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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 17:08 Uhr

Faustball : GSC-Frauen fahren zur DM

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Faustball-Damen belegten bei der Ostdeutschen Meisterschaft in der Altersklasse Ü30 Platz zwei

Am Sonnabend richtete der Güstrower SC 09 die Ostdeutschen Meisterschaften im Hallenfaustball in der Altersklasse Ü30 aus. Diesen Wettbewerb hat die Deutsche Faustball-Liga eingerichtet, um auch für die Faustballerinnen, die nicht mehr im Wettkampfdauerbetrieb aktiv sein wollen, eine attraktive Spielmöglichkeit einzurichten. Diese Absicht hat sich im Grunde aber überholt, denn die erforderliche Altersgrenze, mindestens 30 Jahre, hindert inzwischen viele Spielerinnen nicht, sowohl in der Bundesliga erfolgreich zu sein als auch bei der Ü30 mitzumischen. Warum auch nicht, wenn die Leistungsstärke gegeben ist.

Allerdings führt das auch dazu, dass die Niveauunterschiede bei solchen Regionalvergleichen wie am Sonnabend beachtlich sein können. So war diese ODM auch eine Veranstaltung mit Zweiklassencharakter. Auf der einen Seite der VfK Berlin, der als Ü30 zuletzt Staffelsieger in der 2. Bundesliga wurde, und auch der Güstrower SC, der in dieser Staffel den vierten Platz belegte, wobei die Ü30-Spielerinnen dabei auch den Stamm der Mannschaft bildeten. Beide Mannschaften standen sich zudem im letzten DM-Finale gegenüber, das damals der VfK mit 2:1 gewann. So war schon nach den ersten Spielen schnell klar, dass für die Plätze 1 und 2 nur diese beiden Mannschaften in Frage kommen. Die anderen drei ODM-Teilnehmer (TSV Schülp, ESV Schwerin, SG Bademeusel) mussten sich um den dritten Platz streiten, der aber auch noch für die Qualifikation zur DM reichte.

Auch in der Auftaktpartie zwischen dem ESV Schwerin und dem Güstrower SC war die Favoritenrolle klar. Auf der Güstrower Seite spielten mit Antje Trautz und Diana Freiknecht zwei wirkungsvolle Angreiferinnen und eine Abwehrreihe, für die es mit Juliane Karasz, Kathleen Ohloff, Katrin Rosenow, Diana Mohns und Kristin Plötz mehrere fast gleichwertige Optionen gab. Auf Schweriner Seite eine Mannschaft, die nicht in Bestbesetzung antreten konnte und sich in der neuen Aufstellung erst finden musste. Aber der GSC brauchte fast einen Satz, um ins eigene Spiel zu finden. Grund dafür waren auch die präzisen Angriffsaktionen von Schwerins Martina Wauer, einer ehemaligen Europameisterin, die schon zu zeigen wusste, dass auch sie noch nichts verlernt hat. Erst als der GSC besser in der Abwehr stand, wurde das Spiel noch eine klare Angelegenheit für die Güstrowerinnen: 2:0 (11:8, 11:4) hieß es am Ende.

Nach dem zweiten Sieg gegen den TSV Schülp (1:4, 11:2) stand die Partie Güstrow gegen VfK Berlin auf dem Spielplan. Die letzten Spiele dieser beiden Mannschaften gingen immer zugunsten der Berlinerinnen aus. Und so kam es auch diesmal, obwohl sich die Güstrowerinnen vorgenommen hatten, die Favoriten zu fordern. Aber im ersten Satz führte das zu einer gewissen Verkrampfung, sodass Ungenauigkeiten im Spielaufbau und Offensivfehler es dem VfK leicht machten, den Satz mit 11:5 zu gewinnen. Auch im zweiten Satz sah es zunächst nicht anders aus, bis nach einer Auszeit beim Stand von 8:2 die Güstrowerinnen aufdrehten, Punkt für Punkt aufholten und den VfK noch in Schwierigkeiten brachten. Beim Stand von 9:10 war plötzlich alles wieder möglich. Aber dann erzwangen die Berlinerinnen mit einer präzisen Angriffsaktion den elften Punkt und damit das 2:0.

In ihrem letzten Spiel sicherten sich die GSC-Frauen dann aber durch ein 2:0 (12:10, 11:3) über Bademeusel Platz zwei der ODM und damit die erneute Qualifikation zur DM.

Im letzten Spiel des Tages wurde es dann spannend, denn Schwerin und Bademeusel hatten beide noch die Chance, den begehrten Platz drei zu belegen. Nach verteiltem Spiel zu Beginn des ersten Satzes hatte der ESV dann eine starke Schlussphase und gewann Satz eins mit 11:8. Auch im zweiten Satz ging der ESV mit 7:4 in Führung. Nur ging dann mehr und mehr die taktisch kluge Spielweise der Lausitzerinnen auf, die auszunutzen wussten, dass das ESV-Spiel zu sehr von Schwerins Schlagfrau abhing. Bademeusel drehte den Satz zum 11:9 und erzwang damit den Entscheidungssatz, den Bademeusel dann sicher mit 11:6 für sich entschied.

Für den VfK Berlin , den Güstrower SC und die SG Bademeusel beginnt damit die Vorbereitungsphase für die Deutsche Meisterschaft, die am 8./9. April in Siegburg (bei Köln) stattfinden wird.


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