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Nach Sturz auf Bergring Teterow : Enrico Sonnenberg erliegt seinen Verletzungen

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Rennfahrer Enrico Sonnenberg ist tot. Trauer nicht nur am Teterower Bergring. Die ganze Szene ist betroffen.

svz.de von
erstellt am 29.Mai.2015 | 16:37 Uhr

Tief betroffen erreichte den MC Bergring Teterow gestern die Nachricht, dass sein Clubmitglied Enrico Sonnenberg tot ist. Er erlag in der Nacht zum Freitag im Rostocker Klinikum nach Tagen im Wachkoma im Alter von 35 Jahren den Folgen seiner am Pfingstsonnabend erlittenen schweren Sturzverletzungen.

Seine Freunde nannten ihn „Sonne“. Enrico war ein ehrgeiziger, kämpferisch starker Rennfahrer, der seit 15 Jahren erfolgreich, vorrangig auf den Sand- und Grasbahnen, im In- und Ausland startete. Dieses Jahr versprach das bisher erfolgreichste in seiner Laufbahn zu werden, denn er hat sich im April, im englischen Swingfield für das Grasbahn-Europameisterschaftsfinale am 18. Juli im niederländischen Staphorst qualifiziert.

„Wir waren nicht unbedingt eng befreundet, haben uns aber gegenseitig Respekt gezollt“, meinte Fahrersprecher Stephan Katt (Neuwittenbek), der am Sonntag den Bergringpokal gewonnen hatte, in einer ersten Stellungnahme. „Er war ein herzensguter Mensch, der seinen Spitznamen ,Sonne’ verdient hatte.“ 

Auf dem Bergring, hatte Sonnenberg in den letzten Jahren immer die Finalläufe erreicht. Zuletzt wurde er 2013 Dritter im Lauf um das Grüne Band und Vierter im Bergring-Pokalfinale.

Dementsprechend groß war sein Ehrgeiz, auf „seinem“ Bergring zum Jubiläumsrennen, mit einer Topleistung aufzuwarten. Aber schon in seinem ersten Punktlauf stürzte Sonnenberg offenbar ohne Fremdeinwirkung schwer. Noch am Abend wurde er im Rostocker Klinikum operiert und „aus therapeutischen Gründen“ ins Koma versetzt.

Dem Veranstalter, der sich bis zuletzt in regem Kontakt mit dem Klinikum befand, lagen bis zum Renn-Ende nach eigenen Angaben keinerlei Hinweise vor, die auf  einen lebensbedrohlichen Zustand hätten schließen lassen. Erst in den vergangenen Tagen wurde das Ausmaß der Verletzungen deutlich.

Enrico hinterlässt Lebenspartnerin Anne und eine gemeinsame kleine Tochter.

In der nunmehr 85-jährigen Geschichte der größten, schönsten und wohl auch gefährlichsten Grasbahn der Welt handelt es sich um den sechsten tödlichen Unfall. Zuletzt  überlebte Pfingsten 2010 der Brite Vincent Kinchin die Folgen eines schweren Sturzes nicht. 1990 war der Rehnaer Seitenwagenfahrer Horst Sabben seinen Verletzungen erlegen. 1975 kam ein polnischer Fahrer nach einem Trainingsunfall zu Tode, zudem erlagen in den 30er- Jahren zwei Fahrer ihren auf dem Bergring

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