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Laufsport : Für Marathonis ist kein Weg zu weit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Rückblick: Stefan Grobbecker aus Laage startete u. a. beim Marathon im „Big Apple“ durch die fünf Stadtteile von New York

Die Strecke von Güstrow nach Rostock beträgt gut 40 Kilometer. Um sie zurückzulegen, benötigt der Mensch, egal ob mit dem Zug oder dem Auto, etwa eine Dreiviertelstunde – ein Klacks also. Trotzdem gibt es Menschen, die solch eine Distanz unbedingt einmal zu Fuß bewältigen möchten. Genauer handelt es sich dabei um die Marathondistanz. Die beträgt exakt 42,195 Kilometer und von einem Klacks kann man dann ganz bestimmt nicht mehr reden. Ganz im Gegenteil: es gehört schon eine gehörige Portion Kraft und Willen dazu, das Training für solch eine Mammutdistanz durchzuziehen und dann am „Tag der Wahrheit“ dem inneren Schweinehund nicht zu gehorchen und das Unternehmen vorzeitig abzubrechen. Trotzdem können in der Region Güstrow-Bützow-Teterow immer mehr Freizeitläufer von sich behaupten, zu den erfolgreichen „Marathonis“ zu gehören. Waren es im Jahre 2010 noch 30 Männer und drei Frauen, die in der Statistik ermittelt werden konnten, weist die Liste für das vergangene Jahr schon 44 Läufer und 5 Läuferinnen auf. Und dabei kann noch nicht einmal einen Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden.

Interessant ist immer wieder, sich einmal die Startorte der Marathonläufer zu betrachten. Natürlich kann man bei den relativ kleinen Veranstaltungen im eigenen Lande wie in Ueckermünde, Wieck oder Stralsund starten. Den kürzesten Anreiseweg hat man zur Marathonnacht in Rostock. Viele möchten aber nicht nur weit laufen, sondern gleichzeitig etwas von der weiten Welt sehen. So lief der Güstrower Arnold Fuchs im zurückliegenden Jahr nicht nur in Dubai und Barcelona, sondern auch beim Dolomiten-Marathon in Italien und beim Marathon auf zwei Kontinenten in Istanbul, wo der Bosporus überquert wird. Auch auf der Deutschen liebsten Ferieninsel, Mallorca, und im irischen Dublin wurde die klassische Distanz bewältigt. Den weitesten Weg legten Veronika und Mathias Wolschon aus Bützow sowie der Laager Stefan Grobbecker zurück, um sich ihren Traum vom Marathon im „Big Apple“ durch die fünf Stadtteile von New York zu erfüllen.

Die schnellsten Läufer der Region waren wie schon im Vorjahr Anne-Kathrin Litzenberg (3:23:57 h) und Nils Schmiedeberg (2:53:39) vom Tri Fun Güstrow. Trotzdem waren beide nicht so recht zufrieden mit ihren Ergebnissen, erwischten sie doch mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius im Oktober in Palma de Mallorca denkbar ungünstige Bedingungen.

Überhaupt ist ein Vergleich der Leistungen sehr schwierig, selbst wenn die Strecken exakt vermessen und die Zeiten elektronisch gemessen werden. Nicht nur das Wetter verursacht unterschiedliche Bedingungen, auch das Profil kann zwischen der nahezu tischebenen Weltrekordstrecke von Berlin und dem eher einem Crossparcours gleichenden Profil des Rennsteiglaufes schwanken. Und dann ist da noch das Alter: ältester Marathoni war übrigens der für den SC Laage startende Moisaller Klaus-Dieter Mauck, der die 60 schon überschritten hat.

Eine außergewöhnliche Leistung ist die Bewältigung der 42,195 Kilometer in jedem Falle, egal, ob dafür nun drei, vier oder fünf Stunden benötigt werden.


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