Lokschuppenpokal : Fünfjährige Durststrecke beendet

Alt-Herren-Fußballer vom ETSV Güstrow gewinnen zum zweiten Mal nach längerer Unterbrechung den eigenen Lokschuppenpokal

svz.de von
28. Dezember 2014, 15:56 Uhr

Beim 9. Lokschuppenpokal der Alt-Herren -Fußballer gewann Gastgeber, ETSV Güstrow, alle seine Spiele und erntete den Wanderpokal „gläserne Lokomotive“ verdient.

Der gastgebende ETSV bezwang in Staffel A zu Beginn Neuling SG Fiko Rostock mit 3:1 und legte gegen den TSV Bützow mit 5:1 nach. Gegen die FK Kuhs wurde es nach schneller 2:0-Führung noch eng. Kuhs erspielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, musste sich jedoch zum Ende, der für die Alten Herren langen Spielzeit von 14:09 Minuten, mit 3:2 geschlagen geben. Da Fiko nach der Auftaktniederlage gegen Bützow und Kuhs gewann, folgten die Rostocker dem ETSV ins Halbfinale. Die Freizeitkicker Kuhs siegten gegen Bützow und wurden Gruppendritter, vor den ehemaligen Eisenbahnern aus Bützow.

In der Staffel B gewann Pokalverteidiger ESV Lok Rostock die drei Partien und wurde Gruppensieger. Die Minimalisten vom FC Aufbau Sternberg wurden mit zwei Siegen Gruppenzweiter. Veritas Wittenberge, diesmal mit Rumpftruppe antretend, musste sehr zeitig Federn lassen und rangierte auf Gruppenplatz drei ein. Es verhindern, dass er Gruppenschlusslicht wurde, konnte der SV Einheit Güstrow auch dieses Jahr nicht.

Da auch um die Plätze 5 bis 8 in der Folge überkreuz gespielt wurde, war zunächst egal, ob man Dritter oder Vierter der Vorrunde war. Einheit konnte gegen Kuhs deren Führung dreimal ausgleichen, doch war die Spielzeit zu lang für die von Verletzungen gebeutelten Güstrower. Fünf Mal schlug es noch bei dem in dieser Partie von Gunnar Sachse gehüteten Kasten ein und endete so 3:8. Im Parallelspiel bezwang Veritas Wittenberge den TSV Bützow mit 6:2 deutlich. Ergo kam es in der Folge jeweils zu den Partien der Staffeldritten und Staffelvierten gegeneinander.

Im ersten Halbfinale ging der FC Aufbau Sternberg zeitig in Führung. Der ETSV fand lange kein Mittel in dem von Taktik geprägten Spiel gegen tiefstehende Aufbauspieler. Drei Minuten vor Ultimo glich Andreas Bitterling für die Lokelf aus und setzte vier Sekunden vor dem Ende der Partie den entscheidenden K.o. zum 2:1-Sieg.

Im zweiten Halbfinale lieferte sich beide Rostocker Teams ein hochklassiges Match. Fiko ging in Führung und nutzte in der Folge die Fehler gegen den dann aufgerückten ESV Lok Rostock gnadenlos aus. Am Ende stand ein sicheres 3:0 zur Buche.

Der SV Einheit war im Spiel um die rote Laterne nicht mehr spielfähig und verzichtete auf das Antreten. Also wurde der TSV Bützow Siebter. Eine klasse Partie lieferte auch Kuhs gegen Wittenberge ab, mit dem glücklicheren Ende beim 3:2 für Kuhs. Das kleine Finale brachte das einzige Remis und folglich das Penalty-Schießen. Hierbei waren die Sternberger etwas abgezockter und holten nach dem 4:3 Bronze gegen Lok Rostock.

Das Finale gab es als erstes Spiel der Vorrunde. Der ETSV traf erneut auf Fiko Rostock, die einen bärenstarken Eindruck hinterließen. Die Güstrower gingen in Führung, bauten diese aus, doch Fiko blieb dran. Kleine Fouls und Provokationen waren ebenso an der Tagesordnung wie Zweiminutenstrafe für jede Seite eine. Mit dem 3:1 war die Partie zwar vorentschieden, doch die Spannung blieb bis zum Ende der einminütigen Nachspielzeit. Dann hatte es der ETSV nach dem 4:2-Sieg zum zweiten Mal die Turnierhistorie geschafft, das eigene Turnier zu gewinnen.

Die drei Schiedsrichter Erich Schilling, Martin Kuhardt und Ole Schuller hatten in den 20 Partien wenig bis gar keine Probleme.

Endstand


1. ETSV Güstrow
2. SG Fiko Rostock
3. FC Aufbau Sternberg
4. ESV Lok Rostock
5. FZ Kuhs
6. Veritas Wittenberge
7. TSV Bützow
8. SV Einheit Güstrow (Wanderpokal „rote Laterne“)


Einzelprämierungen


Torerzielung mit dem schärfsten Schuss: Ronny Tolksdorf (FZ Kuhs) – Wagenhammer von der Bahn
Spaßbremse: Robin Haase (Veritas Wittenberge) – einen Hemmschuh von der Bahn
Unglücklichste Torwartparade: Ole Herrmann (TSV Bützow) – die Bahnschranke
Torschützenkönig, 10 von 98: Robin Haase (Veritas Wittenberge) – ein Schraubendreher-Set
Bester Spieler: Karsten Hildebrandt (FC Aufbau Sternberg) – den Oskar
Bester Torwart: Axel Heck (SG Fiko Rostock) – ein Paar TW-Handschuhe

Aufstellungen

ETSV Güstrow: Axel Güldenpenning, Maik Schmidt (1), Christin Schultze (2), Tom Suckow (3), Andreas Bitterling (2), Mathias Rüsing, Slawomir Paslek (3), Jaroslaw Babiarz, Danny Pawlak, Mario Dzubiel (2), Peter Ahlberg, Stephan Murr, Steffen Krumm

FZ Kuhs: Rene Bukowski, Swen Langschwager, Ronny Tolksdorf (3), Volker Seewald, Peter Josewich (3), Sven Rabold (5), Matthias Moll (7), Tobias Hagen
SV Einheit Güstrow: Rene Samotia, Ronny Fritsch (1), Matthias Schneider (4), Marcel Pupke, Jörg Bannier, Wolfgang Drews, Tino Lorenz, Gunnar Sachse

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen