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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 08:03 Uhr

Fußball : Drei Teams – drei Siege

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fußball-Landesliga Nord, 2. Spieltag: Güstrow, Laage und Bölkow gewinnen Heim- und Auswärtsspiele

Besser geht es nicht. Alle drei Mannschaften aus der Güstrower Region siegten in der Fußball-Landesliga und das souverän.


Güstrower SC – Blau-Weiß Neukloster 4:0 (0:0)


Erwartungsgemäß hat Fußball-Landesligist Güstrower SC am 2. Spieltag der Staffel Nord den zweiten Sieg gefeiert. Die Barlachstädter bezwangen den VfL Blau-Weiß Neukloster mit 4:0 und liegen mit sechs Punkten auf dem dritten Rang. „Wir wollten mit zwei Siegen und ohne Gegentor starten und im Pokal eine Runde weiterkommen. Das ist uns gelungen. Nun freuen wir uns auf die zweite Runde im Landespokal und wollen versuchen, dem Verbandsligisten Anker Wismar am Freitag ein Bein zu stellen“, sagte GSC-Trainer Sven Lange.

Im Duell mit Neukloster benötigte sein Team eine Halbzeit lang, um den Kontrahenten müde zu spielen. Die Gastgeber waren klar überlegen, hatten allerdings im letzten Drittel des Spielfeldes zu viele Ungenauigkeiten drin. „Neukloster stand mit zehn Mann im und am eigenen Strafraum. Da war es für uns natürlich schwer, zudem wir uns einige Fehlpässe erlaubten und oftmals hohe Bälle versuchten“, so Lange, der zur zweiten Hälfte zwei Änderungen vornahm. Er stellte Kapitän Björn Plate auf Außen und zog Mathias Hopp in die Zentrale. Diese Maßnahmen sollten Wirkung zeigen, wenngleich nach einem Fehler von Mathias Staben fast Neukloster in Führung gegangen wäre (50.). Doch quasi im Gegenzug brach Tobias Barachini den Bann (51.). Damit war die Gegenwehr der Gäste gebrochen und der GSC schraubte das Ergebnis bis zur 62. Minute auf 4:0 in die Höhe. Anschließend wechselte Lange durch, gab dem Anschlusskader eine Chance. „Dadurch gab es wieder einen kleinen Bruch, aber letztlich haben wir den Sieg geholt. Für uns ist es nicht immer einfach, wenn die Gegner so tief drinstehen. Da benötigt man Geduld. Es ist nicht so, dass wir hier jede Mannschaft mit Hurra-Fußball aus dem Stadion fegen werden“, so der Trainer.



GSC: Leonhardt – Hopp, Hanke, Feyerabend, Brüsehaver (75. Derr), Bildhauer (75. Marvin Mihajlovic), Staben (66. Volkmann), T. Barachini, Sava-André Mihajlovic, Plate, Keup


Rot-Weiß Trinwillershagen – Laager SV 1:3 (0:1)


Ihr erstes Auswärtsspiel hatten die Landesliga-Kicker aus der Recknitzstadt in Trinwillershagen. Bei alles andere als guten Platzbedingungen, neutralisierten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase. Die Triner mit langen Bällen agierend, versuchten ihre schnellen und robusten Stürmer in Szene zu setzen. Die Laager Abwehr verteidigte aber gekonnt und so hatte die Heimmannschaft in der ersten Hälfte keine größere Torchance. Ganz anders wiederum die Laager, ungefähr ab Hälfte der ersten Halbzeit bestimmten sie das Spiel und näherten sich gefährlich dem gegnerischen Tor. In der 30. Minute belohnten sich die Laager Kicker mit der Führung durch Willi Habel. Christian Klein, der sich über links durchgesetzt hatte, war der Vorbereiter für den Führungstreffer. Bis zur Halbzeit dann noch zwei Riesenmöglichkeiten für die Laager. Einschussbereit verfehlte erst Ronny Klein (35.) und dann Tommy Schwarz (40.) freistehend vor dem Tor.

In der zweiten Halbzeit begannen die Laager gleich mit einer großen Chance durch Danny Ahrens. Das Tor zum 2:0 fiel dann in der 47. Minute durch Ronny Klein, der nach schöner Vorlage von Kevin Wiegold sicher verwandelte. Die Laager danach weiterhin am Drücker und aufs 3:0 spielend. Christian Klein hatte dann auch in der 60. Minute die große Chance für seinen Treffer, aber nach zu langem Überlegen wurde er im letzten Moment noch gestört. In der 86. Minute dann die endgültige Entscheidung durch Kevin Wiegold: Nach Freistoß von der Außenlinie und sicherlich als Flanke gedacht, fiel der Ball am zweiten Pfosten ins Tor. Die Triner erlangten in der 88. Minute den Anschlusstreffer, ermöglicht durch Nachlässigkeiten im Mittelfeld, wo nun nicht mehr ganz so aggressiv und diszipliniert agiert wurde. Trainer Heiko Seeger nach dem Spiel: „Alle Spieler haben umgesetzt, was wir von ihnen forderten und wenn das der Fall ist, brauchen wir uns in dieser Liga vor keiner Mannschaft verstecken.“



Laager SV: Meincke, Schwarz, Knoch, Habel, Bremer, Ahrens, Kretschmann, Rosenstiel, Wiegold, Klein (Schmechel), Klein


Gnoiener SV – Bölkower SV 3:4 (2:3)


In Bestbesetzung konnte der Bölkower SV zum spielstarken Gnoiener SV reisen. Bölkow erhielt den Anstoß, spielte über rechts, wo Nehrkorn das Leder in die Mitte passte. Stach machte das 1:0. So geschockt brachte ein Gnoiener nach drei Minuten Licher im Strafraum zu Fall. Der von den Bölkower Fans geforderte Pfiff blieb jedoch aus. Wenig später köpfte ein Gnoiener einen Eckstoß über das Tor. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein gutes Spiel. Gnoien hielt kämpferisch dagegen. Nach einer Viertelstunde köpfte Witte einen Rosinski-Freistoß über die Latte. Gleich darauf hielt Gnoiens Schlussmann einen Schuss von Licher. Ebenso vergab Stach eine Vorlage von Licher. Etwas Glück benötigten die Bölkower, als sie bei einer Ecke klären konnten (20.). Im Anschluss daran verlor der BSV im Mittelfeld den Ball und schon stand es 1:1 (21.). Doch Bölkow legte nach: Kapitän Hintze verwertete einen Freistoß von Rosinski per Kopf zur 2:1-Führung (23.). In der 37. Minute erhielt Gnoien unter Protest der Gästefans einen Elfmeter und glich dadurch aus. Doch der BSV kam wieder. Löhning setzte sich links durch, passte auf Licher, der auf Witte: 3:2 für Bölkow (43.).

Nach dem Wechsel erhöhte Gnoien erwartungsgemäß den Druck, der BSV hielt dagegen. Entsprechend kampfbetont ging es weiter. In der 56. verfehlte Gnoien das Tor knapp.Fünf Minuten später vergab Hintze eine Kopfballchance. Kurz danach musste ein Gnoiener mit Gelb-Rot vom Platz gehen. Köhlmann konnte sich in der 70. Minute auszeichnen, als er einen gefährlichen Gnoiener Schuss abwehren musste. Die Vorentscheidung fiel, als Witte sich ein Herz nahm und mit einem schönen 25-Meter-Distanzschuss das 4:2 erzielte (75.). So spät wie für alle überraschend ertönte in der 91. Minute der Pfiff: Gnoien konnte den Elfmeter zum 3:4 Endstand verwandeln.

Die Aktivposten waren beim BSV insbesondere Löhning, Müller und Hintze. Sportdirektor Klaus-Dieter Kainath betonte: „Wir waren von Anfang an hellwach und gewannen verdient mit schönen Toren.“



BSV: Köhlmann, Eichhorn, Hintze, Müller, Nehrkorn (Streck, 85.), Rosinski, Witte, Löhning, Krüger, (Ramp, 45.) Stach, Licher (Linda, 69.)


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