Ein Punkt für den GSC zu wenig

Kaum ein Durchkommen: Die Güstrower Verbandsliga-Kicker um Paul Mazarin (r.) blieben immer wieder an der Grimmener Verteidigung hängen.
Kaum ein Durchkommen: Die Güstrower Verbandsliga-Kicker um Paul Mazarin (r.) blieben immer wieder an der Grimmener Verteidigung hängen.

Fußball-Verbandsliga, 17. Spieltag: Güstrower SC kommt gegen den Grimmener SV über ein 1:1 nicht hinaus

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24. Februar 2020, 05:00 Uhr

Zum Auftakt der Restrückrunde ist der Güstrower SC in der Fußball-Verbandsliga im heimischen Jahnstadion gegen den Grimmener SV über ein 1:1 nicht hinausgekommen. ,,Wir haben zwei Punkte verloren, weil wir uns vorgenommen hatten, dieses Spiel zu gewinnen“, überwog bei GSC-Trainer Holger Scherz nach der Partie eher die Enttäuschung als die Freude über einen Zähler. Wenn er aber auf die 90 Minuten zurückblickt, bilanziert der 50-Jährige allerdings ein gerechtes Ergebnis, ,,weil wir nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen sind und keine gute fußballerische Leistung zeigten.“

In den ersten 45 Minuten spielte das Wetter aus Güstrower Sicht eine tragende Rolle. ,,Wir haben erst einmal gegen den starken Gegenwind gespielt, das war auch so gewollt, um dann in der zweiten Halbzeit mit dem Wind im Rücken zu agieren. Dieser ließ dann natürlich nach, insofern war das alles umsonst“, erklärt Scherz. Auf jeden Fall litt das Offensivspiel im ersten Durchgang unter den Gegebenheiten, stattdessen verteidigte der GSC mit viel Aufwand. ,,Das haben die Jungs auch ganz gut gemacht. In der 41. Minute pennen wir dann aber auf der linken Abwehrseite“, sagt Holger Scherz. Die Hereingabe verwertete dann Grimmens Toptorjäger Stephan Rambow zu seinem elften Saisontreffer. ,,Die Köpfe waren dann unten, aber wir wussten, dass wir das Ergebnis noch reparieren können“, sagt Scherz.

Dementsprechend motiviert kamen die Güstrower Kicker aus der Kabine und bestimmten fortan das Geschehen. Bis zum erlösenden Ausgleich verging dann knapp eine Viertelstunde. Vorher traf Fabian Weidmann vor dem GSV-Tor die falsche Entscheidung, als er selbst abschloss und scheiterte anstatt auf den freistehenden Tim Schumacher zu passen, der dann wohl mit dem Ball ins Tor gelaufen wäre. In der 61. Minute war dann aber Vinzent Writschan zur Stelle, als dieser nach einer abgewehrten Ecke und erneuter Flanke das Spielgerät aus 13 Metern in den Winkel jagte. ,,Gefühlt war damit der Bann gebrochen“, war Holger Scherz nach dem Treffer zum 1:1 optimistisch, dass es doch noch mit den drei Punkten klappen wird. Doch als Ole Schuller den Ball aus Nahdistanz an die Latte nagelte, kamen doch wieder Zweifel auf, denn fortan fehlte dem GSC der nötige Rhythmus, um den Sieg zu erzwingen. ,,Wir waren zwar überlegen, sind aber immer wieder hängen geblieben“, erklärt Scherz. Spielerisch fanden die Gastgeber eben keine Mittel, um das GSV-Bollwerk zu knacken. ,,Wir haben auch immer wieder von hinten eröffnet, dadurch viel Zeit verloren. So lange die erste Halbzeit gedauert hat, so schnell war die zweite Halbzeit vorbei. Mit etwas mehr Glück und besseren Entscheidungen hätten wir mit einem blauen Auge davonkommen können. Doch fußballerisch war das nicht gut von uns, so ehrlich muss man sein. Es hat sich mal wieder das gezeigt, was ich schon vor dem ersten Spieltag gesagt habe, in dieser Liga kann jeder jeden schlagen, aber auch verlieren“, sagt Holger Scherz.

In der Tabelle rutschte der Güstrower SC auf Rang sieben ab und ist am kommenden Sonnabend beim 1. FC Neubrandenburg zu Gast.

Güstrower SC: Florian Kirsch – Marvin Bartelt, Vinzent Writschan, Paul Mazarin (53. Ole Schuller), Patrick Runzer, Fabian Weidmann, Rico Keil (18. Tim Schumacher), Jonas Reister, Sava-Andre Mihajlovic, Björn Plate, Björn Boy (83. Enrico Karg)


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