Orientierungslauf : Glück des Tüchtigen gehabt

Nils Schmiedeberg (rechts) führt Eleven des Orientierungslaufes aus Klueß, Lalendorf, Schabow und Nieglewe in die Grundbegriffe des Sports ein.
Nils Schmiedeberg (rechts) führt Eleven des Orientierungslaufes aus Klueß, Lalendorf, Schabow und Nieglewe in die Grundbegriffe des Sports ein.

Rund 50 Teilnehmer aller Altersklassen startete zwischen zwei „Schietwettertagen“ beim Adventsorientierungslauf in Kirch Rosin

svz.de von
22. Dezember 2014, 15:33 Uhr

Da hatten Anke und Nils Schmiedeberg, die beiden Cheforganisatoren des Adventsorientierungslaufes, und natürlich auch alle Teilnehmer wirklich einmal das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite. Zwischen zwei „Schietwettertagen“ mit Regen und Sturm, an denen das sportliche Event im Wald schon aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall hätte stattfinden können, konnten sich rund 50 Teilnehmer aller Altersklassen an der in Deutschland leider immer seltener ausgetragenen Sportart erfreuen.

Dass der Orientierungslauf sich rar macht, liegt vor allem daran, dass der Aufwand für solch eine Veranstaltung enorm hoch ist. Es müssen spezielle Karten angefertigt werden, auf denen auch die kleinsten Kleinigkeiten des Geländes erfasst sind. Auch am Wettkampftag selbst musste Nils Schmiedeberg schon in aller Frühe bewaffnet mit Karte, Kompass und Stirnlampe in den noch dunklen Wald, um die Posten mit den sogenannten OL-Schirmen zu verteilen.

Dass dieser Aufwand nicht umsonst war, freute natürlich alle großen und kleinen Sportler, die sich einzeln, als Duo, Gruppe oder in Familie im Lauf- oder Wanderschritt aufmachten, um die in Senken, Rinnen, auf Hügeln oder an Bäumen und Hochständen versteckten Posten zu finden. Je nach selbst einzuschätzenden Leistungsvermögen konnte man sich dabei zwischen kurzer, mittlerer und langer Bahn entscheiden. Dabei ist die Freude, wenn man wieder einen der rot-weiß markierten Posten gefunden hat, riesengroß. Und im Eifer des Gefechts wird dann auch schon mal die Zeit vergessen. Eigentlich ist ein Zeitlimit von 90 Minuten gesetzt. Die letzten „Neulinge“ kamen aber erst nach fast zweieinhalb Stunden wieder im Ziel an.

Der Spaß war so groß, dass sich die Anreise sogar aus Schabow bei Hagenow gelohnt hat, wie Thomas Schugg betonte, der gemeinsam mit Sohn Luis unterwegs war. Besonders das Zusammenspiel zwischen körperlicher und geistiger Beanspruchung gefiel den beiden. Jan-Philipp Bast aus Nieglewe und Hannes Thomaske aus Lalendorf, die ansonsten bei der Eintracht in Groß Wokern dem Fußball nachjagen, hatten ebenfalls viel Spaß und waren sehr stolz, dass sie alle Posten gefunden hatten.

Während auf der kurzen Strecke Familie Gerlach ihre gute Ortskenntnis ausspielte und am schnellsten alle acht Posten fand, zeigten auf der Mitteldistanz Elisa Kaufmann aus Leipzig und der Neustrelitzer Karl Assmann, dass man mit viel Erfahrung auch in unbekanntem Gelände sehr schnell sein kann.

Auf der schwersten, der per Luftlinie neun Kilometer langen Bahn, blieb trotz Sturz und Kompassbruch Lars Schmiedeberg – Bruder des Cheforganisators – sogar unter einer Stunde. Vermutlich wäre Ed Nash, ein in Rostock lebender Brite und OL-Spezialist, sogar noch schneller gewesen. Doch weil der den Spaß noch etwas ausdehnen wollte, nahm er gleich die kurze und die lange Bahn unter die Füße und brauchte so natürlich etwas mehr Zeit.

Alle hoffen nun, dass sie sich auch im kommenden Jahr wieder zum Advents-Orientierungslauf in Kirch Rosin treffen können.



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