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Leichtathletik : „Die chinesische Hymne ist auch ganz schön“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Diskuswerfer Clemens Prüfer nach seinem Silberwurf bei Jugend-Olympia im SVZ-Gespräch

Nach seinem zweiwöchigen China-Trip ist Leichtathlet Clemens Prüfer wieder zurück in der Heimat. Bei den 2. Olympischen Jugendspielen in Nanjing gewann der 17-Jährige die Silbermedaille im Diskuswurf. SVZ-Redakteur Eckhard Rosentreter sprach mit dem Güstrower, der beim SC Potsdam trainiert.

Clemens, herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille in Nanjing! War es das, was Du Dir erträumt hast?

Clemens Prüfer: Vorher war mein Ziel eine Medaille. Nach der Qualifikation für das A-Finale dachte ich mir schon, dass Silber oder sogar Gold drin ist. Jetzt ist es Silber, und das passt so.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man dort auf dem Siegerpodest steht?

Da fühlt man irgendwie gar nichts mehr, man ist überwältigt. Noch besser wäre es natürlich gewesen mit der eigenen Hymne, aber die chinesische ist auch ganz schön.

Es gab sicher vieles, was ungewohnt war für Dich. Was ist denn die schwierigste „Hürde“ gewesen?

Bei 20 000 Zuschauern ist einiges los im Stadion, solch eine Stimmung kannte ich noch gar nicht.

Deshalb auch, was bei Dir ungewohnt ist, die jeweils zwei Fehlversuche, in der Quali und im Endkampf? Du wirktest sehr nervös…

Also ich hatte eigentlich keine Nervosität gespürt. Aber irgendwo muss da unbewusst doch etwas durch den Kopf gegangen sein… Und dann das Wetter: 30 Grad um die Uhrzeit (19 Uhr/Red.) ist nicht gerade das, was ich mag. Dazu solch eine Luftfeuchtigkeit, dass man schon beim Schuhe Schnüren Schweißausbruch bekam.

Hast Du denn auch vom Land etwas sehen können?

Kaum etwas. Ich war einen Tag auf einem, ja – Trödelmarkt. Habe aber nichts gekauft, da waren mir zu viele gefakte Sachen. Für die Spiele war vorher ja groß ,culture education’ angekündigt. Der Wettkampf und die Vorbereitung darauf stand en für mich dann aber doch im Vordergrund.

Dennoch: Was waren Deine nachhaltigsten Eindrücke von dieser Reise?

Stark beeindruckt war ich von den vielen Helfern. Man bekam in jeder Situation Hilfe, da konnte man echt nicht meckern. Und dann, was nach der Siegerehrung passierte: Als ich auf die Zuschauertribüne zum Trainer und zur Familie kam, wollten plötzlich scheinbar alle Chinesen ringsherum, alle Kinder und auch Erwachsene, ein Foto mit mir machen. Diese Session muss länger gedauert haben als der ganze Wettkampf vorher.

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