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Leichtathletik : Gold, Silber, Bronze für die Prüfers

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Deutsche Meisterschaft der Leichtathleten in Neubrandenburg: Erster Wintertitel für Henning / Clemens angelt den „Großen" Medaille weg

von
erstellt am 17.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Keinen Aktiven hatte der LAC Mühl Rosin bei der Deutschen „Heimmeisterschaft“ der Jugend (U20/U18) unter dem Neubrandenburger Hallendach am Start. Dafür ging mit dem Ehemaligen Henning Prüfer und seinem Bruder Clemens immerhin ein heißer Titelkandidat in die Leichtathletik-Ringe. Und die erfüllten ihre eigene Zielstellung mit einem kompletten Familien-Medaillensatz zum Teil sogar über.

Er habe noch etwas gut zu machen, haderte Henning Prüfer vor diesen Meisterschaften etwas mit den vergangenen zu dieser Jahreszeit. Denn ein Wintertitel blieb dem knapp 19-Jährigen zuvor versagt. Mit der Kugel „standesgemäß“ immer hinter Patrick Müller (SCN) landend, hatte ihm sein Kumpel 2012 das schon damals fällige Diskus-Gold weggeschnappt, im Jahr darauf war der Sachse Tony Zeuke am besten drauf, und voriges Jahr patzte Henning im Diskusring gar dreimal und schied aus. Am Sonntagnachmittag ließ der Güstrower an alter Wirkungsstätte aber nichts anbrennen. Mit 62,09 Metern legte er gleich im ersten Versuch eine Marke vor, die das Maß aller Dinge an diesem Tag blieb. Als Einziger übertraf Henning die magische 60, und auch jeder seiner drei weiteren gültigen Würfe hätte sein fünftes DM-Gold bedeutet. Im ansonsten unspektakulären Wettbewerb bei für Winterwurf angenehmer Witterung erwarteter Silbergewinner wurde Maximilian Klaus (LV Erzgebirge) mit 59,37m. Dessen Vereinskamerad Tony Zeuke konnte, möglicherweise durch seine begonnene Ausbildung etwas gehandicapt, nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Das war die Chance für Clemens Prüfer - und der 17-Jährige nutzte sie. Im spannenden Vierkampf um Bronze übernahm der Güstrower mit 55,43m im dritten Versuch die Führung, an der sich Lukas Koller (TSV Wasserburg 54,55m), sein Freund aus Neubrandenburger Zeiten Merten Howe (54,48) sowie Zeuke (54,36) vergeblich abarbeiteten. Mit seiner zehnten DM-Medaille wiederholte Clemens ein Kunststück, das ihm vor genau zwei Jahren im Winter, damals in der U18, schon einmal gelang. Nicht zufrieden waren beide Prüfers jedoch mit ihren Weiten. „Die war undiskutabel, voriges Jahr hatte ich mit dem U20-Diskus schon drei Meter weiter geworfen“, murrte Clemens über sich selbst. Und auch Henning meinte angesichts seiner Trainingswerte und guten Wetters, es „hätte heute eigentlich viel weiter gehen müssen“.

Drei Stunden zuvor gewann Henning Prüfer im Kugelstoßen Silber. Mit 20,06m übertraf er wieder einmal die 20-Meter-Marke. Doch gegen Lokalmatador Patrick Müller (20,67m) war kein Kraut gewachsen. Dies einsehend, und auch einer drohenden Wadenverspannung zuvorkommend, meldete er sich mit Blick auf das noch anstehende Diskusfinale nach dem vierten Versuch ab. Das Silber war nie in Gefahr. Dritter wurde der sich beständig steigernde Valentin Döbler (LG Stadtwerke München) mit 18,94m. Bruder Clemens, voriges Jahr Deutscher Meister in der U18, stellte seinen Kugel-Einstieg in der U20 aus trainingsmethodischen Gründen noch zurück.


Für Dreiländerkampf in Frankreich qualifiziert


Mit seinem Diskussieg hat sich Henning Prüfer für den Dreiländerkampf im Winterwurf der U20 zwischen Frankreich, Italien und Deutschland (Lyon, 28.2./1.3.) qualifiziert. Im parallel ausgetragenen Hallen-Länderkampf vertritt ihn im Kugelstoßen der DM-Dritte Döbler. Bei jeweils zwei Startern pro Disziplin wurde Clemens Prüfer als Ersatzmann für das Diskuswerfen nominiert.

Eine Sportlerin, die beim LAC das Leichtathletik-Abc erlernte, war neben einigen Güstrower Leichtathletik-Fans auf den Tribünen dennoch im Jahnsportforum zu sehen: Jil Möde. Die Mehrkämpferin vom ausrichtenden SC Neubrandenburg war als Kampfrichterin bei dieser Deutschen Meisterschaft aktiv im Einsatz.


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