu Platz 6 reichte.

Ein anderes Bild muss von der U18m des GSC gezeichnet werden. Diese Mannschaft ist durchaus in der Lage mit den besten Mannschaften mitzuhalten, was durch die knappen Satzverluste gegen den Ostdeutschen Meister Berliner Turnerschaft beim 0:2 (9:11, 9:11) und das ebenfalls knappe 1:2 gegen den Vize, VfL Kellinghusen, belegt werden kann. Aber um an diesen Mannschaften vorbeizukommen, bedarf es einer höheren taktischen Disziplin und mehr Einsatzbereitschaft aller Spieler. Dass die Mannschaft zu diesem Saisonhöhepunkt mit lediglich fünf Aktiven anreist, die sicher auch nicht die Bestbesetzung bedeuteten, kann nicht befriedigen. Statt Platz 4, was sich ja nicht schlecht anhört, war unter diesen Aspekten betrachtet, deutlich mehr möglich.



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