Fußball : Flutlichtpremiere macht Appetit auf mehr

Erfolgreiche Flutlichtpremiere für den GSC: Güstrows neuer Kapitän Björn Plate (l.)  war beim Sieg über den TSV Bützow zweimal erfolgreich.
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Erfolgreiche Flutlichtpremiere für den GSC: Güstrows neuer Kapitän Björn Plate (l.) war beim Sieg über den TSV Bützow zweimal erfolgreich.

Fußball-Landesliga Nord, 15. Spieltag: Güstrower SC besiegt Bützow / Bölkow bleibt erster Förderkader-Verfolger / Laage erfüllt „Pflichtaufgabe“

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23. März 2014, 20:00 Uhr

Der Güstrower SC hat den zweiten Sieg im zweiten Pflichtauftritt 2014 gefeiert. Nachdem Laage sich gegen den Tabellenletzten schwer tat, machte der Bölkower SV Sonntag den Dreifacherfolg für die Region in der Landesliga perfekt.

Güstrower SC – TSV Bützow 5:2 (2:2)

Bereits Freitagabend feierten die Barlachstädter die erfolgreiche Flutlichtpremiere im Jahnstadion. „Es war ein richtig gutes Landesligaspiel mit hohem Tempo. Bützow hat auch stark mitgespielt“, lobte GSC-Trainer Sven Lange die Kontrahenten. In der Anfangsphase versäumten die Hausherren bei Chancen durch Björn Plate und Philipp Keup die Führung. Auf der Gegenseite brachte Tobias Barachini seinen Gegenspieler zu Fall – Elfmeter für Bützow. Robert Grabowski schoss die Gäste in Führung (26.) und eröffnete einen wilden Schlussspurt vor der Pause. Zunächst wurde Plate mit langem Pass auf die Reise geschickt und glich aus (33.). Nur drei Minuten später schoss Barachini die Güstrower in Führung. Doch die Freude währte nur kurz: Christian Hanke wollte den Ball zu Robert Lehnart zurückköpfen, Grabowski spritzte dazwischen – 2:2 (37.).

Nach dem Wechsel traten die Barlachstädter noch dominanter auf, agierten vor allem im Rückwärtsgang nicht mehr so nachlässig. Zudem mussten die Gäste offenbar dem hohen Tempo etwas Tribut zollen. Mit seinem zweiten Treffer des Tages brachte Plate den GSC in Führung (54.), ehe Marvin Bartelt für die Vorentscheidung sorgte (74.). „Das war ein typisches Tor von ihm. Er rutscht mit beiden Kniescheiben über den Kunstrasen und erobert den Ball, geht nach vorne und macht ihn rein“, beschreibt Coach Lange das 4:2. Den Schlusspunkt setzte kurz vor Schluss Philipp Keup (87.).

Sven Lange: „Das war eine Werbung für die Mannschaft. Wir hoffen, dass nach dieser Leistung noch mehr Zuschauer zu unseren Spielen kommen. Die 180 Fans, die da waren, kommen bestimmt wieder. Es war schon eine tolle Atmosphäre.“

GSC: Lehnart – Peters, Bartelt, Hanke, Dietrich, Schollmaier (79. Koß), T. Barachini, Hinrichs, Mihajlovic (34. Licher), Plate, Keup

Laager SV – TSV Graal-Müritz 3:0 (1:0)

Klare Ansage von Laages Trainern Andreas Pieper und Mirko Jacobs, dass trotz der wieder notwendigen Umstellungen nur ein Sieg zählen würde. Die Laager gleich von Beginn an mit viel Ballbesitz und dem nötigen Druck aufs gegnerische Tor, so dass es nur eine Frage der Zeit war, wann das 1:0 fällt. Der nach langer Verletzung immer besser in Form kommende Ronny Klein lief nach Eckball von Kevin Wiegold gekonnt ein und erzielte es in der 18. Minute. Damit aber war plötzlich der Faden der Laager gerissen, wurde oft unkonzentriert agiert. Graal-Müritz wiederum konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit, fand offensiv so gut wie gar nicht statt. In der 35. Minute die nächste Hiobsbotschaft für den LSV: Kapitän und Abwehrchef Denny Ahrens musste verletzungsbedingt raus.

In der 2. Halbzeit lange Zeit das gleiche Bild: Die Laager mit viel Ballbesitz, aber vielen Abspielfehlern gegen schwache Gäste. Nach zwei LSV-Möglichkeiten bekamen die Gäste mehr vom Spiel und sogar eine große Ausgleichschance. In dieser Phase war es Johannes Kretschmann, der den Ball eroberte und nach Sprint übers gesamte Spielfeld zum mitgelaufenen Neuzugang Jan Topp spielte, der ohne Mühe verwandelte (83.). Eine Minute später sorgte Kretschmann selbst für das 3:0.

LSV-Coach Andreas Pieper: „Wir haben uns heute schwer getan und uns durch einfache technische Fehler beim Spielaufbau selber im Weg gestanden. Schlussendlich war es ein verdienter Sieg und wir freuen uns jetzt auf das Derby gegen Güstrow.“

LSV: Steinberg – Zinke, Schwarz, Bartusch, Topp, Wiegold (62. Gottschling) R. Klein (59. Renzsch), Ahrens (37. Kretschmann) Schmechel, Knoch, Bremer


FSV Kühlungsborn – Bölkower SV 1:2 (1:0)

Im Spitzenspiel des Spieltages hielten die Bölkower den Tabellendritten auf Distanz. Von Anfang an setzen beide Teams auf Offensive. Nach elf Minuten ließ sich Sven Bildhauer die erste Chance entgehen; später musste er – wohl wegen eines Bänderrisses – vom Platz gehen. Drei Minuten darauf war es Jonas Hildebrandt, der eine Vorlage von Denis Witte nicht verwerten konnte. Wenig später setzte David Rosinski einen Freistoß an die Latte. Jonas Hildebrandt wurde von Denis Witte vor dem Fünfmeterraum gut ins Szene gesetzt, setzte den Ball in aussichtsreicher Position jedoch über das Tor. Kühlungsborn hingegen machte aus einer eher ungefährlichen Freistoßsituation nahe der rechten Eckfahne ein Tor. Der Bölkower Torhüter hatte den Ball unterschätzt, der sich am langen Pfosten ins Tornetz senkte (45.).

Für den Ausgleich sorgte der nachrückende David Rosinski, von Witte quer angespielt (56.). Der siegbringende Treffer fiel, kurz nachdem die Gastgeber nur den Pfosten trafen. Zunächst vergab noch Stefan Kempke nach Alleingang, kurz darauf erlöste Rosinski die mitgereisten Bölkower Fans: Der Schiedsrichter sah ein Foul an Witte, und Rosinski behielt beim Elfmeter die Nerven (72.). Da in der Folge gleich zwei Kühlungsborner Gelb-Rot sahen, hatte Bölkow nichts mehr zu befürchten und fuhr den ob der deutlich größeren Chancen verdienten Erfolg sicher nach Hause.


BSV: Köhlmann – Hintze, Linda, Bildhauer (34. Kempke), Nehrkorn, D. Witte, Löhning, Wittenburg, Hildebrandt (72. Streck), Müller, Rosinski


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