zur Navigation springen
Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

17. Oktober 2017 | 02:50 Uhr

Faustball : Die Hoffnung stirbt zuletzt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Obwohl der Güstrower SC als Absteiger feststeht, besteht doch noch die Chance auf einen Verbleib des Vereins in der 2. Bundesliga

Am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga Ost der Männer im Hallenfaustball stand für die nach wie vor sieglose Mannschaft des Güstrower SC auf dem Papier erneut ein schweres Programm bevor. In der Kessiner Straße gastierten mit der SG Stern Kaulsdorf und dem VfK Berlin II Teams, die in der Zweitligastaffel zu den Anwärtern auf die vorderen Plätze zählen und dies im Saisonverlauf auch schon eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Doch das Tabellenschlusslicht zeigte den zahlreichen Fans in der Halle an diesem Tag schnell, dass sie sich trotz der mageren Punkteausbeute vor keinem Gegner verstecken muss. Nahezu in Bestbesetzung antretend, entwickelte sich in der ersten Partie gegen Kaulsdorf von Beginn an ein umkämpftes Faustballspiel, welches von wuchtigen Angriffen und spektakulären Abwehraktionen in Serie geprägt war. Nach immer wieder wechselnder Führung spielten die Rand-Berliner schließlich ihre Cleverness aus und der Ex-Güstrower Hannes Martens verwandelte den ersten Satzball zum 8:11 für die Gastmannschaft.

Im zweiten Satz konnte der GSC die Oberhand gewinnen und Kaulsdorf fand lange kein Mittel, um das GSC-Bollwerk um Thoralf Glamann und Tom Dabbert zu knacken. Beim Stand von 10:8 sah alles nach dem Satzausgleich aus, doch der letzte Punkt wollte einfach nicht gelingen. Ein Servicefehler und ein Grundlinienschlag der Berliner bedeuteten den Verlust beider Satzbälle und einen kleinen Bruch im Spiel des GSC, so dass Kaulsdorf den Satz noch auf 10:12 drehte.

Die Barlachstädter schienen sich jedoch auch davon keineswegs in ihrem Kampfgeist bremsen zu lassen und parierten weiter nahezu jeden noch so unerreichbar scheinenden Angriff der Gegner. Einzig im Rückschlag fehlte im entscheidenden Moment schließlich die eine goldene Aktion zum Erfolg, so dass auch dieser Satz mit 10:12 an Stern Kaulsdorf abgegeben werden musste.

Das Fazit dieses Spiels: Der GSC spielte auf Augenhöhe mit einem Erstliga-Absteiger und hätte mit dieser couragierten Leistung wesentlich mehr verdient gehabt, als diese 0:3-Niederlage.

Nichts zu verlieren hatte der GSC schließlich auch in der zweiten Partie und man wollte mit aller Macht versuchen, endlich den Bock umzustoßen und die ersten Punkte einzufahren. Sein Debüt für das Heimteam feierte dabei Neuzugang Ronny Kindler und auch dank seiner sicheren Abwehrarbeit startete der GSC bravourös. Mit druckvollen Angriffen und viel Mut konnte eine 7:2-Führung erspielt werden. Dass daraus am Ende „nur“ ein 11:9-Satzgewinn wurde, war der Klasse des Gegners und der eigenen Verunsicherung geschuldet, die bei einem sieglosen Tabellenletzten natürlich auch eine Rolle spielt.

Dennoch konnte mit einer Führung im Rücken der zweite Satz angegangen werden. Eine Umstellung des Gegners änderte die Voraussetzungen und der VfK brachte nun wesentlich mehr Struktur in seine zuvor recht kopflosen Offensivaktionen. In einem ausgeglichenen Spiel bedeutete dies mit 11:8 den Satzausgleich, da insbesondere in der entscheidenden Phase auf Güstrower Seite die eine oder andere Aktion zu viel misslang.

Auch der dritte Durchgang blieb bis zum Stand von 9:9 auf hohem Niveau sehr spannend. Der Knackpunkt des Spiels waren die folgenden Momente, als auf GSC-Seite einer der seltenen Annahmefehler unterlief und die folgende Angabe im Aus landete.

Von diesem Satzverlust konnte sich die Güstrower Mannschaft nicht mehr erholen und war nun in diesem kräftezehrenden Match sowohl körperlich als auch mental nicht mehr in der Lage, dem VfK gefährlich zu werden. Mit 3:11 ging der letzte Satz an die Berliner und der GSC verlor schließlich insgesamt mit 1:3.

Am letzten Spieltag der Hallensaison reisen die GSC-Männer am 4. Februar noch einmal nach Bademeusel, um dort um die letzten vier Punkte der Saison zu kämpfen. Obwohl der GSC als Absteiger bereits feststeht, besteht doch noch die Chance auf einen Verbleib des Vereins in der 2. Bundesliga. Bei der voraussichtlich stattfindenden Aufstiegsrelegation mit Teams aus Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg darf der GSC mit seiner zweiten Mannschaft aus der Verbandsliga M-V antreten und um den Klassenerhalt kämpfen. Somit besteht noch Hoffnung auf ein Happy End in dieser Hallenrunde.

Güstrower SC: Heiko Otto, Philipp Nawroth, Dennis Mohns, Tom Dabbert, Thoralf Glamann, Derian Mohns, Ronny Kindler, Danny Dolgow


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen