Faustball : GSC-Sorgen trotz Klassenerhalt

Dennis Mohns bewies seine gewachsene Spielübersicht und spielte viele kluge und wirkungsvolle Bälle.
Dennis Mohns bewies seine gewachsene Spielübersicht und spielte viele kluge und wirkungsvolle Bälle.

Bei den Faustball-Männern aus der Barlachstadt stellt sich nach dem Verbleib in Liga zwei die Frage, wie es weitergehen soll

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27. Juli 2015, 12:04 Uhr

Am letzten Spieltag in der 2. Faustball-Bundesliga hatten die Männer des Güstrower SC 09 noch einmal die Chance, ihr Punktekonto aufzubessern, um den Klassenerhalt zu sichern. Allerdings war die Aufgabe sehr schwer. Zu deutlich waren die Kräfteverhältnisse im Laufe der Feldsaison sichtbar geworden, um optimistisch in die Vergleiche mit dem SV 90 Fehrbellin und der Berliner Turnerschaft gehen zu können. Zudem fiel Kapitän Philipp Nawroth durch eine Fußverletzung aus. Da konnte es eigentlich nur um Schadensbegrenzung gehen.


GSC – Fehrbellin 0:3


Davon konnte dann im ersten Spiel gegen Fehrbellin keine Rede sein. Im ersten Satz gelang kaum mal ein geordneter Spielaufbau, der Güstrows Hauptangreifer in eine aussichtsreiche Position brachte. Lediglich mit ein paar Aufschlägen erzielte der GSC Wirkung. Ungefährdet gewann Fehrbellin den Satz mit 11:7. Im zweiten Satz zeigte der GSC dann eine desolate Leistung. Neun individuelle Fehler machten es den Brandenburgern leicht, den Satz mit 11:2 für sich zu entscheiden. Der einzige Vorteil dieses klaren Satzverlustes war, dass der Gegner unkonzentrierter agierte und im dritten Satz die Güstrower besser ins Spiel kommen ließ. Fortan kam der GSC auch zu einigen schönen Angriffspunkten. Allerdings erkannte Fehrbellin, bedingt durch das Fehlen von Philipp Nawroth, die Schwachstelle im GSC-Spiel. Die Mitte des GSC hatte Riesenprobleme in der Ballannahme. Gleich sieben Anspiele des Mittelspielers führten zu direkten Punkten für Fehrbellin und sicherten maßgeblich den 11:9-Satz- und 3:0-Spielgewinn.

Das zweite Spiel zwischen den Gastmannschaften aus Fehrbellin und Berlin wurde dann ein richtig gutes Duell. In fünf Sätzen siegte Fehrbellin mit 3:2 und beide Mannschaften demonstrierten ihre – im Vergleich zum GSC – höhere individuelle Qualität auf allen Positionen und zeigten kompakte Mannschaftsleistungen.


GSC – Berliner TS 2:3


Da musste man für das dritte Tagesspiel schlimmes für den GSC befürchten. Und im ersten Satz kam es auch so. Beim 3:11 sah der GSC keinen Stich. Das änderte sich dann urplötzlich im zweiten Satz. Die Angreifer der Berliner Turnerschaft verpatzten einige Angriffe und beim GSC änderten sich zwei Dinge: Thoralf Glamann übernahm die Mittelposition beim GSC und entschärfte reihenweise die Berliner Angriffe, und die Güstrower steigerten sich insgesamt. Sie hatten nichts mehr zu verlieren und zeigten außerdem, dass sie auch kämpfen können. Hinzu kam noch starker böiger Wind und Regen. Und das alles brachte die Berliner um ihre spielerische Überlegenheit. Dennis Mohns bewies seine gewachsene Spielübersicht und spielte unter den widrigen Witterungsbedingungen viele kluge und wirkungsvolle Bälle in die Berliner Abwehr. Mit 11:9 stellte der GSC den Satzausgleich her. Und auch in den folgenden Sätzen ließen die Güstrower nicht locker, gewannen den dritten mit 12:10 und verloren den vierten nur knapp mit 9:11. Damit fiel im fünften Satz die Spielentscheidung. Beim 6:7 war für den GSC noch ein überraschender Sieg drin. Doch die letzten Bälle spielte die Berliner Turnerschaft dann deutlich konsequenter zu Ende als der GSC und sicherte sich mit dem 11:7 den 3:2-Spielgewinn.

Damit blieben es für den GSC am Ende der Feldsaison zwei Siege und 4 Punkte. Immerhin 15 gewonnene Sätze deuten daraufhin, dass es des Öfteren gelang, gut mitzuspielen. Aber insgesamt war das Team kaum tauglich für die 2. Liga. Nahezu ohne reguläres Training, beim GSC gibt es zurzeit keinen geeigneten Trainingsplatz, und häufige Aufstellungssorgen konnten auch nicht viel mehr erwarten lassen. Nur die Tatsache, dass mit Ohrstedt noch eine Mannschaft ähnliche Sorgen hatte, sorgte dafür, dass der GSC in der 2. Liga verbleiben kann. Für die kommenden Jahre verbleibt aber ein deutliches Fragezeichen, wie es weiter gehen kann mit dem Güstrower Männerfaustball.


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