Hockey : Ein Plauer führt Güstrows Hockey-Damen zum Aufstieg

Erfolgstrainer Jörg Suhr spricht im Interview über seine Gründe, mitsamt seiner Talente in die Barlachstadt zu wechseln

svz.de von
16. März 2016, 05:00 Uhr

MV-Hockey-Krösus ATSV Güstrow wartete zu Beginn der Hallensaison mit einer Überraschung auf, als er mit Jörg Suhr einen Plauer als neuen Damen-Trainer präsentierte. Spätestens letzten Sonntag wurde klar, dass dies eine richtige Entscheidung war. Die ATSV-Damen schafften nach dem Vortags-4:4 mit dem 2:1-Sieg gegen CfL Berlin den Aufstieg in die Regionalliga. Unser Mitarbeiter Rolf Becker sprach mit dem 53-jährigen Trainer.

Wie kam es zur Übernahme des ATSV-Traineramts?
Suhr: „Im Sommer wurde ich vom ATSV gefragt, ob ich mir die Übernahme dieser Aufgabe vorstellen könnte. Danach hatte ich mir eine etwa einmonatige Bedenkzeit erbeten.
Was hat letztlich zur Zusage geführt?
Ich war gleich nicht abgeneigt. Denn natürlich können die wenigen Hockey-Vereine in MV nur gemeinsam Höheres erreichen. Doch entscheidend für mich war, ob die Plauer Spielerinnen mitziehen. Denn wir sind ja gerade dabei, nach einer längeren Durststrecke selbst wieder eine Mannschaft aufzubauen. Doch als durchweg Zustimmung signalisiert wurde, habe ich schnell zugesagt. Spätestens seit letztem Sonntag weiß ich auch, dass unsere Plauer Fans voll dahinter stehen. Die Halle war bei dem bei uns ausgetragenen Aufstiegsrückspiel proppenvoll, und die Mannschaft wurde toll unterstützt.“
Wieviele Plauer Spielerinnen sind dadurch neu in der ATSV-Mannschaft ?
Fünf, alles junge. Und ich denke, dass sie ihre Sache sehr gut gemacht haben. Sie können von den Güstrowerinnen auch sehr viel lernen. Insgesamt ist die Stimmung in der Truppe sehr gut, die Mannschaft ist schon sehr homogen.
Wie wird das gemeinsame Training organisiert?
Wir haben in der Hallensaison zweimal in der Woche gemeinsam trainiert, in Güstrow und Plau. Das hat sehr gut geklappt. Dazu muss man auch sagen, dass alles ringsum sehr gut organisiert ist. An meiner Seite stehen mit dem Güstrower Sebastian Schröder als Co-Trainer und meiner Ehefrau Kerstin als Teammanagerin zwei, die wissen, wo es langgeht. Kerstin war früher für Plau in der Regionalliga als Torjägerin gefürchtet. In der Saison 2000/01, als die Plauer Mannschaft den zweiten Platz belegte und sogar am Aufstieg in die Bundesliga schnupperte, erzielte sie 59 Tore.
Hat das ATSV-Team auch solche „Überflieger“?
Sie kann sich auf sehr gute, erfahrene Spielerinnen stützen. Ich nenne da nur Torhüterin Susann Toni oder Anett Heinrich, die Sekunden vor Abschluss des Aufstiegs-Rückspiels einen Siebenmeter eiskalt zum 2:1-Siegtreffer verwandelte. Die größte Stärke der aktuellen Mannschaft ist aber ihre Geschlossenheit. Dazu hat die Kooperation von Güstrow und Plau ganz entscheidend beigetragen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen