Fussball : Ein Sieg des Willens

Körperlicher Einsatz war das A und O für die Güstrower C-Junioren um Kapitän Tim-Ole Waßmann (r.), um den Rostocker FC zu bezwingen.
Körperlicher Einsatz war das A und O für die Güstrower C-Junioren um Kapitän Tim-Ole Waßmann (r.), um den Rostocker FC zu bezwingen.

Fußball-Landesliga, C-Junioren: Güstrower SC schlägt den Spitzenreiter Rostocker FC mit 1:0 (1:0)

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19. April 2018, 05:00 Uhr

Insgeheim darauf spekuliert, aber damit gerechnet nur in den kühnsten Träumen: Dank einer Energieleistung aller Spieler und des besten Saisonspiels in der Fußball-Landesliga schlug die C-Jugend des Güstrower SC den haushohen Favoriten vom Rostocker FC mit 1:0. Dem Gast, mit 115 Saisontoren einsamer Krösus an der Tabellenspitze, gelang also in Güstrow kein weiterer Treffer.

Im Hinspiel waren die Güstrower in Rostock noch mit 0:7 arg unter die Räder gekommen, vielleicht hatte der RFC seinen Gegner deshalb diesmal unterschätzt und gar nicht damit gerechnet, dass der GSC durchaus in der Lage ist, notfalls auch Fußball zu kämpfen. Dabei ging es los wie gewohnt, die Gäste begannen druckvoll und schnürten den Gastgeber regelrecht ein. Der GSC hatte erhebliche Mühe, überhaupt in die Begegnung zu kommen. Die ersten 15 Minuten waren ein Spiel in eine Richtung, ohne dass die ganz großen Chancen dabei herum kamen. So nach und nach gelang es jedoch, sich aus der Umklammerung zu lösen und selbst einige Akzente zu setzen. Vor allem auf der rechten Seite verstanden es Marvin Nehls und Lukas Schulz sehr gut, ihren körperlich weit überlegenen Gegenspielern entscheidend Paroli zu bieten. Der RFC bekam mit der Güstrower Gegenwehr mit einem Mal so seine liebe Mühe, ungewohnte Fehlpässe im Spielaufbau waren die logische Konsequenz, er hatte so gar keine Ideen, sich dem Güstrower Tor entscheidend zu nähern. Der GSC seinerseits kämpfte um jeden Ball, alle Spieler hielten sich an die Marschroute, man verteidigte teilweise fast mit einer Fünferkette. Was doch noch durch kam, wurde Beute eines glänzend aufgelegten Aaron Bohn im Tor, der aufgrund seiner hohen Motivation eines seiner besten Spiele ablieferte. Einziges Manko an diesem Tag war, dass das eigene Spiel oft nicht konsequent bis in den gegnerischen Strafraum zu Ende gespielt wurde. Wie man es machen kann, zeigte die Güstrower Offensive um Charly Hoffmann und Paul Bukowski, als Letzterem nach einem schnellen Konter und feinen Zuspiel des Sturmpartners der vielumjubelte Führungstreffer gelang. Paul krönte damit seine herausragende Leistung. Kurz darauf traf Leon Toni nur den Pfosten und Paul Bukowski im Nachschuss nur den auf der Torlinie liegenden Verteidiger.

Die zweite Halbzeit war dann nichts für schwache Nerven: Rostock mühte sich, fand aber kein probates Mittel, entscheidend vor das GSC-Tor zu kommen. Der Gastgeber wollte den Sieg unbedingt, was vielleicht das letzte Quäntchen ausmachte und den Gast vor erhebliche Probleme stellte. Die Güstrower Verteidigung hatte entscheidend etwas dagegen, sich nochmals vorführen zu lassen. Tristan Otte und Nils Deffge zeigten überhaupt keine Schwächen, waren der regelrechte Fels in der Brandung, Pascal Meck machte in der zweiten Halbzeit als linker Außenverteidiger zudem sein bestes Spiel im C-Bereich. Summa summarum ein Spiel mit dem verdienten Sieg des Gastgebers, der eben dieses eine Tor besser war. Ein Sieg, zu dem die fairen Rostocker Gäste neidlos gratulierten, weil die Güstrower Spieler eben an ihre Grenzen gingen, leidenschaftlich kämpften und ackerten.

Güstrower SC: Aaron Bohn, Pascal Meck, Tristan Otte, Nils Deffge, Lukas Schulz, Leon Irmer, Tim-Ole Waßmann, Marvin Nehls, Paul Bukowski, Charly Hoffmann (61. Maxmilian Schenkluhn)

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