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Hansa-Sponsor : Frischer Wind an der Ostsee

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ex-Bützower Mario Kuska steigt mit seinem Arbeitgeber Kurzurlaub.de beim FC Hansa Rostock als Hauptsponsor ein

In vier Tagen startet Fußball-Drittligist Hansa Rostock in die Vorbereitung zur neuen Saison. Auf der Brust präsentiert der Traditionsklub und das Fußball-Aushängeschild Mecklenburg-Vorpommerns dann auch einen neuen Hauptsponsor – Kurzurlaub.de. Es wurde zunächst eine dreijährige Zusammenarbeit vereinbart. Bei einigen Treffen der Verhandlungspartner dabei war auch Mario Kuska, der als Verantwortlicher für Unternehmenskommunikation beim Schweriner Unternehmen die Schaltstation zum Verein, dessen Fans und zu den Medien sein wird. Der ehemalige Spieler und Erfolgs-Trainer des TSV Bützow ist seit 13 Monaten für den Marktführer im Kurzreise-Sektor tätig. Kuska war vor allem an der Anbahnung der Zusammenarbeit zwischen Hansa und seinem neuem Hauptsponsor nicht ganz unbeteiligt. Geschäftsführung und Portalmanager David Wagner machten den Deal mit Hansa dann fix.

Anfang Februar ging alles los. Kuska, gerade als Coach des MSV Pampow freigestellt, hospitierte beim damaligen Rostocker Trainerteam Andreas Bergmann/Andreas Reinke. Allerdings mit dem Ziel, für seine weitere Laufbahn als Coach neue Eindrücke und Ideen zu sammeln. „Das war ziemlich lehrreich. Wir haben viel miteinander gesprochen“, blickt Kuska auf die Zeit zurück.

Doch dann entwickelte sich seine Rolle schnell in eine andere Richtung. Statt die Trainerlaufbahn weiter zu verfolgen, rückte der 39-Jährige mit seinem Arbeitgeber in den Mittelpunkt des Geschehens. So knüpfte der „Fußball-Hospitant“ nach Absprache mit seinen Vorgesetzten in Rostock die entscheidenden Kontakte.

Als klar war, dass der bisherige Hauptsponsor Palmberg nicht weiter auf der Trikot-Brust prangen wollte, sahen die „Kurzurlauber“ ihre Chance. Anfangs lockeren Gesprächen mit Hansas Vorstandsboss Michael Dahlmann und Pressesprecher Lorenz Kubitz folgten die konkreten Verhandlungen. „Die Jungs, die da arbeiten, machen das wirklich gut. Wir waren von Anfang an auf einer Wellenlänge“, schildert Kuska seine Eindrücke.

Euphorie im und um den Klub entfachen

Er selbst, der seit Kindheitstagen Hansa-Fan ist und dem der Verein am Herzen liegt, spricht gar schon von einer Euphorie, die auf den Klub und die Fans übertragen werden soll. „Ich glaube schon, dass sich im und um den Verein herum etwas drehen kann. Wir wollen eine Vorwärtsentwicklung sehen. Man hat doch schon öfter erlebt, dass in Rostock eine Euphorie entstehen kann, wenn erfolgreich gearbeitet wird“, meint Kuska, der Sport und Germanistik studiert hat und 16 Jahre als Journalist für die SVZ arbeitete.

Dabei traut der Schweriner gerade Hansas altem und neuen Trainer Peter Vollmann eine Menge zu. „Er kennt die Liga wie seine Westentasche und hat mit harter Arbeit schon einmal etwas kaum für möglich gehaltenes geschafft“, erinnert Kuska an den damaligen Aufstieg in die 2. Liga. Er hofft dabei aber auch auf die Unterstützung der Fans – sowohl in der heimischen DKB-Arena als auch auswärts. Für die Fahrten in die Fremde könnte Kurzurlaub.de den Hansa-Anhängern in Zukunft auch Reisepakete schnüren. Das 30-köpfige Unternehmen mit Sitz in Schwerin ist schließlich darauf spezialisiert, zwei- bis fünftägige Ausflüge innerhalb Deutschlands zu vermitteln. „In erster Linie geht es aber darum, den Verein zu unterstützen. Wir wollten uns marketingmäßig verbreitern, haben mit dem FC Hansa den idealen Partner gefunden“, sagt Mario Kuska. Mit welcher Summe das Reiseportal dem Verein unter die Arme greift, ist nicht genau bekannt. „Es wird dem FC Hansa nicht schlechter gehen als vorher“, sagt Kuska, der in Zukunft öfter in der DKB-Arena anzutreffen sein wird. „Wir wollen vor Ort sein und Präsenz zeigen. Jeder kann das Gespräch mit uns suchen“, sagt der verheiratete Familienvater.

Eine Rückkehr als Trainer auf den Fußballplatz ist für Kuska, der zwölf Jahre beim TSV aktiv war, daher erst einmal ausgeschlossen. „Es gab ein paar Anfragen, aber das schaffe ich rein zeitlich dann ja gar nicht. Es ist auch nicht so schlimm, wie ich mir es zu meiner aktiven Zeit vorgestellt hätte. Außerdem habe ich ja trotzdem noch genug mit Fußball zu tun“, sagt Kuska. So verfolge er auch weiterhin den Werdegang seiner ehemaligen Vereine. „Ich freue mich über die neue Entwicklung beim TSV Bützow“, sagt er, der das Team vor drei Jahren völlig überraschend in die Verbandsliga führte, ehe er ein Jahr später beim MSV Pampow anheuerte. Am neuen Bützower Aufwärtstrend nach dem Abstieg in die Landesliga ist Kuska sogar beteiligt, stellte er doch den Kontakt zum neuen Trainer, Helge Marquardt, her.

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