Laufsport : Gänsehaut zum Abschluss

Petra Grobbecker (li.) und Stefanie Gewiese, zwei erfahrene Marathonläuferinnen vom SC Laage, treffen sich gerne zu einem gemeinsamen Läufchen.
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Petra Grobbecker (li.) und Stefanie Gewiese, zwei erfahrene Marathonläuferinnen vom SC Laage, treffen sich gerne zu einem gemeinsamen Läufchen.

Der 61-jährige Olaf Schulz-Nieber erlebte in New York seinen Marathon-Höhepunkt

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05. Januar 2018, 05:00 Uhr

Der Jahresanfang ist stets die Zeit der neuen Vorsätze, Zeit aber auch, um Rückschau zu halten auf das Erreichte. Gute Tradition ist es, einmal in die Listen der erfolgreichen Marathonläufer der Region zu schauen. Genau 40 von ihnen konnte der Statistiker im abgelaufenen Jahr ermitteln, die für den Altkreis Güstrow an den Start gingen und nach mehr oder weniger langer Zeit auch die Ziellinie erreichten. Für die meisten von ihnen ist die kräftezehrende Distanz der Höhepunkt des Sportjahres, auf den sie sich vernünftigerweise wochen- und monatelang vorbereiten. Es gibt aber auch Läufer, die Marathons „sammeln“. Auch dagegen ist bei ordentlicher Herangehensweise nichts einzuwenden. Es kommen zwar nur ganz selten die ganz großen Zeiten heraus, dafür aber viel Spaß beim Treffen mit den Sportfreunden. Zu Letzteren gehört auf jeden Fall Olaf Schulz-Nieber. Der Berufs-Feuerwehrmann vom SC Laage bewältigte im vergangenen Jahr nicht weniger als zehnmal die gewaltige Distanz. Dabei brauchte er gar nicht einmal so weit reisen. Die weiteste Anreise hatte er ins Nachbarland Luxemburg, für den Tessiner fast vor der Haustür lag Rostock. Dazu gesellten sich Läufe in Kiel und Flensburg, Bitterfeld und Wolgast sowie Lübeck, Neubrandenburg, Stralsund und auf dem Darß.
Zu den „Marathon-Sammlern“ gehörte bisher auch Arnold Fuchs. Doch nun soll für den 61-Jährigen zumindest auf der ganz langen Distanz Schluss sein. Abschließender Höhepunkt seiner „Laufbahn“ war der größte Marathon der Welt, der New-York-City-Marathon. Das dort erlebte „Gänsehaut-Feeling pur“, wie er es immer noch beeindruckt beschreibt, ist einfach nicht mehr zu toppen. So kann er auch beruhigt dem Drängen seiner Frau nachgeben, die die Ambitionen ihres Mannes stets mit gemischten Gefühlen begleitete. Wenn es auch mit dem Marathon nun vorbei sein soll, die Laufschuhe wird Arnold Fuchs bestimmt noch lange nicht an den berühmten Nagel hängen.

Fragt man nach den Schnellsten, so mussten sich diesmal die Güstrower den Sportlern aus dem Westteil der Region geschlagen geben. Der Schwaaner Paul Bentzel lief in Stralsund beim Rügenbrückenmarathon 2:57:01 Stunden und war damit exakt eine Minute schneller als Altmeister Frank Schütz vom LSV Güstrow. Als Drittplatzierter benötigte Ralf Kähler vom gleichen Verein 3:03:11 Stunden. Ebenfalls nur knapp verfehlte unter äußerst ungünstigen Witterungsbedingungen Nils Schmiedeberg (3:03:43 h) als schnellster Vertreter des Tri Fun Güstrow die begehrte 3-Stunden-Marke in Rom.

Einen großartigen Einstand ins Marathongeschehen hatte Katharina Bohnsack aus Passin. Mit 3:32:55 Stunden lief sie gleich bei ihrem ersten Marathon in Berlin eine tolle Zeit und lag damit weit vor den erfahrenen Stefanie Gewiese (4:10:22 h) und Petra Grobbecker (4:18:51 h) vom SC Laage, die die Plätze 2 und 3 unter den insgesamt sieben Marathon laufenden Frauen belegten.

Die erfolgreichen Marathonis der Saison 2017

Frauen: K. Bohnsack (W35/LRT Bützow) 3:32:55 Stunden, J. Fischer (40/SC Laage) 4:37:39, N. Fischer (45/Tri Fun Güstrow) 4:32:31, St. Gewiese (35) 4:10:22, M. Gießler (35) 4:22:47, P. Grobbecker (45/alle SCL) 4:18:51, C. Neumann (35/TF) 4:51:04

Männer: F. Bauske (55/LSV Güstrow) 3:57:54 Stunden, P. Bentzel (30/Schwaan) 2:57:01, M. Boden (40/LSV Teterow) 3:29:55, T. Bohnsack (40/LRT) 3:29:57, V. Buddenhagen (50/LRT) 4:36:18, W. Drews (60/LSV G.) 4:53:51, H. Freymann (50/Bützow) 3:49:50, A. Fuchs (60/LSV G.) 4:19:11, M. Genkel (35/FFW Schwaan) 4:32:10, B. Jänike (50/SCL) 3:19:44, R. Kähler (45/LSV G.) 3:03:11, A. Kühn (30/Teterow) 3:27:28, S. Lindhorst (45/LSV T.) 3:07:21, F. Mäß (60/TF) 4:39:16, K.-D. Mauck (60/LRT) 4:12:28, T. Meier (35) 3:41:00, J. Mellenthin (45/beide TF) 3:43:57, St. Ostertag (50/SCL) 3:57:12, J. Raddatz (50/LSV G.) 3:21:21, K. Rambow (60/Bützow) 3:19:09, N. Schmiedeberg (50/TF) 3:03:43, L. Scholz (60) 3:29:56, S. Scholz (30/ beide LRT) 3:20:33, T. Schönfuß (30/LF Neu Sammit) 3:51:49, St. Schröder (40/Krakow a. S.) 4:24:09, O. Schulz-Nieber (45/SCL) 4:26:34, F. Schütz (55/LSV G.) 2:58:01, R. Seidel (30/SCL) 4:29:26, N.-St. Utke (45/LSV T.) 3:16:12, G. Wehrle (55/TF) 5:52:39, M. Wolschon (50/LRT) 3:27:42, T. Würfel (30/LSV T.) 4:07:48, P. Zettel (55/LSV G.) 3:37:53


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