zur Navigation springen

Motorsport : Güstrows Speedway-Kracher 2017

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

MC Güstrow Sonnabend Gastgeber für zweiten Finallauf der Europameisterschaf. Neuer Titelträger gesucht, weil Nicki Pedersen weiter verletzt ist.

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die internationale Motorsportföderation hat es in dieser Woche dem MC Güstrow bestätigt: Beim 2. Finallauf um die Speedway-Europameisterschaft (Sonnabend 17.30 Uhr, Einlass ab 13.30 Uhr) wird Titelverteidiger Nicki Pedersen nicht starten. Eine langwierige Wirbelverletzung verhindert wie beim ersten Lauf in Torun seinen Start in Güstrow. Damit steht fest, dass der dreifache Weltmeister seinen Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholen kann und es einen neuen Europameister geben wird.

Für Nicki Pedersen wird sein Landsmann Mikkel Bech in die Bresche springen. Der Däne dürfte gerade in Güstrow eine Bereicherung sein, denn Pfingsten zeigte er, wie gut ihm das Oval in der Plauer Chaussee liegt, denn er entführte den Pfingstpokal nach Skandinavien.

Der MC Güstrow rechnet mit 4000 bis 5000 Zuschauern. Karten gibt es noch an der Tageskasse.
Der MC Güstrow rechnet mit 4000 bis 5000 Zuschauern. Karten gibt es noch an der Tageskasse. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik
 

Auch Grigorij Laguta wird höchstwahrscheinlich nicht dabei sein. Der Russe ist wegen Dopings gesperrt. Bekannt wurde das Sonnabend beim Team-WM-Finale in Leszno (Lissa). Auch für ihn wird ein Landsmann starten: Andrej Kudryashov. Wie Bech hat Kudryashov gute Chancen, vorn mitzufahren. Beim Race Off in Leszno sorgte er mit einer guten Leistung dafür, dass Russland die Australier ausschaltete und sich für das Finale qualifizierte. Dort holte Russland Bronze. Allerdings war seine Nominierung bis gestern Nachmittag noch nicht offiziell bestätigt.

Fit sind wieder der angeschlagene Däne Nicolai Klindt (Knie, Gehirnerschütterung) und der Pole Adrian Miedzienski, hinter denen vor einigen Tagen noch ein Fragezeichen stand.

Damit steht das Starterfeld fest, das von der Papierform allerdings nicht so stark ist wie im Vorjahr. Mit Martin Vaculik (Slowakei), Europameister 2013 und Güstrow-Sieger 2016, und dem Russen Emil Sajfutdinow, Europameister 2014 und 2015, fehlen z.B. zwei Grand-Prix-Fahrer. Torsten Jürn, 1. Klubvorsitzender, bestätigt das, sieht darin aber auch einen Vorteil. „Das Fahrerfeld ist sehr ausgeglichen und wer wen schlagen kann, ist kaum vorauszusagen. Diese Situation wird daher für ein qualitativ sehr gutes Rennen sorgen“, prognostiziert Jürn.

Vier Fahrer mit zehn Punkten vorn

Damit mag er richtig liegen, denn den Zweiten (Przemyslaw Pawlicki/PL) und 13. (Leon Madsen/DK) nach dem ersten Finale in Torun trennen nur fünf Punkte. Auch an der Spitze geht es eng wie lange nicht zu. Wie Pawlicki kommen Vaclav Milik, der amtierende Vize-EM aus Tschechien, Andrejs Lebedevs (LT) und Andreas Jonsson (S) mit zehn Punkten nach Güstrow. Favorisiert für Güstrow könnten trotzdem zwei Fahrer sein, die sich bei der Team-WM in Leszno empfahlen. Der Lette Lebedevs, im Vorjahr in Güstrow mit neun Punkten Siebenter und 2013 U19-Vize-EM, überzeugte im Race Off. In drei Rennen erfuhr er hintereinander zwölf Punkte, darunter sechs als Joker. Gleiches gilt für Andreas Jonsson. Der Schwede sicherte in Leszno mit einer soliden Leistung seinem Team hinter den überragenden Polen die Silbermedaille. In Güstrow möchte der sympathische Schwede, der jahrelang im Grand Prix startete und 2007 auf Schalke den Deutschland-GP gewann, besser als 2014 sein. Damals reichten neun Punkte nur zu Platz 6, nicht sein Anspruch.

Das trifft auch auf die zwei Punkte (Platz 14) von Martin Smolinski, der sich als einziger Deutscher als Fünfter im Challenge für die EM qualifizierte, in Torun zu. Trotz guter Starts waren die Rennen verkorkst. „Wir haben in den vergangenen Tagen im Team hart gearbeitet. Ich hoffe daher auch in Güstrow auf solche guten Starts wie in Torun, dann sollte es besser klappen. Vor meinem deutschen Publikum werde ich zeigen, dass ich vorn mitmischen kann“, erklärte der Olchinger.

Smoli: Torun abgehakt, in Güstrow vorn dabei

An seiner Seite weiß er Kai Huckenbeck. Der Werlter denkt immer noch gern an das vergangene Jahr als er als Dritter auf dem Podest stand. „Das war für mich ein großer Erfolg. Ich bin in guter Form und werde auf meiner Lieblingsbahn wieder alles geben“, freut sich der zweifache deutsche Meister, der Pfingsten in Güstrow mit einem dritten Platz überzeugte.

Der MC Güstrow erwartet 4000 bis 5000 Zuschauer. Die Besucher müssen aber weiter mit einer Baustelle vorlieb nehmen, denn die Tribüne und die sanitären Einrichtungen sind immer noch nicht fertig. „Wir haben uns zeitlich verschätzt. Die Baufirmen brauchen länger als geplant. Aber der Kampfrichterturm ist fertig. Wir sind guter Dinge und haben keine Zweifel, dass der sportliche Höhepunkt unseres Klubs in diesem Jahr für die Fans zu einem Erlebnis wird“ , sagt Thomas Koch, 2. Vorsitzender des MC.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen