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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 09:54 Uhr

Faustball : GSC-Damen schreiben Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Faustball: Güstrower Ü30 holt im niedersächsischen Moslesfehn überraschend die Deutsche Vizemeisterschaft

Am vergangenen Wochenende sorgten die GSC-Faustballer für den zweiten großen Paukenschlag innerhalb von zwei Wochen. Nach dem Vizemeistertitel bei den Schülern U14 bei der Heim-DM in eigener Halle waren es diesmal die Frauen Ü30, die eine Deutsche Meisterschaft zu bestreiten hatten. Ins niedersächsische Moslesfehn waren die Güstrowerinnen durchaus nicht ohne Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden gefahren, denn vor allem während der Bundesliga-Spiele zeigten sie sehr stabile Leistungen und wurden ungeschlagen Staffelerster. Das war natürlich gut für das Selbstbewusstsein.

Unklar war allerdings, wie der GSC die recht lange Wettkampfpause verkraften würde. Und dann zeigte sich auch im ersten Spiel, dass nicht alles so richtig rund lief. Der GSC hatte gegen den TSV Gärtringen mehr Mühe als erwartet, um 2:0 (11:7, 11:9) erfolgreich zu sein. Es war in diesem Spiel schon sehr wichtig, dass Diana Freiknecht mit ihrem Service immer wieder punkten konnte.

Genau diese Stütze des GSC-Spiels fiel dann ab dem ersten Satz des zweiten Spieles aus, weil sich die schlagstarke Angriffsspielerin am Knie so stark verletzte, dass die DM für sie gelaufen war. Der GSC musste also sein Spiel umstellen. Antje Trautz übernahm, unterstütz von Juliane Karasz, noch mehr Verantwortung im Angriff. Aber die Veränderung in den Spielabläufen bekamen die GSC-Spielerinnen dann doch gut in den Griff und entschieden nach dem verlorenen ersten Satz (6:11) den zweiten Satz gegen den TSV Bardowick mit 11:8 für sich.

In den letzten beiden Vorrundenspielen zeigte sich der GSC dann laufstark im Abwehrverhalten und sehr effektiv im Angriff. Nach dem Sieg gegen TuS Hilchenbach 2:0 (11:2, 11:6) reichte dem GSC ein 1:1 (9:11, 11:9)-Unentschieden gegen Gastgeber SV Moslesfehn, um Staffelerster zu werden und damit direkt ins Halbfinale einzuziehen.

Dort bekam es die Mannschaft mit dem Braschosser TV zu tun. Die Güstrowerinnen nutzen ihre Chancen von Beginn an außerordentlich konzentriert und kamen nur im zweiten Satz kurzzeitig in Bedrängnis, als sich die Braschosserinnen noch einmal aufbäumten. Aber der 2:0 (11:5, 11:9)-Erfolg war am Ende doch eine unerwartet sichere Angelegenheit für den GSC und bedeutete den größten Erfolg in der Geschichte des Güstrower Damenfaustballs.


Spannendes Finale im dritten Satz verloren


Im Finale wartete mit dem VfK Berlin zweifellos das Favoritenteam der DM, denn die Berlinerinnen wurden in den letzten drei Jahren Vizemeister bei dieser Frauen-DM und wollten als Erstliga-Team natürlich endlich den DM-Titel. Sie legten auch mit viel Angriffsdruck los und gingen in Führung. Güstrow hatte zunächst deutliche Probleme mitzuhalten und beim 10:6 schien der Satzgewinn für Berlin schon klar zu sein. Aber dann kam ein grandiose Phase des GSC: Mit unglaublichen Abwehraktionen und wuchtigen Angriffen holte Güstrow Punkt um Punkt auf und gewann den Satz schließlich mit 13:11. Mit dem gleichen Risiko im Angriff wollte der GSC im zweiten Satz weitermachen. Aber das ging gründlich daneben, auch weil der VfK großartige Rettungsaktionen zeigte und seine Angriffschancen resolut nutzte. Trotzdem war das 0:11 aus Güstrower Sicht sehr heftig, um dann im Entscheidungssatz wieder ins Spiel zu finden. Aber das gelang der Mannschaft und es entwickelte sich ein Klassespiel, in dem der GSC dem VfK noch einmal alles abverlangte, auch wenn dieser am Ende verdient den dritten Satz (11:7) und damit das Spiel sowie den DM-Titel gewann.

Aber die GSC-Frauen konnten ihre Silbermedaille im Anschluss genauso ausgelassen feiern wie die Berlinerinnen ihren DM-Titel. Für den GSC ist der Deutsche Vizemeistertitel ein herausragender Erfolg.

Güstrower SC: Diana Freiknecht, Juliane Karasz, Antje Trautz, Kathleen Keinert, Svenja Riebe, Susann Renk, Katrin Rosenow

Endergebnis:

1. VfK 1901 Berlin

2. Güstrower SC 09

3. Braschosser TV

4. SV Düdenbüttel

5. TSV Bardowick

6. TSV Gärtringen

7. SV Moslesfehn

8. TuS Hilchenbach

9. TSV Schülp

10. FSV Hirschfelde





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