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SpeedwayGüstrow : Europas beste Drifter kommen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

MC Güstrow richtet am 15. Juli 2. Finallauf der Speedway-Europameisterschaft aus. 16 Fahrer aus sieben Ländern am Start

Das Güstrower Speedwaystadion ist am 15. Juli (Beginn 17.30 Uhr, Einlass ab 13.30 Uhr) zum dritten Mal nach 2014 und 2016 Austragungsort für einen Finallauf der Speedway-Europameisterschaft. Ausrichter ist der MC Güstrow, Veranstalter die polnische Agentur One Sports. „Für unseren Klub ist das der internationale Höhepunkt in diesem Jahr. Wir sind stolz, dass One Sports uns wieder ausgewählt hat. Dadurch können wir unserem treuen Publikum ein weiteres hochkarätiges Rennen mit Fahren der europäischen Spitze, die teilweise Weltklasse verkörpern, bieten“, freut sich Thomas Koch, 2. Vorsitzender des MC.

Europameister Pedersen verletzt nicht dabei

Für die EM wurden die besten Fünf der Vorjahresmeisterschaft fix nominiert. An der Spitze hätte als Europameister Nicki Pedersen gestanden. Aber der dreifache Weltmeister laboriert immer noch an einer Wirbelverletzung aus einem Ligarennen in Schweden, die auch einen Start beim letzten Grand Prix verhinderte. Für ihn rückt voraussichtlich sein Landsmann Mikkel Bech ins Feld. Inzwischen macht aber auch die Runde, dass Pedersen eventuell den Stahlschuh für immer ausziehen will.

Durch seinen Ausfall führt der amtierende Vize-Europameister Vaclav Milik aus Tschechien das Starterfeld mit 16 Fahrern aus sieben Ländern (Dänemark, Tschechien, Polen, Russland, Schweden, Lettland und Deutschland) an. Der Tscheche startete im ersten Lauf am Wochenende in Torun mit einem 3. Platz gut in die EM. Er kommt außerdem mit der Empfehlung eines dritten Platzes beim Heim-Grand-Prix in Prag nach Güstrow.

Die meisten EM-Teilnehmer stellt das Speedway-Land Polen. Krzysztof Kasprzak wurde als Dritter der EM 2016 nominiert. Kasprzak ist mit Stal Gorzow derzeit Tabellenführer in der polnischen Extraliga. Ihn begleiten Przemyslaw Pawlicki, Mateusz Szczepaniak, Kacper Gomolski und Adrian Miedzienski, die sich über den Challenge im kroatischen Gorican das EM-Ticket sicherten. Besonders Pawlicki ist derzeit in guter Form. Am Wochenende wurde er in Torun Zweiter und in Gorzow wurde er als Vize-Landesmeister hinter dem Überraschungsmeister Szymon Wozniak gekürt. Wozniak belegte in Torun übrigens mit zwei Punkten nur den 15. Platz.

Der Däne Leon Madsen qualifizierte sich als Vierter der Vorjahres-EM für die vierteilige Finalserie, die am 5. August im schwedischen Hallstavik fortgesetzt und am 16. September in Lublin (PL) beendet wird. Madsen ist Martin Smolinskis Partner im deutschen Trans MF Team in den Best Pairs. In der polnischen Extraliga ist er gegenwärtig der zweitbeste Fahrer.

Smolinski und Huckenbeck im Feld

Als EM-Fünfter im Bunde der Fix-Starter geht Grigorij Laguta (Russland) ins Rennen. Er ist dem Güstrower Publikum bestens von den Best Pairs 2015 in Güstrow in Erinnerung, die er mit seinem Bruder Artem gewann.

Kenneth Bjerre (Dänemark) komplettiert das Feld als Zweiter im Challenge. Er verdient sein Geld in der 1. polnischen Liga und ist dort zur Zeit nach Punkten der zweitbeste Fahrer.

Sein Landsmann Nicolai Klindt hat zwar zwei Verletzungen (Knie und Gehirnerschütterung) hinter sich, wird aber wohl starten. Das teilte er Güstrows Klubvorsitzendem Torsten Jürn über Facebook mit.

Die drei Wildcards wurden an Andreas Jonsson (Schweden), Artem Laguta (Russland) und Andrejs Lebedevs (Lettland) vergeben. Jonsson, jahrelang Grand-Prix-Fahrer, erkämpfte beim ersten EM-Lauf 2014 in Güstrow den 6. Platz mit 9 Laufpunkten. Lebedevs kennt die Güstrower Bahn sehr gut. Er wurde im vergangenen Jahr in Güstrow Siebenter. 2013 erkämpfte er sich in Güstrow mit dem U19-Vize-Europameistertitel einen großen Erfolg.

Bleibt noch Martin Smolinski. Der Olchinger ist der einzige Deutsche, der sich im Challenge für die EM qualifizierte. Der amtierende deutsche Meister startete allerdings in Torun mit zwei Punkten und einem 14. Platz denkbar schlecht. An der Seite Smolinskis erhält Kai Huckenbeck die deutsche Wildcard. Huckenbeck fährt gern in Güstrow und belegte Pfingsten den dritten Platz. International greift er nach einem GP-Platz. Mit Smoli hat er sich für den Grand-Prix-Challenge in Togliatti qualifiziert. Im Vorjahr wurde er beim EM-Lauf in Güstrow umjubelter Dritter.






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