Faustball : GSC braucht ein kleines Wunder

Dennis Mohns wurde in den Reihen der Güstrower schmerzlich vermisst.
Foto:
Dennis Mohns wurde in den Reihen der Güstrower schmerzlich vermisst.

Güstrower Faustball-Männer Schlusslicht der 2. Bundesliga / Zweite Frauen-Mannschaft schöpft nach Sieg wieder Mut

svz.de von
01. Dezember 2014, 10:49 Uhr

Einen sehr unglücklichen und für die weitere Saison ungünstigen Verlauf nahm der vierte Spieltag in der 2. Faustball-Bundesliga der Männer für den Güstrower SC.

Gleich vier Spieler standen in Berlin nicht zur Verfügung. Insbesondere der Angriff war durch das Fehlen von Dennis Mohns erheblich geschwächt. So wechselte Mario Wunderlich, eigentlich ein Abwehrspieler, in den Hauptschlag. Nach anfänglichen Problemen erfüllte er seine Aufgabe gut, konnte aber im Ganzen nicht die notwendige Angriffswirkung erzielen, sodass es für den GSC von Anfang an nur eine taktische Marschroute gab: Die Fehlerquote im eigenen Spiel so gering wie möglich halten und auf die Chancen warten, die der Gegner vielleicht bietet.

Zumindest gegen den TSV Bredstedt hätte diese Güstrower Spielweise fast zu einem Erfolg geführt. Denn nach dem Verlust des ersten Satzes (6:11), spielte der GSC gegen die Bredstedter in den beiden folgenden Sätzen erfolgreich. Mit der 2:1-Satzführung bestand natürlich Hoffnung auf zwei wichtige Punkte, die gerade gegen Bredstedt so wichtig gewesen wären. Allerdings stellten die Schleswig-Holsteiner dann ihre Fehler ab und warteten ihrerseits auf die Güstrower Fehler. Der GSC konnte kaum eigene Punkte erzwingen und verlor die beiden Sätze klar mit 3:11 und 7:11 und damit auch das Spiel mit 2:3.

Nach dem Verlust dieses Spieles war die Siegeszuversicht der Güstrower im Spiel gegen den VfK Berlin von Anfang an gering. Der VfK hatte die Güstrower Probleme natürlich erkannt, spielte die eigenen Spielzüge solide durch und gewann den Vergleich sicher mit 3:0 (11:4, 11:6, 11:8). Lediglich gegen Ende des dritten Satzes kam der GSC noch einmal besser ins Spiel. Axel Elsner hatte die Aufgabe des Hauptschlages übernommen und glänzte mit einigen gelungenen Angriffsaktionen.

Mit nur zwei Punkten steht der GSC auf dem letzten Tabellenplatz. Wenn der Abstieg noch verhindert werden soll, muss in der Rückrunde ein kleines Wunder geschehen. Das bedeutet, dass der GSC am kommenden Heimspieltag gegen Bademeusel und Kellinghusen II eigentlich zu Punkten kommen müsste. Angesichts der Ergebnisse der Hinspiele, die in Bestbesetzung beide mit 0:3 verloren gingen, ist das schwer vorstellbar. Vielleicht kann die Mannschaft aus dem Heimvorteil einen entsprechenden Nutzen ziehen.

Zum dritten Spieltag in der 2. Faustball-Bundesliga der Damen reiste die Mannschaft des Güstrower SC II nach Berlin. Die beiden Tagesgegner waren Gastgeber VfK Berlin und die Bundesliga-Reserve aus Kellinghusen.

Von der Grundorientierung war klar, dass der GSC II alles in das Spiel gegen Kellinghusen II legen musste. Die Aussichten auf einen zählbaren Erfolg gegen den hohen Staffelfavoriten aus Berlin waren dagegen sehr gering. Deshalb kam es zunächst darauf an, das Spiel gegen den VfK kräfteschonend und mit klarem Kopf zu bestreiten. Beim 0:3 (3:11, 2:11, 7:11) zeigte sich auch deutlich die Überlegenheit der Berlinerinnen, die immer wieder Lücken in der GSC-Abwehr fanden.

Im Anschluss hatte Übungsleiter Heino Martens dann einiges zu tun, um die Spielerinnen wieder aufzurichten und ihnen Mut zu machen für das Spiel gegen Kellinghusen. Auch diese Mannschaft sucht noch nach Stabilität in der Frauenklasse, sodass man erwarten durfte, dass sich beide Mannschaften ein knappes Spiel liefern würden. Dazu kam es aber nicht. Der Güstrower SC beherrschte von Anfang an das Spiel. Die erfahrenen Spielrinnen Juliane Karasz, Ulrike Martens und Kathleen Keinert sorgten für die nötige Ruhe im eigenen Spiel. An ihrer Seite fanden die jungen Spielerinnen Ann Dethloff und Lena Vogelgesang immer besser zu ihrem Leistungsvermögen. So wurde es ein gutes Spiel für den Güstrower SC. Ulrike Martens punktete regelmäßig aus dem Spiel und Juliane Karasz ergänzte die Angriffswirkung durch kluge Aufschläge. Das 3:0 (11:8, 11:5, 11:6) war somit nie in Gefahr. Die Mannschaft nahm zwei wichtige Punkte mit nach Hause, was Mut macht für die nächsten Aufgaben.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen