Fußball-Verbandsliga : GSC-Sieg mit Luft nach oben

Machte nach dem Sieg gegen Görmin einen glücklichen Eindruck: Güstrows Trainer Holger Scherz war aber insbesondere mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft nicht zufrieden, was auch an der kurzen Vorbereitungszeit lag.  Fotos: Robert Grabowski (2)
1 von 2
Machte nach dem Sieg gegen Görmin einen glücklichen Eindruck: Güstrows Trainer Holger Scherz war aber insbesondere mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft nicht zufrieden, was auch an der kurzen Vorbereitungszeit lag. Fotos: Robert Grabowski (2)

Fußball-Verbandsliga, 1. Spieltag: Güstrower Männer schlagen den SV Görmin mit 3:0 / Trainer Scherz ist aber nur bedingt zufrieden

von
13. August 2018, 05:00 Uhr

Auftakt geglückt: Der Güstrower SC ist mit einem 3:0-Heimsieg gegen den SV Görmin in die Verbandsliga-Saison gestartet. Besser hätte das Debüt von Trainer Holger Scherz eigentlich nicht laufen können. Eigentlich, denn der 48-Jährige war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur bedingt einverstanden. ,,Mit dem Ergebnis ja, aber mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, kann ich nur teilweise zufrieden ein. Die zweite Halbzeit war okay, das ist das, was wir spielen wollen. Dynamisch den Gegner unter Druck setzen, das war in der ersten Halbzeit nicht zu sehen“, erklärt Scherz. Dass es nocht nicht optimal läuft, liegt für den Chefcoach aber auch auf der Hand. ,,Wir sind gut zehn Tage weg von der Topform. Die fehlen uns in der Vorbereitung. Das hat man ganz genau in der ersten Halbzeit gesehen. Wir kamen immer einen Schritt zu spät, dann kamen die Pässe nicht an. Demzufolge war es richtiges Schweinespiel in der ersten Halbzeit.

Doch der Trainer fand in der Halbzeitpause genau die richtigen Worte: ,,Ich habe ihnen gesagt, dass sie den Kopf nicht hängen lassen sollen. Man muss einfach geduldig weiterspielen, an sich glauben, so ein Spiel schmutzig und dreckig auch mal mit einer Standardsituation gewinnen.“ Ein ruhender Ball war dann aber gar nicht nötig. Görmin war gleich zu Beginn der zweiten Hälfte weit aufgerückt, sodass Enrico Karg plötzlich frei auf das gegnerische Tor zulief und zum 1:0 vollendete (46.). Wenig später profitierte der Angreifer dann von einem Fehlpass des Görminer Torhüters und schob zum 2:0 ein. Damit war die Moral der Gäste aber noch nicht gebrochen, die irgendwie versuchten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Gegen clever verteidigende Gastgeber war aber nichts zu machen. Obwohl beim GSC bei weitem noch nicht alles klappte, legte er das 3:0 durch Ole Schuller nach. Der quirlige Mittelfeldakteur überlupfte dabei den Görminer Keeper sehenswert (77.). ,,Im Endeffekt sind wir froh, dass wir die drei Punkte geholt haben. Aber spielerisch ist natürlich noch unheimlich Luft nach oben“, sagt Holger Scherz, der in der Startelf auch auf die Eigengewächse des GSC setzte. ,,Ich habe es ja vorher angedeutet, dass ich den einen oder anderen jungen Spieler reinschmeißen werde, jetzt habe ich gleich zwei reingeschmissen“, erklärt Scherz.


Eigengewächse bekommen Sonderlob

Für Tim Peters und Jonas Reister hatte er danach nur Lob übrig: ,,Beide haben das sehr gut gemacht. Auf der Sechs hatte Jonas in der ersten Halbzeit noch ein bisschen zu tun, dann haben wir aber umgestellt und ihn auf die rechte Bahn geschoben. Das hat er sensationell gemacht und Tim auf der linken Seite sowieso. Sie werden auch weiterhin ihre Chance bekommen, aber auch mal wieder ein Spiel bei der A-Jugend machen. Ich denke Mal, das ist der richtige Weg“, sagt Scherz.

Die Qual der Wahl hatte der Güstrower Trainer auf der Torhüter-Position und ließ diesmal Florian Kirsch von Beginn an ran. ,,Es sind wirklich zwei Torleute, die 50:50 sind. Irgendeinen muss ich benennen, der andere sitzt da mit einer langen Nase, das kann nächste Woche andersherum aussehen. Es haben beide verdient zu spielen. Wir sind in der glücklichen Position, dass wir zwei so gute Torleute haben. Das Positive ist ja auch, das nicht nur im Wettkampf zu sehen, sondern auch im Training, wie sie sich gegenseitig hochpushen. Das wird meine Aufgabe sein, beide irgendwie bei Laune zu halten, dass sich beide mit der Situation abfinden“, erklärt Holger Scherz. Das nennt man dann wohl ein Luxusproblem. Es gibt aber schlechtere Voraussetzungen, die kommenden Wochen erfolgreich zu gestalten. Am kommenden Wochenende pausiert die Verbandsliga, stattdessen muss der GSC im Landespokal bei der SG Empor Richtenberg (Landesklasse) antreten. Anstoß ist am Sonntag um 14 Uhr. Es ist dann auch Pflichtspiel Nummer zwei für Holger Scherz, der seine makellose Bilanz natürlich beibehalten will.

Güstrower SC: Florian Kirsch - Marvin Bartelt, Björn Boy (71. Michael Hintze), Björn Plate, Henrik Löhning, Jonas Reister (81. Marvin Mihajlovic), Sven Bildhauer (56. Paul Fichelmann), Ole Schuller, Tim Peters, Sava-André Mihajlovic, Enrico Karg

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen