Güstrow : Ein märchenhaftes Schaulaufen

Auch die Tanzgruppe des Königs konnte die traurige Prinzessin nicht zum Lachen bringen. Das schaffte erst Klaus mit seiner goldenen Gans.
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Auch die Tanzgruppe des Königs konnte die traurige Prinzessin nicht zum Lachen bringen. Das schaffte erst Klaus mit seiner goldenen Gans.

1. Güstrower Rollsportverein begeisterte Sonnabend und gestern in der Sport- und Kongresshalle mit der „Goldenen Gans“ als Weihnachtsmärchen

svz.de von
09. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Alle Fäden laufen bei Doris Janthur zusammen. Die Vorsitzende des 1. Güstrower Rollsportvereins wird gefragt, wo das Beil für den Klaus ist, wann die Marienkäfer ihren Einsatz haben oder ob die Hauptdarstellerin am Anfang eine Mütze tragen soll oder nicht.

Am Sonnabend und gestern begeisterten ca. 60 Akteure des auf eine Tradition von über 50 Jahren zurückblickenden Rollsportvereins die Besucher in zwei Vorstellungen mit ihrem Weihnachtsmärchen. Das lautete „Die goldene Gans“ und wurde ziemlich frei nach den Brüdern Grimm von Doris Janthur geschrieben. Denn neben dem Federvieh treten noch Schmetterlinge, Marienkäfer und sogar Pinguine auf. Dazu kommen Räuber, Trommler und eine Tanzgruppe des Königs, die vergeblich versucht, die traurige Prinzessin zum Lachen zubringen, zum Einsatz. „Ich muss im Märchen für viel Personal sorgen. Denn neben 55 aktiven Vereinsmitgliedern möchten auch viele ehemalige Rollsportläufer beim Weihnachtsschaulaufen mitmachen. Das Ziel besteht darin, alle einzubeziehen, ob sie drei Jahre alt und gerade mal drei Wochen im Verein oder ob sie über 30 sind“, sagt Doris Janthur. Und so beginnt für sie schon jetzt in dieser Weihnachtszeit die Vorbereitung für das Märchen im nächsten Jahr. „Ich habe immer ein Notizbuch dabei, um mir Einfälle für Musiktitel, Szenen oder überhaupt eine Idee für ein Märchen aufzuschreiben“, sagt sie.


Viele Helfer bei diesem Güstrower Ereignis


Die Inszenierung ist dann immer ein gewaltiger Kraftakt und eine Ensembleleistung, bei der viele Eltern hinter den Kulissen mitwirken. So bringen die Mütter Melanie Selami und Ramona Jaster ihre Berufserfahrungen als Frisörinnen hinter der Bühne ein, helfen andere Mütter beim Schminken, Nähen, Basteln oder backen Kuchen für den großen Basar in der Pause. Das Gros der Kostüme wird in der Ladenwerkstatt vom Arche e.V genäht. Der Rentner Paul Rummel kümmert sich schon seit Jahren um die Dekoration, unterstützt von einigen Vätern. Ein Kollektiv um Sabine Moritz spricht die Texte ein. Um den Ton und die Musik kümmert sich Gerd Simoni, der allerdings nach 16 Märchenaufführungen nun seinen Abschied ankündigt. Die Trainer Doris Janthur, Cornelia Schlawien und Dirk Wäder üben, unterstützt von Eltern und Ehemaligen, Bild für Bild ein. Das alljährliche Weihnachtsmärchen ist der Höhepunkt einer Saison im Verein und ein Knüller im Veranstaltungskalender der Barlachstadt.

Daneben sind die Sportler übers Jahr zu Wettkämpfen unterwegs. „Im März geht es zu den Deutschen Showmeisterschaften nach Hanau. Wir nehmen voraussichtlich mit fünf Läuferinnen teil“, verrät Dirk Wäder. Am 12. und 13. April ist der 1. Rollsportverein Güstrow Gastgeber für den 7. Ernst-Barlach-Pokal. Erwartet werden zu dem Großereignis im Rollsport um die zehn Spitzenklubs aus dem Bundesgebiet. „Darauf werden wir uns intensiv vorbereiten“, verspricht der Trainer.









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