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faustball : GSC-Männer mit Befreiungsschlag

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

2. Faustball-Bundesliga: Mit umkämpften Siegen gegen Kellinghusen II und VfK Berlin II vom Tabellenende gelöst

Zu ihrem zweiten Heimspieltag der laufenden Feldsaison in der 2. Faustball-Bundesliga empfingen die GSC-Männer das Tabellenschlusslicht vom VfL Kellinghusen II und die Reserve von Erstliga-Spitzenreiter VfK Berlin. Die Ausgangslage war eindeutig: Zur Saisonhalbzeit fanden sich die Güstrower auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder, die engen Punktabstände gestatteten jedoch noch Hoffnungen für alle Mannschaften der Staffel.

Im ersten Spiel des Tages wurde im Jahnstadion folglich direkt eine Art Kellerduell zwischen den letztplatzierten Kellinghusenern und dem GSC angepfiffen. Der 1. Satz verlief zunächst gut für die Gastgeber, die aufgrund personeller Engpässe mit Nachwuchsangreifer Dennis Mohns in der Defensivreihe begannen. Schnell konnte durch einen ruhigen Spielaufbau ein Vorsprung erspielt werden. Dann jedoch schlichen sich einige unsaubere Abwehraktionen ein und Kellinghusen glich bei 9:9 aus. Viele Fehler auf beiden Seiten prägten nun das immer nervöser geführte Spiel, bei dem die fatale Bedeutung einer Niederlage für beide Mannschaften zu erahnen war. Der GSC konnte im entscheidenden Moment die Ruhe bewahren, und beim Stand von 14:14 punktete Hannes Martens mit einer Angabe ins Halbfeld.

Die Schleswig-Holsteiner schienen im 2. Satz zunächst etwas schockiert vom knappen Satzverlust und verloren die spielerische Linie. Güstrow konnte direkt wieder in Führung gehen und brachte diese nun trotz weiterhin technischer Fehler zum 11:8 recht sicher ins Ziel. Mit dem Rücken zur Wand gingen die Gäste jetzt hohes Risiko. Insbesondere die Angabe wurde bedeutend stärker und plötzlich schlugen ein ums andere Mal knallhart lang geschlagene Bälle zentral auf der Grundlinie ein. Der GSC fand gegen diesen Druck kein schnelles Gegenmittel und musste mit 4:11 den Anschluss hinnehmen.

Satz Nummer vier bot nun ein umkämpftes Faustballspiel auf allerdings weiterhin niedrigem technischen Niveau. Kellinghusen zeigte sich erneut einen Tick bissiger und konnte mit 9:11 den Satzausgleich herstellen.

So musste der Entscheidungssatz dieses wegweisende Spiel entscheiden. Das GSC-Team hatte schon vor Spielbeginn dieses mögliche Szenario intern besprochen und war mental darauf vorbereitet. Dies sollte sich lohnen, denn nun übertrieben es die Kellinghusener mit dem Risiko in Angriff und Spielaufbau, während die Güstrower sich auf einfache, geradlinige Aktionen konzentrierten und um unspektakuläre Effektivität bemüht waren. Der GSC profitierte von mehreren Fehlern des Gegners und spielte seinerseits die wenigen eigenen Angriffe mit viel Übersicht zu Ende. Mit 11:5 ging der entscheidende Satz schließlich an die Gastgeber, die sich über erlösende Punkte freuen konnten.

Mit dieser Befreiung im Rücken konnte man ruhig und selbstsicher in das Match gegen den leicht favorisierten VfK Berlin II gehen. Was folgte, war die mit Abstand beste Saisonleistung der Mannschaft. Berlin versuchte es zunächst mit zaghaften Angaben, die vom GSC sofort in eigene Punkte umgesetzt werden konnten. Mit jedem Spielzug wurde das Güstrower Spiel sicherer und auch mehrere Positionswechsel auf Seiten der Hauptstädter brachten keine nennenswerte Änderung. Lediglich im 2. Satz wich der GSC auf der schlechter zu bespielenden Feldseite kurz von seiner Linie ab und kassierte ein knappes 9:11. Alle anderen Sätze wurden jedoch durch die Gastgeber diktiert und verdient gewonnen.

Die kompakte Defensivleistung der gesamten Mannschaft und das variable Angabenspiel von Hannes Martens waren in diesem Spiel der Grundstein für den Erfolg. Vor allem Dennis Mohns wuchs immer besser in seine ungewohnte Defensivaufgabe hinein. Und als Berlin als letztes Mittel das direkte Anspielen von Angreifer Hannes Martens wählte, fand sich auch der zweite Abwehrspieler, Mario Wunderlich, plötzlich in ungewohnter Rolle wieder. Mit viel Selbstvertrauen setzte er mehrfach Akzente in der Offensive und punktete zum Teil jetzt doch wieder auch spektakulär.



GSC: Mohns, Nawroth, Wunderlich, Otto, Martens





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