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Landesliga : Erste Pleite des Jahres für GSC

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fußball-Landesliga Nord, 21. Spieltag: Bölkow behauptet weiter 2. Tabellenplatz / Laage verpasst möglichen Befreiungsschlag

Jetzt hat es auch den Güstrower SC 2014 erwischt. Im achten Auftritt des Jahres musste Güstrow die erste Niederlage unter Neu-Trainer Sven Lange hinnehmen. Bedeutender ist allerdings die Niederlage der Laager bei Prohner Wiek, bleibt der LSV damit doch ungewollt auf Tuchfühlung zu den Abstiegsplätzen. Gut, dass da die Bölkower Neukloster auf Abstand hielten.


Güstrower SC – Trinwillershagen 0:1 (0:0)


„Das war Einstellungssache und schon in der Trainingswoche zu merken. Wenn man meint, dass man das Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen hat, dann geht es meistens schief. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir das Training brauchen“, resümierte GSC-Trainer Sven Lange. Die Hausherren bestimmten zwar die Anfangsphase und hatten durch Björn Plate, Nico Hinrichs und Alexander Dietrich drei gute Möglichkeiten, doch Mitte der ersten Hälfte verflachte die Partie. Trinwillershagen stand kompakt in der Defensive und Güstrow schaffte es nur selten den Abwehrverbund in Verlegenheit zu bringen. Lange: „Trin hat über 90 Minuten sehr gut und fair verteidigt, gekämpft bis zum Umfallen.“

Dessen Team tat sich mit zunehmender Spielzeit immer schwerer, Chancen herauszuspielen. Dennoch hätte der GSC nach dem Wechsel durch Plate und Hinrichs in Führung gehen können. Als die Gastgeber mehr und mehr die Brechstange bemühten und immer nervöser wirkten, schlugen die Gäste zu. „Wir hatten einen Ballverlust auf der linken Abwehrseite und Trin nutzte das mit einer Flanke ins Zentrum perfekt aus“, beschrieb Lange die Situation, die zum 0:1 führte. In der Nachspielzeit hätte Marvin Bartelt mit einem Distanzschuss den zu weit vor seinem Tor stehenden Gäste-Schlussmann fast noch überrascht, aber nur fast.


GSC: Lehnart – Peters, Bartelt, Dietrich, Schollmaier, Staben (69. Hanke), T. Barachini, Hinrichs, Licher (75. Ramp), Mihajlovic, Plate.



SV Prohner Wiek-Laager SV 3:0 (2:0)


Schon in der 2. Minute klingelte es nach Unstimmigkeiten bei einem eher harmlosen Freistoß im Kasten des frisch am 1. Mai verheirateten Christopher Steinberg. Die Laager wirkten verkrampft und kamen in der Anfangsphase mit dem kompromisslosen Spiel der Heimmannschaft nicht klar. In der 10. Minute dann schon der nächste Gegentreffer, weil beide Außenverteidiger zu weit vom Gegenspieler entfernt waren. Danach agierte Laage zwar geordneter, blieb aber bis zum Pausenpfiff ohne nennenswerte Offensivaktion.

Nach der Pause legte der LSV mit mächtig viel Druck aufs gegnerische Tor los. Die Prohner verteidigten aber gekonnt und ließen bis auf einen Pfostentreffer durch Johannes Kretschmann keine größeren Chancen zu. In der 90. Minute fiel nach schnörkellos vorgetragenem Konter gar noch das 3:0.

LSV-Trainer Andreas Pieper: „Wir haben in der 1. Halbzeit zu passiv agiert und durch die frühen und viel zu einfachen Gegentreffer die Prohner unnötig aufgebaut.“ Die Bestnote auf Laager Seite verdiente sich Willi Habel.


LSV: Steinberg – Zinke, R. Klein, Kretschmann, Habel, Pieper, C. Klein, Ahrens, Hinz, Schmechel (Wiegold) , Schwarz (Renzsch)



Blau-Weiß Neukloster – Bölkower SV 1:2 (1:1)


Beim abstiegsbedrohten VfL war voller Einsatz gefragt. Aufregung in der 4. Minute unter den BSV-Fans, die ein Handspiel im Strafraum von Neukloster sahen, jedoch keinen Strafstoß. Nach gut einer Viertelstunde schlug Rosinski einen Freistoß auf Hintze, der per Kopf die fällige Führung erzielte. Bölkow konnte nun immer wieder sein Spiel ruhig von hinten aufbauen und verzeichnete nach vorne regelmäßig Chancen. Löhnings strammer Schuss (19.) sowie Leutner allein vor dem Tor (28.) brachten jedoch nichts Zählbares. Und Nehrkorns gefährliche Vorstöße wurden mehrmals nur durch Fouls gestoppt – das zweite Tor blieb jedoch aus. Stattdessen gelang Neukloster vor der Pause aus einer Standardsituation heraus der Ausgleich (39.).

In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild: Hintze köpfte ebenso über die Latte wie auch Leutner, weitere Chancen ließ der BSV ungenutzt. Erst nach einem der zahlreichen Fouls gelang erneut Hintze nach Rosinskis Freistoßvorlage mit dem Kopf der Siegtreffer (83.).

BSV-Sportdirektor Klaus-Dieter Kainath: „ Wir haben kein sehr schönes Spiel gesehen, aber verdient gewonnen. Uns fehlen derzeit mehr Ideen für das Spiel nach vorne.“


BSV: Reinke – Retzlaff, Leutner, Hintze, Iben, Nehrkorn, D. Witte, Löhning, Hildebrandt (70. Köhlmann), Kempke, Rosinski



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