Fußball : GSC muss ans Limit gehen

Ist gewarnt, aber selbstbewusst: Der Güstrower SC um Ole Schuller (r.) erwartet heute den offensivstarken 1. FC Neubrandenburg, will sich aber nicht verstecken.
Ist gewarnt, aber selbstbewusst: Der Güstrower SC um Ole Schuller (r.) erwartet heute den offensivstarken 1. FC Neubrandenburg, will sich aber nicht verstecken.

Fußball-Verbandsliga, 3. Spieltag: Güstrower SC empfängt am Sonnabend um 14 Uhr den 1. FC Neubrandenburg

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23. August 2019, 05:00 Uhr

In der Fußball-Verbandsliga wurde der dritte Spieltag bereits eröffnet. Dabei holte sich der Aufsteiger vom SV Warnemünde beim Oberliga-Absteiger Malchower SV seinen ersten Saisonsieg (3:1). Mit einer bisher noch makellosen Bilanz geht der Güstrower SC am Sonnabend (14 Uhr) in das Heimspiel gegen den 1. FC Neubrandenburg. Die Gäste kommen allerdings mit der Empfehlung eines 9:2-Erfolges gegen den TSV Bützow ins Jahnstadion. „Stand jetzt, schätze ich Neubrandenburg sogar noch stärker ein als Schwerin. Damit ist eigentlich alles gesagt, wer Favorit und wer Außenseiter ist“, ist sich GSC-Trainer Holger Scherz absolut bewusst, welches Kaliber auf seine Truppe zukommt. Vor allem in der Offensive ließ die Neubrandenburger Tormaschine zuletzt aufhorchen. 19 Tore in zwei Spielen (9 gegen Bützow, 10 im Pokal bei Kicker JuS) sind eine echte Hausnummer. Kaum zu glauben, dass sie das Auftaktspiel beim Aufsteiger Penzliner SV mit 0:1 verlor. „Davon lassen wir uns auch nicht blenden, denn dort haben einige Stammkräfte gefehlt“, versucht Holger Scherz, die bisher einzige Saisonniederlage des 1. FCN richtig einzuordnen.

Wie es geht, die Neubrandenburger zu schlagen, bewiesen die Güstrower Ende März diesen Jahres, als sie auf dem heimischen Kunstrasen mit 8:1 gewannen. „Das wird aber kein zweites Mal passieren und ist bei denen sicherlich auch noch im Hinterkopf“, sagt Scherz. Personell kann der Coach fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Neuzugang Fabian Weidmann steht noch nicht zur Verfügung, was Scherz bedauert. „Er hatte in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, erklärt er. Trotzdem stehen die Vorzeichen gut, dass die Güstrower den Gästen ordentlich Paroli bieten können. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Fakt ist aber auch, wenn wir etwas holen wollen, müssen wir wieder an unsere Leistungsgrenze gehen, dann können wir sogar gewinnen. Sollte uns das nicht gelingen, lassen wir nicht nur Punkte liegen, sondern werden auch verlieren“, sagt Holger Scherz. Er erwartet einen harten Kampf. „Doch dem stellen wir uns“, sagt der Güstrower Trainer.


TSV Bützow

Auf die ersten Punkte hofft der TSV Bützow im Heimspiel gegen den Rostocker FC, das am Sonnabend um 14 Uhr auf dem Sportplatz am Wall stattfindet. Im Gegensatz zu den Bützowern sind die Rostocker sehr gut aus den Startlöchern gekommen. Sie holten sechs Punkte, während der TSV noch auf den ersten Zähler wartet. Sowohl gegen den Grimmener SV als auch beim 1. FC Neubrandenburg blieben die Warnowstädter blass, vor allem das 2:9 beim 1. FCN war erschreckend schwach. Zwölf Gegentore stehen schon zu Buche, aber die Defensive ist nicht das einzige Manko derzeit. „Es gibt mehrere Hebel, an denen wir ansetzen müssen. Wir müssen erst einmal wieder die grundsätzlichen Tugenden auf den Platz bringen wie Einsatz und Kompaktheit. Das sind Sachen, die ich zuletzt vermisst habe, dafür haben wir auch die Quittung bekommen“, erklärt Bützows Trainer Helge Marquardt. Hinzu kommt eine angespannte Personallage. Etliche Spieler stehen gegen den Rostocker FC nicht zur Verfügung, die Vorzeichen sind somit überhaupt nicht optimal.

Im Moment scheint es aber auch nicht so wichtig, was die Beine machen, sondern der Kopf. „Wir haben lange Gespräche geführt. Ich denke, dass die Jungs langsam wissen, was die Stunde geschlagen hat, um ein anderes Gesicht zu zeigen“, sagt Helge Marquardt. Um die Anzahl der Gegentore in Zukunft s zu reduzieren, wollen die Bützower taktisch anders agieren. Dazu zählt auch, das Offensivspiel zu verbessern.

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