zur Navigation springen

Speedway : Generalprobe für EM bestanden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Motorsport: MC Güstrow meistert schwierige Wettersituation beim Pfingstrennen

Alljährlich ist der internationale Pfingstpokal das Highlight der Speedwaysaison beim MC Güstrow, auf das viele Zuschauer hinfiebern und auf das sich die Mitglieder und Helfer des Vereins monatelang vorbereiten. Das war auch in diesem Jahr so, nur mit dem Unterschied, dass in vier Wochen noch ein sportliches Ereignis ansteht, das alles bisherige in seinen Dimensionen überstrahlt. Mit der Ausrichtung des 1. Laufs zur Speedway-Europameisterschaft, der auch von Eurosport übertragen wird, steht der MC Güstrow vor einer Aufgabe, die während des Pfingstpokals immer wieder Thema war. So war für Organisatoren und Zuschauer am der Pfingstsonntag auch eine Generalprobe für den 6. Juli, zuallererst aber eine tolle Speedway-Party – nur das Wetter ließ es nicht so ganz zu.

Ein kräftiger Gewitterguss tobte eine gute Stunde vor Rennbeginn über dem Güstrower Stadion und ließ nicht nur viel Wasser auf die Bahn prasseln, sondern durchnässte auch Zuschauer und Helfer. Dass trotzdem 6500 Fans das Event erleben wollten, ist nicht zuletzt ein Beleg für das Zutrauen der Fans in die hiesigen Bahnverhältnisse. Und das zurecht, wie sich zeigen sollte. Bahnmeister Peter Gradert prüfte nach dem Regen den Zustand und konnte schon bald seine Crew aufs Oval schicken, um die Pfützen wegzufegen. „Wir haben die Bahn so vorbereitet, dass sie auch bei einem Schauer unten hart und das Wasser auf der Oberfläche bleibt. Die Drainage funktioniert, und so muss man nur ein wenig Geduld haben, bis das Wasser abgelaufen ist. Auf keinen Fall darf man gleich auf die Bahn, weil sich dann in den Fußspuren das Wasser sammeln würde“, erklärt der Bahnmeister seine Vorgehensweise.

Auch wenn so ein Schauer für alle Beteiligten nicht schön ist, der Bahn hatte es eher gut getan, was die Aktiven mit hervorragendem Sport, vielen Zweikämpfen und Überholvorgängen beweisen. Besonders gut demonstrierte das Christian Hefenbrock, der sich erstmals die begehrte Trophäe sicherte und am Ende als strahlender Sieger auf dem Podest stand. Allerdings dies nun wieder in strömendem Regen – denn ein weiterer Guss war dann doch zu viel und das Rennen musste schon nach dem 16. Lauf beendet werden. „Wenn es während des Rennens so stark regnet, dann kann das Wasser nicht mehr ablaufen, weil sich durch das Fahren Rillen gebildet haben. Dann werden die Bahnverhältnisse zu gefährlich“, erklärt Peter Gradert den Unterschied der Auswirkung von Schauern vor und während des Rennens.

Insgesamt kamen die deutschen Piloten mit den Bedingungen mit am besten zu recht. Acht der 16 Laufsiege gingen auf ihr Konto. Die Zuschauer ließen sich vom Regen nicht beirren, hielten aus und feierten mit Laola-Wellen. „Wir sind froh, ein so tolles Publikum zu haben. Dafür lohnt sich auch die gesamte Vorbereitung“, resümierte der 2. Club-Vorsitzende, Thomas Koch. „Das Wetter war für uns heute schon eine besondere Herausforderung und ich freue mich, dass wir das Rennen fast ganz über die Bühne gebracht haben. Vieles hat auch an den Abläufen und Verantwortlichkeiten gut geklappt. Nun gilt es das alles zu optimieren, damit wir auf unterschiedliche Situationen flexibel reagieren können“, äußerte Koch schon mit Blick auf die EM. Geschäftsführerin Judith Woynowski ist für den 6. Juli zuversichtlich: „Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei, dem Sicherheitsdienst und dem Verein hat auch bestens geklappt und wir konnten die Situation auf den Parkplätzen optimieren.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen