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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

19. Oktober 2017 | 04:06 Uhr

Faustball : GSC feiert Wiederauferstehung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Faustball: Güstrower Männer holen zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga zwei nicht mehr für möglich gehaltene Punkte

Am Sonnabend richtete der Güstrower SC im Jahn-Stadion den Auftaktspieltag in der 2. Faustball-Bundesliga aus. Zu Gast waren die Mannschaften des VfK 1901 Berlin II und des SV 90 Fehrbellin. Da die Güstrower in der vergangenen Feldsaison nur mit Glück den Klassenerhalt sichern konnten, waren die Erwartungen gegen diese beiden Mannschaften, die zuletzt immer zu den Spitzenteams der 2. Liga gehörten, nicht sehr hoch. Hinzukommt, dass die Leistungen des GSC während der Vorbereitungsturniere recht durchwachsen waren. Ein Problem war insbesondere die geringe Effektivität im Angriff. Deshalb war der Wunsch von Mannschaftskapitän Philipp Nawroth: „Wenigstens zwei Punkte sollten wir zuhause holen.“

Und dann sah es zunächst für den GSC auch überhaupt nicht gut aus. Gegen die Berliner konnte der erste Satz noch recht ausgeglichen gestaltet werden (11:9 für Berlin). Aber das lag auch daran, dass die Berliner mit dem heftigen Wind auch ihre Mühe hatten. Nachdem die routinierte Mannschaft sich auf die Situation eingestellt hatte, gab es dann für den GSC nicht mehr viel zu holen, wobei die Mannschaft vor allem im dritten Satz nach einer aussichtsreichen 6:3-Führung kräftig zum Erfolg der Berliner beitrug, indem sie serienweise Eigenfehler produzierte. Insgesamt war das 0:3 (9:11, 4:11, 8:11) aber eine klare Niederlage.


Zwischenresultat war kein Mutmacher


Anschließend besiegte Fehrbellin dann den VfK glatt mit 3:0 und das war wirklich kein Mutmacher für die Gastgeber, denn Fehrbellin spielte auch bei den schwierigen Windverhältnissen sehr sicher. Da musste man für das zweite Spiel des GSC nichts Gutes befürchten.

Und der erste Satz lief dann leider auch wie erwartet: Fehrbellin gewann ohne große Mühe mit 11:5. Was dann folgte, war eine Art Wiederauferstehung einer Mannschaft. Der Wechsel von Axel Elsner in den Hauptangriff sorgte für mehr Stabilität im Angriff und vor allem für einige überraschende Angriffspunkte, die Fehrbelliner zusehends aus dem Konzept brachte. Es gelangen ihnen auch kaum noch eigene Punkte, weil die Güstrower Abwehr mit Thoralf Glamann und Tom Dabbert immer sicherer wurde und Philipp Nawroth etliche Fehrbelliner Angriffsversuche über die Mitte mit glänzenden Luftannahmen entschärfte. Der GSC zog Punkt für Punkt nach vorn. Erst in der Schlussphase des Satzes kam Fehrbellin noch einmal heran, riskierte dann aber zu viel und schenkte den Güstrower durch einen Aufschlagfehler den Satzball zum 11:9. Das brachte sie dann vollends aus dem Spielrhythmus und der GSC ließ nicht mehr locker. Das 11:4 zur 2:1-Satzführung war Ausdruck dafür. Es war aber schon klar, dass das wohl kaum so weiter gehen konnte. Die Fehrbelliner fingen sich wieder, spielten fast fehlerfrei und das gelang den Güstrowern nicht mehr. Konsequenz war das 6:11 zum Satzausgleich. Für den Entscheidungssatz hatte der GSC aber noch eine Variante parat. Dennis Mohns kehrte in den Hauptschlag zurück und zeigte sich gut erholt. Von Spielzug zu Spielzug steigerte er sich, konnte weitgehend fehlerfrei spielen und sorgte dann auch für die notwendigen Angriffspunkte. Auch nach dem die Fehrbelliner die 6:2-Führung des GSC bis zum 9:9 egalisieren konnte, behielt der 20jährige seinen Angriffsmut und sorgte mit zwei schönen Angriffsaktionen für das 11:9 und damit für den 3:2-Spielgewinn.

Obwohl es spielerisch anfangs nicht so richtig lief, hatten sich die Güstrower mit viel Einsatz und mannschaftlicher Geschlossenheit in die Erfolgsspur gebracht. Mit diesen beiden Punkten kann der GSC optimistisch an die weiteren Aufgaben herangehen.

Güstrower SC: Dennis Mohns, Heiko Otto, Philipp Nawroth, Thoralf Glamann, Tom Dabbert, Axel Elsner





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