Motorsport : Europas Speedway-Elite kommt nach Güstrow

Erster von vier Läufen zur SEC-Serie findet im Juli in der Barlachstadt statt

svz.de von
20. Dezember 2013, 10:48 Uhr

Güstrow Seit gestern ist es amtlich: Das Speedway-Stadion in Güstrow wird am 6. Juli des kommenden Jahres zum Nabel der Bahnsport-Welt. In der Barlachstadt wird an diesem Abend die zweite Auflage der in diesem Jahr neu geschaffenen Speedway European Championships gestartet! Die Fans in der Region dürfen sich auf Speedway-Größen wie Titelverteidiger Martin Vaculik (Slowakeit), Ex-Weltmeister Nicki Pedersen (Dänemark), den in diesem Jahr in dieser Serie drittplatzierten Gregory Laguta (Russland), den polnischen „Mr. Speedway“ Tomasz Gollob, den Schweden Andreas Jonsson oder das russische Jahrhunderttalent Emil Sayfutdinov freuen, die bereits jetzt als Güstrow-Starter feststehen.

„Gesprochen haben wir darüber schon im vergangenen Jahr“, berichtet Güstrows Clubchef Torsten Jürn. „Aber das zog sich hin, und als ein Termin im Raum stand, war der zu kurzfristig. Um so schöner, dass es jetzt geklappt hat.“ Dabei hält sich der Aufwand, den die Barlachstädter betreiben müssen, in Grenzen. „Wir stellen im Prinzip nur das Stadion und die Leute. Die polnischen Organisatoren bringen ansonsten alles mit und besorgen auch solche Dinge wie den Kartenvorverkauf. Wir müssen uns praktisch um nichts kümmern.“

Die SEC-Organisation ist in diesem Jahr erstmals mit einer ambitionierten Europameisterschafts-Serie an den Start gegangen und hatte dabei viele Widerstände, beispielsweise  durch den Motorsport-Weltverband FIM, zu überwinden. Ziel war es, die leicht angestaubte Europameisterschaft aufzuwerten und auch die Top-Fahrer in diese Serie einzubeziehen – und das möglichst auch noch an Austragungsorten, die sonst nicht so sehr im Blickpunkt stehen. In der Premieren-Saison fiel der Zuschlag auf Danzig, das russische Togliatti, Gorican in Kroatien und schließlich das polnische Rzeszow. Einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurde die Serie durch Live-Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen bei Eurosport, wo der einzige deutsche Speedway-Weltmeister Egon Müller als Fachmann assistierte.

Bei der Suche nach neuen Standorten war selbstverständlich auch Deutschland schnell im Blickpunkt der Veranstalter. „Die haben über Güstrow nur Gutes gehört und deswegen auch von vornherein mit keinem anderen deutschen Verein gesprochen“, weiß Torsten Jürn.

Aber bis Europas Speedway-Elite gemeinsam mit den Fernsehmännern in Aktion treten kann, liegt vor Jürn und seinen Mitstreitern noch einige Arbeit. Seit Jahren verzichtet der Verein auf die Teilnahme an der Speedway-Bundesliga und investiert die ansonsten dafür erforderlichen Mittel in die Sanierung des Stadions. Auch jetzt laufen noch Arbeiten an der Instandsetzung der Tribüne, die demnächst noch erweitert werden soll. Aber: „Richtig fertig werden wir wohl nie“, so Jürn. Volker Beier

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