Handball-MV-Liga : GHV zum Auftakt im Torrausch

Haushoch überlegen: Neuzugang Jonas Christ (r.) steuerte vier Treffer zum 35:15-Kantersieg des Güstrower HV gegen die SG Vorpommern-Greifswald bei.
Haushoch überlegen: Neuzugang Jonas Christ (r.) steuerte vier Treffer zum 35:15-Kantersieg des Güstrower HV gegen die SG Vorpommern-Greifswald bei.

Handball-MV-Liga Männer, 1. Spieltag: Güstrower schlagen die SG Vorpommern-Greifswald unerwartet deutlich mit 35:15 (18:8)

von
10. September 2018, 05:00 Uhr

Traumstart für den Güstrower HV: Zum Auftakt der MV-Liga schlugen die Mannen um Spielertrainer Oliver Mayer und Michael Köhler den HC Vorpommern-Greifswald in heimischer Halle mit 35:15 (18:8) und setzten damit gleich ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz. „Mit solch einem Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Greifswald war gut besetzt und hat sich im Gegensatz zur vergangenen Saison nicht verschlechtert“, sagt Oliver Mayer, der eigentlich ein unangenehmes Spiel prophezeite, zumal mal den Güstrowern kurzfristig drei Leistungsträger (Pascal Burke, Alex Wirt und Till Mallach) ausfielen. „Dafür haben es die anderen dann aber gut gemacht“, sagt Mayer. Während die GHV-Defensive gute zehn Minuten benötigte, um sich einzuspielen, lief es vorne von Anfang an richtig rund. Entweder spielte die Offensive ihre Angriffe geduldig aus oder schlug per schnellem Umschaltspiel zu. Dies funktionierte aber nur, weil in der eigenen Abwehr zahlreiche Bälle gewonnen und schnell nach vorne getragen wurden. Damit kamen die Gäste zu keiner Zeit klar und gerieten spätestens ab der 16. Minute auf die Verliererstraße, als die Güstrower von 8:7 auf 12:7 erhöhten. Bis zum Pausenpfiff nahm das Unheil aus Sicht der SG Vorpommern-Greifswald dann seinen Lauf. Die Hausherren vergrößerten ihren Vorsprung auf zehn Tore und sahen bereits zur Halbzeit wie der sichere Sieger aus (18:8).

Doch der GHV ruhte sich auf diesem Polster nicht aus und zwang die Gäste nach dem zwischenzeitlichen 26:11 zu einer Auszeit (44.). Die Güstrower wiederum nutzten diese Phase, um durchzuwechseln. Trotzdem hielten die Barlachstädter ihr Niveau und kassierten bis zum Schlusspfiff nur noch vier weitere Gegentore. „Unsere Perspektivspieler haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Trainingseinheiten der vergangenen Wochen und Monate zeigen Wirkung. So kann es weitergehen“, freut sich Oliver Mayer über die „zweite Reihe“ beim GHV. Ein Extralob verteilte er aber auch an Routinier Thomas Kahl, der mit seinen 40 Jahren dem Team Stabilität verleiht, wenn es sein muss und zudem Tore wirft. Herausragender Güstrower war aber einmal mehr Tim Dethloff, der mit seinen zwölf Toren nicht nur der Offensive seinen Stempel aufdrückte, sondern auch in der Abwehr seinen Mann stand.

Was dieser Kantersieg gegen die SG Vorpommern-Greifswald nun Wert ist, wird sich am kommenden Sonnabend zeigen, wenn die Güstrower beim SV Einheit Demmin gastieren. „Die haben körperlich mehr entgegenzusetzen“, blickt Oliver Mayer voraus. Aber in dieser Form braucht sich der Güstrower HV auch nicht vor den Demminern zu verstecken.

Güstrower HV: Oliver Mayer, Thomas Haase – Peter Ritzrau, Benjamin Kalien (3), Michael Köhler (4), Lukas Dombrowski, Jonas Christ (4), Clemens Golatowski (2/1), Dominic Frahm (1), Paul Golatowski (1), Thomas Kahl (2), Tom Golatowski (5), Tim Dethloff (12/3), Moritz Langer (1)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen